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OTS0004   27. Dez. 2011, 08:22

US-Bezirksgericht entscheidet, dass der Iran an den Anschlägen des 11. September 2001 beteiligt war



Ein US-Bundesbezirksgericht in Manhattan hat gestern eine
Entscheidung gefällt, in die neue Fakten zur Unterstützung durch den
Iran bei den Anschlägen von Al Kaida am 11. September 2001 mit
einbezogen wurden. Der US-Bezirksrichter George B. Daniels entschied
gestern, dass der Iran und die Hisbollah das Terrornetzwerk Al Kaida
materiell und direkt bei den Anschlägen am 11. September 2001
unterstützt hatten und rechtlich für die Schäden der Hinterbliebenen
der Anschlagsopfer, welche in dem Fall als Kläger auftreten, zur
Verantwortung gezogen werden können.

Richter Daniels gab seine Entscheidung im Fall Havlish, et al.
gegen bin Laden, et al., in einer öffentlichen Verhandlung am
Donnerstag, 15. Dezember 2011 nach einer dreistündigen Anhörung durch
die Anwälte der Familien bekannt. Richter Daniels reichte gestern
eine 53-seitige Urteilsanordnung ein, in der detailliert
Tatsachenfeststellungen und Rechtsfolgerungen beschrieben werden.

Fiona Havlish, deren Ehemann Donald im Nordturm des World Trade
Center am 11. September verschwunden war, erklärte: "Dies ist ein
historischer Tag. Seit zehn Jahren suchen wir nach der Wahrheit und
nach den Schuldigen für unsere Verluste. Jetzt haben wir diese
Antwort bekommen."

Ellen Saracini, die Frau des United Airlines 175-Piloten Victor
Saracini, mit dessen Flugzeug die Entführer in den Südturm des World
Trade Centers flogen, sagte nach der Anhörung am vergangenen
Donnerstag: "Wir kommen gerade aus der Verhandlung von Richter
Daniel, der zugunsten derjenigen entschieden hat, die die
Verantwortlichen für die Anschläge vom 11. September zur
Verantwortung ziehen möchten... Ich habe nach oben gesehen und Victor
zugelächelt, und ihm gesagt, dass wir immer noch an ihn denken ...
für ihn da sind ... und es immer sein werden. Doch heute ist ein
besonderer Tag."

Im Fall Havlish, et al. gegen bin Laden, et al., kam Richter
Daniels zu dem Schluss, dass die Islamische Republik Iran, deren
oberster Staatsführer Ayatollah Ali Hosseini Khamenei, der ehemalige
iranische Präsident Ali Akbar Hashemi Rafsanjani und Irans Behörden
und Werkzeuge, wie unter anderem die Iranische Revolutionsgarde, das
iranische Ministerium für Geheimdienste und Sicherheit ("MOIS") und
die iranische Miliz Hisbollah alle Al Kaida materiell und in
sonstiger Weise vor und nach den Anschlägen des 11. September
unterstützt hatten.

"Die Familien haben lange auf diesen Tag gewartet und sie haben
eine Menge durchgemacht. Ich war daher sehr erleichtert, als ich
ihnen endlich eine Antwort auf die Frage geben konnte, die sie mir
schon vor zehn Jahren gestellt hatten: wer waren die
Verantwortlichen? Wie ist das geschehen? Heute hat ein
Bundesbezirksrichter gesagt, dass die Islamische Republik Iran
Hauptverantwortlicher ist", so Thomas E. Mellon, Jr. von Doylestown,
Pennsylvania, eine Anwaltskanzlei von Mellon Webster & Shelly, den
Anwälten der Havlish-Kläger.

Die Beweise wurden dank siebenjähriger internationaler
Untersuchungen durch die Havlish-Anwälte gefunden, die auf Anraten
der Kommission für den 11. September (9/11 Commission) Verbindungen
zwischen dem Iran, der Hisbollah und den Entführern des 11. September
verfolgt hatten. Dem ging die eigene Entdeckung in letzter Sekunde
der Kommission voraus, die bedeutende National Security Agency
("NSA")-Anrufe hörte: "Wir glauben, dass dieses Thema weiterer
Untersuchungen durch die US-Regierung bedarf." 9/11 Commission Report
(Untersuchungsbericht zu den Terroranschlägen am 11. September 2001),
S. 241. Die Havlish-Beweise enthalten Eide und eidesstattliche
Erklärungen folgender Personen:

