OTS0002   2. Jan. 2012, 08:25

ANSCHOBER: 2012 wird in Oberösterreich Entscheidungsjahr für die Energiewende


Vier neue Gesetze, Offensive für Solarstrom
und Windstrom, Baubeginn des ersten Pumpspeicherkraftwerkes,
Masterplan Leitungsnetze und die erste Landesinitiative gegen
Energiearmut sollen das Tempo der Energiewende deutlich erhöhen!

Oberösterreich ist bei der Energiewende und damit der
vollständigen Umstellung der Erzeugung von Raumwärme und Strom auf
Erneuerbare Energieträger auf einem guten Weg. Dies zeigt auch der
erste externe Evaluierungsbericht, der im Jänner von Energielandesrat
Rudi Anschober der Landesregierung vorgelegt wird. Die bisherige
Trenderreichung ist gut - Probleme gibt es einzig beim Erreichen der
Verringerungsziele beim Stromverbrauch. Anschober: "Hier werden wir
2012 auch vorrangig ansetzen - durch verstärkte Bewusstseinsbildung
und Beratungsoffensiven soll der Stromverbrauch ähnlich dem
Wärmeverbrauch eingedämmt und die Energiewende durch ein ganzen
Maßnahmenpaket zusätzlich zu bisherigen Maßnahmen deutlich
beschleunigt werden."

Im Jänner: Start der neuen Offensive für Solarstrom und Windenergie

Oberösterreich hat durch ein schlechtes Ökostromgesetz, aber auch
aufgrund vieler Konflikte bei der Windkraftnutzung, Nachholbedarf bei
Solarstrom und Windenergie. Im Jänner wird daher die neue
Solarstromoffensive des Landes präsentiert, Ende Jänner der
Windmasterplan der Landesregierung vorgelegt. Dadurch sollen die
blockierenden Konflikte vermieden und ein Ausbau im Konsens erreicht
werden.

Zudem arbeitet der Landtag ab Jänner an einem neuen
Luftreinhaltegesetz sowie Elektrizitätswirtschafts- und
Organisationsgesetz. Ziel ist es dabei vor allem, das Tempo der
Energiewende durch Bürokratieabbau und Vereinfachungen zu erhöhen.
Ökostromanlagen bis zu einer Leistung von 5kwp (durchschnittliche
Solarstromanlage eines Haushaltes) sollen auf Landesebene generell
genehmigungsfrei gestellt werden - Solarstrom und
Kleinwasserkraftanlagen sogar bis zu einer Leistungsgrenze von 30
kwp. Dazu wird das Elwog auch Transparenz beim weiteren
Infrastrukturausbau (Netze) bringen.

Erstmals soll Oberösterreich ein eigenes Energieeffizienzgesetz
erhalten

Hauptziele des in der Schlusserarbeitung befindlichen
Gesetzesentwurfes ist es, u.a. die Vorreiterrolle der öffentlichen
Hand bei der Energieeinsparung zu verstärken, einen Vorrang für die
Abwärmenutzung festzuschreiben, die Energieeinsparung durch
produktunabhängige Beratung auszubauen, Branchenkonzepte für
Wirtschaftsbetriebe vorzulegen. Auch im Rahmen der Novellierung von
Bauordnung und Bautechnikgesetz ist eine Reihe von Maßnahmen für die
Energiewende geplant.

Speicherung des Ökostroms ermöglichen

Mit dem 2011 genehmigten Pumpspeicherkraftwerk in Molln wird es
2012 erstmals einen Baubeginn eines Pumpspeicherkraftwerkes geben,
auch die beiden nächsten konkreten Projekte an der OÖ-Bayrischen
Grenze sowie bei Ebensee sind auf einem guten Weg.

Kampf gegen die wachsende Energiearmut und Versorgungssicherheit
durch Netzausbau sind 2012 weitere Schlüssel der Energiewende in OÖ
Erstmals wird ab Frühling in einem Bezirk (Urfahr Umgebung)
flächendeckend eine Initiative zur Absenkung der Energiekosten um ein
Viertel gestartet - im Mittelpunkt stehen dabei Gratis-Beratung,
kostenlose Erstmaßnahmen sowie der Gratis-Umtausch der größten
Stromschleuder im Haushalt.

118 weitere Maßnahmen für die Energiewende werden 2012 gestartet

2009 hat die Landesregierung auf Initiative Anschobers 148
Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende beschlossen. Die ersten 30,
als prioritär bezeichneten Maßnahmen sind bereits in Verwirklichung,
das zweite große Maßnahmenpaket, die verbleibenden 118
Detailmaßnahmen, werden 2012 gestartet.

Anschober abschließend: "Der große Umbauprozess der
Energieerzeugung und des Energieverbrauchs zum Ausstieg aus Atomstrom
und fossilen Energieträgern ist auf einem guten Weg. 2012 wird
zeigen, ob es klare politische Mehrheiten für eine notwendige weitere
Verstärkung und Beschleunigung der Energiewende gibt. Aus
ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen ist das unbedingt
notwendig!"

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0002 2012-01-02 08:25 020825 Jän 12 GRO0001 0516



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Rückfragehinweis: Büro LR Anschober
Tel.: +436646007289443
karen.seiser@ooe.gv.at

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