ÖH Innsbruck: "Maturazeugnis muss weiterhin Freifahrtschein für Uni sein!"

Innsbruck (OTS) - BM Karlheinz Töchterle bietet zukünftigen Studierenden leider keine rosigen Ausblicke für 2012. ",Einen Numerus clausus will ich nicht!', hat dieser noch im August in einem Interview mit den OÖNachrichten klar gemacht. Sein Vorschlag, die Qualität des Maturazeugnisses als Aufnahmekriterium für Studiengänge in Österreich heranzuziehen, löst daher bei uns von der ÖH Innsbruck folglich Unverständnis aus.", zeigt sich Benjamin Rohrer (AktionsGemeinschaft), Vorsitzender der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) Innsbruck verärgert.

"Mit dieser Idee stehen wir kurz vor der Einführung einer Numerus-Clausus-Regelung, wie wir sie aus Deutschland kennen. Was dabei rauskommt, sollten gerade wir an den Österreichischen Universitäten - die einige Studierende aus Deutschland ausbilden, welche in der Heimat keinen Platz an der bevorzugten Hochschule bekommen hätten - sehr gut abschätzen können. Selten scheitert es jenen Studierenden nämlich an der Eignung für das ausgewählte Studium, sondern nur am Notendurchschnitt im Maturazeugnis!", so Rohrer.

Zudem ortet Rohrer gerade in der Vergleichbarkeit eine große Diskrepanz: "Wer sich an den höherern Schulen in Österreich besser auskennt, der weiß, dass aufgrund der Schulautonomie sowie der differenzierten Schultypen nur schwer eine Vergleichbarkeit herzustellen ist. Zudem steht die Note im Maturazeugnis für eine Momentaufnahme und spiegelt nicht das gesamte Können des Schülers wieder - schon gar nicht seine Kompetenzen, welche für ein Studium unerlässlich sind!"

Die ÖH Innsbruck tritt daher für eine gute Ausfinanzierung der Unis ein, womit Maßnahmen ergriffen werden könnten um die Drop-Out-Quoten zu senken. Sehr viele talentierte junge Menschen bleiben nämlich aufgrund mangelnder Betreuung an unseren Unis auf der Strecke. "Wir sprechen uns daher klar gegen Zugangsbeschränkungen und Studienbeiträge aus, da bisher kein akzeptables System gefunden wurde, welches soziale und leistungsorientierte Gerechtigkeit sicherstellt.", führt Rohrer aus.

"Ich ersuche Bundesminister Töchterle, sich bei künftigen Vorschlägen an erfolgreichen Modellen zu orientieren und aus den Fehlern anderer Länder zu lernen. Überdenken Sie doch noch einmal Ihre Neujahrsvorsätze, Herr Minister!", schließt Rohrer.

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Benjamin Rohrer
Vorsitzender der ÖH Innsbruck
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