- 28.12.2011, 11:55:37
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Zivildienst in Österreich: Rekordzuweisung 2011
Wien (OTS) - Im Jahr 2011 war der Zivildienst so erfolgreich wie
noch nie zuvor in seiner mittlerweile 36 jährigen Geschichte. Mehr
als 14.000 Wehrpflichtige haben sich heuer durch die Abgabe einer
Zivildiensterklärung für den Zivildienst entschieden, über 13.500
junge Männer wurden zu Organisationen im Rettungswesen, in der
Sozialhilfe, der Behindertenbetreuung und zu vielen weiteren
Einrichtungen zugewiesen. Durchschnittlich waren heuer 9.644
Zivildienstleistende gleichzeitig im Einsatz.
Die rund 13.000 Zuweisungen des Vorjahres konnten damit um weitere
6% erhöht werden. Seit Mitte der 1990er-Jahre haben sich die
Zuweisungszahlen bereits verdoppelt. Die seit 2006 kürzere Dauer des
Zivildienstes und Anpassungen bei den gesetzlichen Grundlagen führten
zu einer schnelleren und effizienteren Abwicklung der Zuweisung. Wenn
es auch bei den beliebteren Herbstterminen noch zu Engpässen kommen
kann, gibt es im Vergleich zu früheren Jahren kaum noch Wartezeiten
auf einen Zivildienstplatz.
Auch die Abdeckung des von den Trägerorganisationen gemeldeten
Bedarfs an Zivildienern konnte nochmals erhöht werden: Von 94% im
Jahr 2010 auf über 97%! Eine Zahl, die kaum gesteigert werden kann,
da eine hundertprozentige Bedarfsdeckung aufgrund von kurzfristigen
Ausfällen wegen Ausbildungen oder Erkrankungen nicht möglich ist.
"Der immer größere Bedarf an Zivildienern und die gleichzeitig
steigende Zahl junger Männer, die sich für die Abgabe einer
Zivildiensterklärung entscheiden, belegen, dass der Zivildienst ein
wichtiger Motor des österreichischen Soziallebens ist, sagt
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. "Ohne Zivildiener müssten viele
Trägerorganisationen ihr umfangreiches und qualitativ hochwertiges
Dienstleistungsangebot reduzieren oder könnten dieses ihren Klienten
nicht in der gegenwärtigen Form zur Verfügung stellen."
Mit der Rekord-Zuweisung 2011 wurde auch für jedes einzelne
Bundesland ein neuer Höchststand erreicht: Die meisten Zivildiener
wurden in Wien zugewiesen (3.007; +0,8%), gefolgt von Oberösterreich
(2.580; +6,1%), Niederösterreich (2.472; +5,6%), der Steiermark
(1.735; +3,7%), Tirol (1.133: +3,3%), Salzburg (891; +6,6%),
Vorarlberg (723; +0,8%), Kärnten (600; +9,3%) und dem Burgenland
(369; +3,7%).
Das Einsatzspektrum von Zivildienern ist heute sehr breit gefächert:
Die meisten Zivildiener (5.925) wurden im Rettungs- und
Krankentransport eingesetzt, in der Behindertenhilfe unterstützen
2.584 Zivildiener die hauptberuflichen Mitarbeiter. Aber auch in
Bereichen wie dem Umweltschutz, der Betreuung von Drogenabhängigen,
der Landwirtschaft oder beim Dienst in inländischen Gedenkstätten
verrichten Zivildiener wertvolle Dienste. Erstmals gab es heuer auch
Zuweisungen in der neuen Sparte Kinderbetreuung.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Inneres Mag. Andreas Wallner, Pressesprecher der Bundesministerin Tel.: +43-(0)1-53126-2027 mailto:[email protected] Bundesministerium für Inneres Kompetenzcenter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit - Pressestelle +43-(0)1-53 126-2488 [email protected] www.bmi.gv.at
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