• 29.12.2011, 14:29:07
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Der Vorstand der Kunsthalle Wien stellt Direktor Matt auf Druck der Grünen bis 01.04.2012 dienstfrei.

Ursula Blickle Stiftung stoppt Unterstützung; starke Budgetkürzung auf Betreiben der Grünen.

Wien (OTS) - Der Vorstand der Kunsthalle Wien gibt bekannt, dass
er am 22.12.2011 den einstimmigen Beschluss fasste, den
Generalsekretär des Vereins und Direktor der Kunsthalle Wien Dr.
Gerald Matt vom 1.1.2012 bis 31.03.2012 dienstfrei zu stellen.

Da im Rahmen der bestehenden Regierungskoalition keine Mehrheit
für die Genehmigung des Antrags auf Subventionierung der Kunsthalle
Wien im Gemeinderat erzielbar ist (dies wurde bestätigt in einem
Schreiben des Kulturstadtrates vom 24. November 2011), beugt sich der
Vorstand der Kunsthalle Wien im Interesse des Fortbestandes der
Institution und insbesondere auch zum Wohle der Belegschaft diesem
Druck und fasst den Beschluss, Dr. Matt gegen dessen Willen und mit
der Überzeugung des Vorstandes, dass die gegen Dr. Matt erhobenen
Vorwürfe inhaltlich unberechtigt sind, zumal dieser stets korrekt für
die Kunsthalle Wien gearbeitet hat (was auch die bisherigen Prüfungen
durch die unabhängigen Wirtschaftskanzlei IB Interbilanz bestätigen),
für einen Zeitraum von 1.1.2012 bis 31.3.2012 dienstfrei zu stellen.
Die Dienstfreistellung endet automatisch mit Ablauf des 31.3.2012.

Der Vorstand der Kunsthalle Wien gibt darüber hinaus bekannt, dass
der Hauptsponsor der Kunsthalle Wien, die Ursula Blickle Stiftung,
ihre finanzielle Unterstützung der Kunsthalle Wien und der Projekte
ursula blickle videolounge und ursula blickle videoarchiv sowie des
damit verbundenen Arbeitsplatzes bis mindestens zum Ende der
Dienstfreistellung des Direktors, den 31.3.2012 aussetzt. Die Ursula
Blickle Stiftung hat damit ebenfalls die Verhandlungen bzgl. der
Kooperationsvereinbarungen für 2012 bis 01.04.2012 eingestellt.
Der Vorstand der Kunsthalle Wien, weist auf die enormen Schäden hin,
die durch die ungerechtfertigten Angriffe und Beschuldigungen des
Abgeordneten Zinggl der Kunsthalle Wien und dem Steuerzahler
entstehen.

Der Vorstand hat auch von massiven Budgetreduktionen für den
Betrieb der Kunsthalle Wien erfahren. Auf Betreiben der Grünen soll
die bisherige Subvention der Kunsthalle Wien von 4,15 auf 3,85 Mio
Euro gekürzt werden. Dies bedeutet unter der Einrechnung der
Geldentwertung einen Budgetverlust von über 30% seit 1998 (Subvention
1998: 4,262 Mio Euro). Der Vorstand hält empört fest, dass die
Kunsthalle Wien damit als international wettbewerbsfähiges
Ausstellungshaus in seiner Existenz gefährdet ist. Präsident Häusle
kritisierte scharf: "2011 war, was die Besucherzahlen - bis Ende
dieses Jahres werden um die 190.000 Besucher erwartet -, die
internationalen Präsentationen von Kunsthallenausstellungen und die
wirtschaftliche Situation angeht das erfolgreichste Jahr in der
Geschichte der Kunsthalle Wien. Diese massive Budgetreduktion ist
unverständlich und unverantwortlich und geht auf das Konto der Wiener
Grünen."

Für den Vorstand der Kunsthalle Wien: Mag. Thomas Häusle

Rückfragehinweis:

KUNSTHALLE wien
   Pressebüro
   
   Museumsplatz 1, A-1070 Wien
   Tel.: +43-1-521 89-1224
   [email protected]

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