ANSCHOBER: 2012 wird in Oberösterreich Entscheidungsjahr für die Energiewende

Oberösterreich (OTS) - Vier neue Gesetze, Offensive für Solarstrom und Windstrom, Baubeginn des ersten Pumpspeicherkraftwerkes, Masterplan Leitungsnetze und die erste Landesinitiative gegen Energiearmut sollen das Tempo der Energiewende deutlich erhöhen!

Oberösterreich ist bei der Energiewende und damit der vollständigen Umstellung der Erzeugung von Raumwärme und Strom auf Erneuerbare Energieträger auf einem guten Weg. Dies zeigt auch der erste externe Evaluierungsbericht, der im Jänner von Energielandesrat Rudi Anschober der Landesregierung vorgelegt wird. Die bisherige Trenderreichung ist gut - Probleme gibt es einzig beim Erreichen der Verringerungsziele beim Stromverbrauch. Anschober: "Hier werden wir 2012 auch vorrangig ansetzen - durch verstärkte Bewusstseinsbildung und Beratungsoffensiven soll der Stromverbrauch ähnlich dem Wärmeverbrauch eingedämmt und die Energiewende durch ein ganzen Maßnahmenpaket zusätzlich zu bisherigen Maßnahmen deutlich beschleunigt werden."

Im Jänner: Start der neuen Offensive für Solarstrom und Windenergie

Oberösterreich hat durch ein schlechtes Ökostromgesetz, aber auch aufgrund vieler Konflikte bei der Windkraftnutzung, Nachholbedarf bei Solarstrom und Windenergie. Im Jänner wird daher die neue Solarstromoffensive des Landes präsentiert, Ende Jänner der Windmasterplan der Landesregierung vorgelegt. Dadurch sollen die blockierenden Konflikte vermieden und ein Ausbau im Konsens erreicht werden.

Zudem arbeitet der Landtag ab Jänner an einem neuen Luftreinhaltegesetz sowie Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz. Ziel ist es dabei vor allem, das Tempo der Energiewende durch Bürokratieabbau und Vereinfachungen zu erhöhen. Ökostromanlagen bis zu einer Leistung von 5kwp (durchschnittliche Solarstromanlage eines Haushaltes) sollen auf Landesebene generell genehmigungsfrei gestellt werden - Solarstrom und Kleinwasserkraftanlagen sogar bis zu einer Leistungsgrenze von 30 kwp. Dazu wird das Elwog auch Transparenz beim weiteren Infrastrukturausbau (Netze) bringen.

Erstmals soll Oberösterreich ein eigenes Energieeffizienzgesetz erhalten

Hauptziele des in der Schlusserarbeitung befindlichen Gesetzesentwurfes ist es, u.a. die Vorreiterrolle der öffentlichen Hand bei der Energieeinsparung zu verstärken, einen Vorrang für die Abwärmenutzung festzuschreiben, die Energieeinsparung durch produktunabhängige Beratung auszubauen, Branchenkonzepte für Wirtschaftsbetriebe vorzulegen. Auch im Rahmen der Novellierung von Bauordnung und Bautechnikgesetz ist eine Reihe von Maßnahmen für die Energiewende geplant.

Speicherung des Ökostroms ermöglichen

Mit dem 2011 genehmigten Pumpspeicherkraftwerk in Molln wird es 2012 erstmals einen Baubeginn eines Pumpspeicherkraftwerkes geben, auch die beiden nächsten konkreten Projekte an der OÖ-Bayrischen Grenze sowie bei Ebensee sind auf einem guten Weg.

Kampf gegen die wachsende Energiearmut und Versorgungssicherheit durch Netzausbau sind 2012 weitere Schlüssel der Energiewende in OÖ Erstmals wird ab Frühling in einem Bezirk (Urfahr Umgebung) flächendeckend eine Initiative zur Absenkung der Energiekosten um ein Viertel gestartet - im Mittelpunkt stehen dabei Gratis-Beratung, kostenlose Erstmaßnahmen sowie der Gratis-Umtausch der größten Stromschleuder im Haushalt.

118 weitere Maßnahmen für die Energiewende werden 2012 gestartet

2009 hat die Landesregierung auf Initiative Anschobers 148 Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende beschlossen. Die ersten 30, als prioritär bezeichneten Maßnahmen sind bereits in Verwirklichung, das zweite große Maßnahmenpaket, die verbleibenden 118 Detailmaßnahmen, werden 2012 gestartet.

Anschober abschließend: "Der große Umbauprozess der Energieerzeugung und des Energieverbrauchs zum Ausstieg aus Atomstrom und fossilen Energieträgern ist auf einem guten Weg. 2012 wird zeigen, ob es klare politische Mehrheiten für eine notwendige weitere Verstärkung und Beschleunigung der Energiewende gibt. Aus ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen ist das unbedingt notwendig!"

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