• 03.01.2012, 10:12:36
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SJÖ ad Frühpensionen: Wer ArbeitnehmerInnen frühzeitig kündigt, soll zahlen!

ArbeitgeberInnen sollen nach Skandinavischem Modell für Kosten der Frühpensionen aufkommen!

Wien (OTS) - In der derzeitigen Debatte um Sparmöglichkeiten bei
den Frühpensionen und der Kluft zwischen faktischem und gesetzlichem
Pensionsantrittsalter meldet sich die Sozialistische Jugend mit einem
Vorschlag. "Wer ArbeitnehmerInnen frühzeitig kündigt, soll für die
daraus entstehenden Kosten aufkommen. Ein derartiges Modell wird
schon seit Jahren erfolgreich in skandinavischen Ländern angewandt",
erklärt SJÖ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi. Es sei keineswegs
einzusehen, dass Menschen, die gekündigt werden, neben dem Jobverlust
auch noch Abschläge bei der Pension in Kauf nehmen müssen. Priorität
müsse haben, die Ursache der hohen Inanspruchnahme der Frühpension an
der Wurzel zu packen: "Her mit verpflichtenden Gesundheitsmaßnahmen
in Betrieben, damit Menschen länger fit bleiben. Her mit einem Malus
für ArbeitgeberInnen, die MitarbeiterInnen frühzeitig kündigen!"

Konkret plädiert Moitzi dafür, dass Unternehmen die vollen Kosten
für entlassene ArbeitnehmerInnen bis zu deren Pensionierung tragen
müssen. "Dann wird es auch weniger lukrativ, Menschen in die
Frühpension abzuschieben. Dann müssen sich Betriebe auch etwas mehr
kümmern um die Qualität der Arbeitsbedingungen", so Moitzi weiter.
Nur so könne das Ziel einer Angleichung des faktischen mit dem
gesetzlichen Pensionsantrittsalters erreicht werden. Moitzi hofft
dabei auch auf ein Entgegenkommen der ÖVP: "Geht es der ÖVP
tatsächlich darum, die Frühpension zur Ausnahme zu machen, muss sie
hier zustimmen. Immer nur dann einfallsreich sein, wenn es um neue
Belastungen für die ArbeitnehmerInnen, PensionistInnen und
Jugendlichen geht, kann nicht die Lösung sein!" Ein weiteres
Sparpotential im Pensionsbereich ortet Moitzi auch bei der
staatlichen Förderung der privaten Zukunftsvorsorge, die sofort
komplett gestrichen werden könne.

Rückfragehinweis:
Sozialistische Jugend Österreich
Boris Ginner
SJ-Pressesprecher
Tel.: +43 664 / 560 49 87
mailto:[email protected]

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