• 01.01.2012, 12:32:17
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ÖAMTC: Positive Unfallbilanz 2011, aber mehr getötete Kinder und Radfahrer

Weniger Getötete im Pkw-Verkehr durch verbesserte Fahrzeug-Technik

Wien (OTS) - Von 1. Jänner bis 31. Dezember 2011 wurden bei
Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen 521 Personen getötet
(Quelle: BMI). "Im Vergleich zum Vorjahr sind die Unfallzahlen
gesunken. 2010 starben 552 Personen bei Unfällen, 2011 waren es um
5,6 Prozent weniger", fasst ÖAMTC-Verkehrsexperte Markus Schneider
zusammen. Dennoch gibt es nach wie vor Problembereiche. "Gestiegen
ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder, die Zahl der
Getöteten bei Alkoholunfällen, sowie die Zahl der tödlich
verunglückten Zweiradfahrer. Hoch ist auch weiterhin die Zahl der
getöteten Fußgänger", relativiert der Clubexperte die grundlegend
positive Entwicklung in der Unfallstatistik. Hier müssen in Zukunft
entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.

Gesunken sind die Unfallzahlen mit beteiligten Pkw. "Hier konnte in
den vergangenen Jahren besonders durch die verbesserte
Fahrzeugtechnik viel erreicht werden. Fahrzeugtests und daraus
resultierende Verbesserungen sowie die Weiterentwicklung von
Fahrerassistenzsystemen bieten in Zukunft Potenzial, um noch mehr
Unfälle zu vermeiden oder die Folgen abzumildern", prognostiziert der
ÖAMTC-Experte. Fahrerassistenzsysteme, wie Bremsassistenten und
Kollisionswarner, dienen auch der Sicherheit anderer
Verkehrsteilnehmer, wie beispielsweise Fußgängern.

Rückgängig ist zwar auch die Zahl von Alkoholunfällen mit
Personenschaden. "Dramatisch gestiegen ist die Zahl der Getöteten bei
Alkounfällen mit ca. 66 Prozent, das sind fast zwei Drittel mehr als
im Jahr davor", erklärt der ÖAMTC-Verkehrsexperte. Kontrollen und
Aufklärung müssten hier weiter forciert werden.

Risikogruppen Radfahrer, Kinder und Fußgänger - Entschärfung
von Konfliktstellen soll steigender Zahl von Pedalrittern gerecht
werden

Stark gestiegen ist die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer.
Hier erwartet der ÖAMTC-Verkehrsexperte weiteres Konfliktpotenzial
durch die aktuellen Entwicklungen. "Einerseits wird der
Fahrradverkehr durch die Verbesserung der Infrastruktur ausgebaut und
gefördert. So trägt z. B. die Räumung der Radwege dazu bei, dass
Radfahren in vielen Teilen Österreichs auch im Winter möglich ist.
Andererseits führt die Entwicklung des E-Bikes dazu, dass mit höherer
Geschwindigkeit gefahren wird. Das heißt also mehr Radfahrer, die
schneller unterwegs sind. Diese Entwicklung könnte in Zukunft
vermehrt zu Konfliktsituationen führen", erklärt Schneider. Nachdem
der Club im Sommer bereits in Wien Konfliktstellen aufzeigt hat,
fordert der ÖAMTC-Verkehrsexperte eine weitere Entschärfung von
bekannten und potenziellen Gefahrenstellen zwischen Radfahrern,
Fußgängern und dem motorisierten Straßenverkehr. Wichtig ist laut
Clubexperte auch ein partnerschaftliches Verhalten der
Verkehrsteilnehmer, "zumindest aber die Einhaltung der Vorschriften".

Bei den Kinderunfällen ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten
Kinder gestiegen. "Besonders betroffen sind Kinder im Straßenverkehr
als Mitfahrer und als Fußgänger. Richtige Kinder-Sicherung ist das Um
und Auf im Fahrzeug", betont Schneider.

Für ein konfliktfreies Miteinander im Straßenverkehr empfiehlt der
ÖAMTC-Verkehrsexperte abschließend: "Konzentration auf das Fahren.
Alle Arten der Ablenkung während der Fahrt, wie Hantieren mit dem
Mobiltelefon oder lautes Musik hören, sollte man vermeiden. Wer
zusätzlich noch vorausschauend fährt, also mit Fehlern des anderen
rechnet, die Geschwindigkeit so wählt, dass er rechtzeitig
stehenbleiben kann und genügend Abstand zum Vordermann hält, leistet
einen weiteren wertvollen Beitrag zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit."

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Dagmar Halwachs
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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