- 29.12.2011, 12:31:13
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Mikl-Leitner und Hameseder präsentieren Cyber-Security-Initiative des KSÖ
Gut durchdachter Prozess statt politischer Schnellschüsse
Wien (OTS) - "Attacken aus dem Cyber Space können unser tägliches
Leben lahm legen und unsere Sicherheit, Gesellschaft und Wirtschaft
in einer Art gefährden, wie wir es bisher nicht gekannt haben. Die
Angriffe sind zwar virtuell, ihre Auswirkungen aber höchst real. Als
Sicherheitsministerin bin ich mir meiner diesbezüglichen
Verantwortung voll und ganz bewusst, " sagte Innenministerin Mag.
Johanna Mikl-Leitner. "Hier politische Schnellschüsse zu setzen, wäre
verfehlt. Das Innenresort startet daher gemeinsam mit dem Kuratorium
Sicheres Österreich (KSÖ) mit der Cyber-Security-Initiative einen gut
durchdachten Prozess. Ziel ist es, eine Strategie zu entwickeln, die
als Fahrplan für weitere Schritte und konkrete Maßnahmen dienen
kann."
Mit der Cyber-Security-Konferenz im Herbst 2011 und der Präsentation
der ersten Cyber-Risikomatrix für Österreich hat das "Kuratorium
Sicheres Österreich" (KSÖ) gemeinsam mit dem Bundesministerium für
Inneres den Startschuss zu einer österreichischen
Cyber-Security-Initiative gesetzt. Als nationaler Sicherheitscluster
wird das KSÖ mit dieser Initiative die Zusammenarbeit von
Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und
Wissenschaft künftig weiterführen, intensivieren und
institutionalisieren.
"Diese Initiative auf der Plattform des KSÖ ist der logische nächste
Schritt im Kampf gegen die rasant ansteigenden Angriffe aus dem
Cyber-Space. Die Politik ist im Bereich Cyber-Security oft durch
Reaktionen auf aktuelle Angriffe getrieben. Kurzfristig werden dann
öffentlichkeitswirksame Ad-hoc-Aktionen gegen konkrete Attacken
präsentiert. Wir setzen im Gegensatz dazu nicht auf Schnellschüsse,
sondern auf eine nachhaltige Cyber-Security-Initiative unter starker
Beteiligung der Wirtschaft in einem dafür sinnvollen Zeitrahmen",
erklärte KSÖ-Präsident Erwin Hameseder.
Die Cyber-Security-Initiative soll unter anderem die Möglichkeit dazu
bieten, strategisch relevante Betreiber kritischer Infrastruktur in
die gesamtstaatliche Sicherheitspolitik einzubinden. Dazu müssen
Zuständigkeiten klar geregelt und Prozesse sowie Abläufe
standardisiert werden.
Dabei gilt es, wichtige Grundsatzfragen zu klären: Muss der Staat
regulierend eingreifen, um die Sicherheit im Cyberspace zu
gewährleisten, oder sind die Selbststeuerungskräfte des Marktes dafür
ausreichend? Welche Dienste müssen im Falle einer Krisensituation
unbedingt sichergestellt werden? Welche Rahmen sind für den
effektiven Informationsaustausch zwischen Wirtschaft und Behörden zu
schaffen? Zur Klärung dieser Grundsatzfragen wurde für die
Cyber-Security-Initiative ein Gesamtprozess entwickelt, in den
Vertreter aus der Wirtschaft, der Verwaltung und der Wissenschaft eng
eingebunden sind.
Um das bestehende Bedrohungsszenario zu verdeutlichen, hat das KSÖ
2011 erstmals nationalen und internationalen Experten das
Risikopotenzial von Cyber-Gefahren für Österreich analysieren lassen.
Diese Analyse wird in den kommenden Wochen mit sektorspezifischen
Experteninterviews und Workshops unter Beteiligung von Vertretern aus
den jeweiligen Bereichen kritischer Infrastruktur wie IKT, Energie,
Behörden, Hilfs- und Einsatzkräfte, Transport und Verteilungssysteme
und Finanzwesen, fortgesetzt. Dabei sollen folgende Fragen geklärt
werden: Worin bestehen die Risiken für die einzelnen Sektoren? Wie
gut sind die Sektoren auf Angriffe vorbereitet? Welche Initiativen
und Maßnahmen sind erforderlich? Was macht der Staat, was macht die
Wirtschaft? Geplant sind darüber hinaus Cyber-Security-Planspiele und
die Etablierung einer Cyber-Plattform um den Austausch von Behörden,
Wirtschaft und Wissenschaft zu institutionalisieren.
"Die Herausforderungen des Cyber Space können wir nur durch die
Zusammenarbeit und Vernetzung aller relevanten Player - sowohl
national als auch international - bewältigen. Daher rufe ich sowohl
Behördenvertreter, als auch Experten aus der Wirtschaft dazu auf,
sich an der Cyber-Security-Initiative aktiv zu beteiligen. Als
nationaler Sicherheitscluster steht das KSÖ als Plattform allen offen
und treibt den Dialog, die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen
allen Beteiligten weiter voran", sagte Mikl-Leitner.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Inneres Mag. Andreas Wallner, Pressesprecher der Bundesministerin Tel.: +43-(0)1-53126-2027 mailto:[email protected] Kuratorium Sicheres Österreich Christian Kunstmann Generalsekretär mobil: +43-(0)664-33 00 353 mailto: [email protected]
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