OTS0047   29. Dez. 2011, 10:30

Bernhard Ludwig und die Wiener Gesundheitsförderung empfehlen: Wenn schon Neujahrsvorsätze, dann auf den "Unzufriedenheitsfaktor" achten

Unzufrieden ist, wer mehr erwartet, als erreicht werden kann


Rauchfrei werden, abnehmen, mehr bewegen, alte
Freundschaften pflegen... Wer kennt sie nicht, die besten
Neujahrsvorsätze. Kehren sie doch alle Jahre wieder - und mit ihnen
der vorprogrammierte Frust.

Deswegen darf es für den Seminar-Kabarettisten Bernhard Ludwig bei
den guten Vorsätzen gern ein bisschen weniger sein. Denn je größer
die Erwartungen an die Veränderungen im Neuen Jahr sind, desto höher
ist die Gefahr, dass man vom tatsächlichen Ergebnis frustriert ist.
Ludwigs Formel: "Allgemeine Zufriedenheit = Erwartetes / Erreichtes.
Wer also zehn Vorsätze hat und zwei realisiert, liegt bei einem
Unzufriedenheitsfaktor von fünf. Realisiert man einen von zwei
gefassten Vorsätzen, liegt der Unzufriedenheitsfaktor mit zwei
deutlich niedriger."

Für Liane Hanifl, Psychologin in der Wiener Gesundheitsförderung,
basiert der beste Neujahrsvorsatz ohnehin darauf, die angenehmen und
gelungenen Erlebnissen des vergangenen Jahres Revue passieren zu
lassen. Was war gut? Womit bin ich zufrieden? Was davon möchte ich
weiterführen oder sogar noch ausbauen?

Wer trotzdem nicht mit der Tradition des "klassischen"
Neujahrsvorsatzes brechen will, sollte jedenfalls keine hoch
gesteckten Ziele anstreben. Überschaubare Etappenziele und
Unterstützung im engen Umfeld sind ebenfalls hilfreich. Wichtigste
Voraussetzung bleibt allerdings, dass man die angestrebte Veränderung
auch wirklich will, so Ludwig.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0047 2011-12-29 10:30 291030 Dez 11 NRK0005 0231



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