• 27.12.2011, 12:41:28
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Wirtschaftskammer will Umwelt- uns Sozialstandards beim Kauf von Emissionszertifikaten senken

Statt Freikaufen sollte Österreich Klimaschutz zu Hause machen

Wien (OTS) - Die Wirtschaftskammer will will Umwelt- uns
Sozialstandards beim Kauf von Emissionszertifikaten senken. Die
mangelnden Anstrengungen Österreichs beim Klimaschutz sollen damit
auf dem Rücken von Umwelt und Menschen in den Projektgebieten
austragen werden", kritisiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin
der Grünen, einen entsprechenden Artikel im heutigen "Standard."

Österreich muss Emissionszertifikate kaufen, weil die Bundesregierung
keine Klimaschutzpolitik in Österreich macht. Für den Kauf der
Zertifikate gibt es ein eigenes Programm (JI/CDM). Beim Ankauf der
Zertifikate von konkreten Projekten hält Österreich bislang zumindest
gewisse Umwelt- und Sozialstandards ein. Es sind aber auch
Zertifikate von Projekten am Markt, die sowohl ökologisch als auch
sozial (z.B Ausbeutung von Arbeiterinnen) bedenklich sind, erläutert
Brunner.

Zweifellos wäre die Milliarde Euro, die uns der Zertifikatekauf
letztlich kosten wird, besser in Österreich investiert. Dann hätten
österreichische Firmen und auch die österreichische Bevölkerung etwas
davon gehabt. "Landwirtschaftsminister Berlakovich, seine Vorgänger
und die ganze Bundesregierung haben da aber versagt und das spüren
wir jetzt", so Brunner.

Österreich hat bereits bestehende Klimaschutzverpflichtugen und wird
weitere eingehen müssen. "Es braucht daher eine Trendwende in der
österreichischen Klimaschutzpolitik. Wir müssen Klimaschutz zu Hause
machen und nicht immer nur den Weg des Freikaufens gehen", so
Brunner. Berichte aus dem Umweltministerium haben ergeben, dass eine
Tonne in Österreich gespartes CO2 im Durchschnitt um über zwei Euro
billiger ist als eine Tonne über Zertifikate aus dem Ausland
gekauftes CO2. "Die Wirtschaftskammer sollte sich also lieber für
aktive Klimaschutzpolitik in Österreich einsetzen und nicht
Österreichs blamables Scheitern auf dem Rücken von Menschen, die
überhaupt nichts dafür können, und deren Umwelt austragen."

Rückfragehinweis:
Mag. Reinhard Pickl-Herk
Tel.: +43-1-40110-6707
mailto:[email protected]

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