• 01.01.2012, 11:25:56
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ÖH Innsbruck: "Maturazeugnis muss weiterhin Freifahrtschein für Uni sein!"

Innsbruck (OTS) - BM Karlheinz Töchterle bietet zukünftigen
Studierenden leider keine rosigen Ausblicke für 2012. ",Einen Numerus
clausus will ich nicht!', hat dieser noch im August in einem
Interview mit den OÖNachrichten klar gemacht. Sein Vorschlag, die
Qualität des Maturazeugnisses als Aufnahmekriterium für Studiengänge
in Österreich heranzuziehen, löst daher bei uns von der ÖH Innsbruck
folglich Unverständnis aus.", zeigt sich Benjamin Rohrer
(AktionsGemeinschaft), Vorsitzender der Österreichischen
HochschülerInnenschaft (ÖH) Innsbruck verärgert.

"Mit dieser Idee stehen wir kurz vor der Einführung einer
Numerus-Clausus-Regelung, wie wir sie aus Deutschland kennen. Was
dabei rauskommt, sollten gerade wir an den Österreichischen
Universitäten - die einige Studierende aus Deutschland ausbilden,
welche in der Heimat keinen Platz an der bevorzugten Hochschule
bekommen hätten - sehr gut abschätzen können. Selten scheitert es
jenen Studierenden nämlich an der Eignung für das ausgewählte
Studium, sondern nur am Notendurchschnitt im Maturazeugnis!", so
Rohrer.

Zudem ortet Rohrer gerade in der Vergleichbarkeit eine große
Diskrepanz: "Wer sich an den höherern Schulen in Österreich besser
auskennt, der weiß, dass aufgrund der Schulautonomie sowie der
differenzierten Schultypen nur schwer eine Vergleichbarkeit
herzustellen ist. Zudem steht die Note im Maturazeugnis für eine
Momentaufnahme und spiegelt nicht das gesamte Können des Schülers
wieder - schon gar nicht seine Kompetenzen, welche für ein Studium
unerlässlich sind!"

Die ÖH Innsbruck tritt daher für eine gute Ausfinanzierung der
Unis ein, womit Maßnahmen ergriffen werden könnten um die
Drop-Out-Quoten zu senken. Sehr viele talentierte junge Menschen
bleiben nämlich aufgrund mangelnder Betreuung an unseren Unis auf der
Strecke. "Wir sprechen uns daher klar gegen Zugangsbeschränkungen und
Studienbeiträge aus, da bisher kein akzeptables System gefunden
wurde, welches soziale und leistungsorientierte Gerechtigkeit
sicherstellt.", führt Rohrer aus.

"Ich ersuche Bundesminister Töchterle, sich bei künftigen
Vorschlägen an erfolgreichen Modellen zu orientieren und aus den
Fehlern anderer Länder zu lernen. Überdenken Sie doch noch einmal
Ihre Neujahrsvorsätze, Herr Minister!", schließt Rohrer.

Rückfragehinweis:
Benjamin Rohrer
Vorsitzender der ÖH Innsbruck
[email protected]
Tel.: 0664/2008389

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