Wiener Wirtschaft rechnet mit 80 Mio. Euro Umsatz in Ballsaison

Plus bei Umsatz und Besucherzahlen: Bis 21. Februar werden in Summe 475.000 Ballgäste auf 450 Wiener Bällen erwartet - jeder 4. Ballbesucher kommt aus den Bundesländern oder dem Ausland

Wien (OTS) - "Wiener Flair, Stil und Eleganz kommen in keiner anderen Zeit des Jahres so gut zur Geltung wie in der Ballsaison. Die Sehnsucht nach einem besonderen Ballabend ist ungebrochen - 475.000 Menschen werden in den Wiener Ballsälen tanzen und feiern, mehr als in den Jahren zuvor", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien.

Wiener Bälle ziehen immer mehr Publikum an
Die Ballbegeisterung nimmt in den letzten Jahren kontinuierlich zu:
270.000 Wiener (Vorjahr: 250.000) werden heuer einen Ball besuchen, ein Viertel davon wird während der Saison auf mehreren Bällen tanzen. Und auch Gäste aus den Bundesländern und dem Ausland zieht das einzigartige Flair der Ballstadt Wien an: 115.000 werden in der Bundeshauptstadt das Tanzbein schwingen. Die Wiener Wirtschaft profitiert von der ungebrochenen Balleuphorie. "Trotz des gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeldes, lassen sich die Ballbesucher ihre positive Stimmung nicht nehmen und sind damit wichtige Impulsgeber für die Wirtschaft", so Jank, die sich auf eine aktuelle Studie der KMU-Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien stützt. Im Schnitt planen die Besucher 230 Euro (Vorjahr: 220 Euro) auszugeben. Gemeinsam mit der höheren Zahl der Ballgäste bedeutet dies für die Wiener Wirtschaft eine Gesamtwertschöpfung von rund 80 Mio. Euro - nach 73 Mio. Euro im Vorjahr. Die Gäste aus den Bundesländern und dem Ausland geben zusätzlich rund 30 Mio. Euro für Nächtigung und Aufenthalt aus.

Beweggründe einen Wiener Ball zu besuchen
Was auf den ersten Blick eine simple Gleichung scheint, Ball = Tanzen, ist mitnichten Beweggrund Nummer 1 für einen Ballbesuch. 85 Prozent der Befragten möchten einen schönen Abend mit dem Partner/der Partnerin verbringen, 75 Prozent das Flair und Ambiente genießen und 70 Prozent ihre Freunde treffen; gesellschaftliche oder geschäftliche Verpflichtungen fallen dagegen weniger ins Gewicht. Natürlich ist die einzigartige Möglichkeit tanzen zu können mit 65 Prozent ein gleichbleibend starker Anreiz.

Unmittelbare Ausgaben für Ballbesuch steigen
230 Euro werden durchschnittlich pro Kopf investiert, zehn Euro mehr als im Vorjahr. An direkten Ausgaben planen die Wiener Ballbesucher in der kommenden Saison rund 39 Millionen Euro für Ballkarten und Tischreservierungen sowie für Speisen/Getränke am Ball. Für neue Ballgarderobe, Schuhe und Accessoires/Schmuck werden Ausgaben in der Höhe von 20 Mio. Euro erwartet. Für den Friseurbesuch und die Kosmetikbehandlung, das Abendessen vor dem Ballbesuch, Taxifahrt und Tanzschulkursbesuche investieren die Wiener nochmals rund 21 Mio. Euro.

Vorbereitungen vor dem Ball entwickeln sich unterschiedlich
Ein Ballbesuch ist immer auch ein wenig Verwöhn-Programm: Wie schon im Vorjahr plant die Hälfte aller Damen einen Friseurbesuch fest ein. Die Zahl jener Ballbesucherinnen, die sich professionell beim Thema Make-Up unterstützen lassen, ist mit 10 Prozent gleich hoch wie im Vorjahr.

25 Prozent planen, sich eine neue Ballgarderobe zuzulegen (oder auszuleihen), ebenso viele möchten in Accessoires investieren. Mit 5 Prozent der Befragten ist, wie auch im Vorjahr, die Bereitschaft, sich unter professioneller Anleitung bei Tanzkursen vorzubereiten, eher gering.

Frisurentrends und Schminktipps
Hochsteckfrisuren in den unterschiedlichsten Variationen liegen auch in der heurigen Ballsaison voll im Trend. Vor allem ausladende Hinterköpfe kombiniert mit glatter Vorderpartie und reicher Schmuckverzierung oder der Mix aus geflochtenen Haarpartien und Locken - offen oder gesteckt - werden öfters zu sehen sein. Jedenfalls geht der Trend hin zum klassisch eleganten Look; nach den "ungezähmten" hochgesteckten Locken der Vorsaison. Beim Make-up gehören heuer Smokey-Eyes zu den "Must-haves" - nicht nur in schwarz, sondern auch in nachtblau. Und natürlich rote Lippen.

Klare Formen und klassisch elegante Roben liegen im Trend
Schlichte Eleganz und nobler Purismus - so lautet das Motto der diesjährigen Ballgarderobe, wie das Wiener Bekleidungsgewerbe und die verschiedenen Modelabels bestätigen. Einerseits sind zeitlose Roben in Nude-, hellen Beige- und auch Weißtönen stärker vertreten als die Jahre davor. Anderseits wird das klassische Schwarz von gedeckten Waldfarben abgelöst: dunkles Beeren- bis Fuchsrot, zurückhaltende Grüntöne und gelegentlich auch gemischte Braunnuancen. Das kräftige Rot wird man auf Bällen aber weiterhin häufig sehen, es bleibt in Wien eine klassische Ballkleid-Farbe. Bei den Schnitten und Stoffen sind Spitze, Pailletten und Fransen im Charleston-Stil nach wie vor en vogue.

Auffrischungskurs in Tanzschulen
Wenngleich das Tanzen als Grund, einen Ball zu besuchen, erst an vierter Stelle genannt wird (siehe Grafik), lieben es die Wiener. Anlässlich der Ballsaison feilen rund 5 Prozent aller Ballbesucher an ihren Tanzkünsten unter professioneller Anleitung. Vor allem ältere Besserverdiener absolvieren Auffrischungs- oder Perfektionskurse. Die beliebtesten Tänze sind wie in den letzten Jahren der Cha-Cha-Cha und natürlich der Wiener Walzer. Generell geht der Trend in Richtung lateinamerikanische Tänze, doch die Standard-Tänze wie Foxtrott, Langsamer Walzer oder Boogie bleiben ein wichtiger Bestandteil im Tanzrepertoire.

Fotos zur heurigen Ballmode finden Sie auf wko.at/wien/pressefoto

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