SJÖ ad Frühpensionen: Wer ArbeitnehmerInnen frühzeitig kündigt, soll zahlen!

ArbeitgeberInnen sollen nach Skandinavischem Modell für Kosten der Frühpensionen aufkommen!

Wien (OTS) - In der derzeitigen Debatte um Sparmöglichkeiten bei den Frühpensionen und der Kluft zwischen faktischem und gesetzlichem Pensionsantrittsalter meldet sich die Sozialistische Jugend mit einem Vorschlag. "Wer ArbeitnehmerInnen frühzeitig kündigt, soll für die daraus entstehenden Kosten aufkommen. Ein derartiges Modell wird schon seit Jahren erfolgreich in skandinavischen Ländern angewandt", erklärt SJÖ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi. Es sei keineswegs einzusehen, dass Menschen, die gekündigt werden, neben dem Jobverlust auch noch Abschläge bei der Pension in Kauf nehmen müssen. Priorität müsse haben, die Ursache der hohen Inanspruchnahme der Frühpension an der Wurzel zu packen: "Her mit verpflichtenden Gesundheitsmaßnahmen in Betrieben, damit Menschen länger fit bleiben. Her mit einem Malus für ArbeitgeberInnen, die MitarbeiterInnen frühzeitig kündigen!"

Konkret plädiert Moitzi dafür, dass Unternehmen die vollen Kosten für entlassene ArbeitnehmerInnen bis zu deren Pensionierung tragen müssen. "Dann wird es auch weniger lukrativ, Menschen in die Frühpension abzuschieben. Dann müssen sich Betriebe auch etwas mehr kümmern um die Qualität der Arbeitsbedingungen", so Moitzi weiter. Nur so könne das Ziel einer Angleichung des faktischen mit dem gesetzlichen Pensionsantrittsalters erreicht werden. Moitzi hofft dabei auch auf ein Entgegenkommen der ÖVP: "Geht es der ÖVP tatsächlich darum, die Frühpension zur Ausnahme zu machen, muss sie hier zustimmen. Immer nur dann einfallsreich sein, wenn es um neue Belastungen für die ArbeitnehmerInnen, PensionistInnen und Jugendlichen geht, kann nicht die Lösung sein!" Ein weiteres Sparpotential im Pensionsbereich ortet Moitzi auch bei der staatlichen Förderung der privaten Zukunftsvorsorge, die sofort komplett gestrichen werden könne.

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