        - Zehn Expertenzeugen, darunter drei ehemalige Mitglieder der
9/11
          Commission, zwei ehemalige CIA-Zuständige, zwei 
Investigativ-Journalisten sowie ein
          iranischer Analyst, der in 25 Fällen bezüglich iranischen 
Terrorismus ausgesagt
          hatte.
        - Drei iranische Überläufer, die Agenten der MOIS und der 
Revolutionsgarde
          wurden. Zeuge X, dessen dramatische Aussage zuvor 
versiegelt eingereicht wurde,
          stellte sich als Abolghasem Mesbahi heraus, ein früherer 
MOIS-Zughöriger, der für
          den Iran als Spion in Westeuropa tätig war. Richter Daniels
fand heraus, dass Mesbahi
          in zahlreichen Verfolgungen von iranischen und 
Hisbollah-Terroristen ausgesagt hatte,
          darunter auch der Mykonos-Fall in Deutschland und der AMIA 
-Fall in Argentinien, und
          sehr verlässlich und glaubwürdig sei. Richter Daniels 
würdigte auch Mesbahis
          Aussage, dass er im Sommer des Jahres 2001 interne 
Nachrichten der iranischen
          Regierung erhalten hatte, laut denen ein iranischer 
Notfallplan für unkonventionelle
          Kriegsführung gegen die USA mit dem Titel "Shaitan dar 
Atash" aktiviert worden sei.
          "Dies stellt einen beachtenswerten Beweis dafür da, dass 
der Iran in die
          Verschwörung des 11. September 2011 involviert war", sagte 
Tim Fleming, leitender
          Untersuchungsanwalt der Havlish-Gruppe.
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Zu den Ergebnissen von Richter Daniels in Havlish gehören die
folgenden:

        - Mitglieder der 9/11 Commission gaben zu Protokoll, der Iran
habe die
          Entführer unterstützt, indem er ihnen die Reise durch den 
Iran zu den
          Trainingslagern von Al Kaida in Afghanistan ermöglicht 
habe. Iranische Grenzbeamten
          liessen in den Pässen von 8 bis 10 der Entführer vom 11. 
September die Stempel weg,
          weil Beweise einer Reise durch den Iran verhindert hätten, 
dass die Entführer Visa
          in US-Botschaften im Ausland bekommen hätten und ihnen die 
Einreise in die
          Vereinigten Staaten verweigert worden wäre. Der Bericht der
9/11 Commission
          beschäftigt sich mit diesen Fakten und ruft zu weiteren 
Untersuchungen auf. 9/11
          Commission Report auf den Seiten 240-41.
        - Experten und Beweise der US-Regierung bestätigen ausserdem,
dass der Iran die
          Flucht von Al Kaida-Anführern und -Mitgliedern vor dem 
US-Einmarsch aus Afghanistan
          in den Iran unterstützt habe und ihnen im Iran nach dem 11.
September 2011
          Unterschlupf gewährt hatte.
        - Abolghasem Mesbahi gab an, er sei Teil einer Arbeitsgruppe 
des MOIS und der
          Revolutionsgarde gewesen, die Notfallpläne für 
unkonventionelle Kriegsführung gegen
          die USA mit dem Code-Name "Shaitan dar Atash" ("Satan in 
Flammen") entwarf, wozu auch
          die Entführung von Passagierflugzeugen zählte, die ins 
World Trade Center, das
          Pentagon und das Weisse Haus fliegen sollten. In den Wochen
vor dem 11. September 2011
          erhielt Mesbahi drei verschlüsselte Nachrichten aus dem 
Kern der Regierung des Iran,
          laut denen der Shaitan dar Atash -Plan aktiviert worden 
war.
        - Mesbahi gab weiterhin an, dass der Iran 2000 Scheinfirmen 
genutzt hatte, um an
          einen Flugsimulator einer Boeing 757-767-777 zum Training 
für die Terroristen zu
          kommen. Aufgrund von US-Handelssanktionen besass der Iran 
niemals eine Boeing
          757-767-777, doch alle entführten Flugzeuge am 11. 
September waren vom Typ Boeing 757
          oder 767.
        - Ein Memorandum vom 14. Mai 2001 von der iranischen 
Regierung zeigt, dass der
          oberste Staatsführer des Iran, Ayatollah Khamenei, über die
bevorstehenden
          Anschläge informiert war und dem Geheimdienst Befehle 
erteilte, um die bestehenden
          Kontakte mit Ayman al Zawahiri von Al Kaida und Imad 
Mughniyah von der Hisbollah
          einzuschränken.
        - Dokumente der deutschen Bundesanwaltschaft belegen, dass 
der Koordinator des
          11. September, Ramzi Binalshihb, im Januar 2001 durch den 
Iran nach Afghanistan
          reiste, um Osama bin Laden auf den neuesten Stand der 
Abläufe zu bringen.
        - Laut Beweisen aus dem Bericht der 9/11 Commission soll ein 
"führender
          Hisbollah-Aktivist", den die Havlish-Beweise als 
Hisbollah-Chefterrorist Imad
          Mughniyah identifizieren, Aktivitäten in Saudi-Arabien 
koordiniert haben und auf
          Flügen, die die Terroristen nach Beirut und in den Iran 
brachten, anwesend gewesen
          sein oder mitgeholfen haben. 9/11 Commission-Bericht auf 
Seite 240-41. Mughniyah, ein
          langjähriger Agent des Iran, inszenierte eine Reihe an 
Terroraktionen gegen die USA
          und Israel während der 1980er und 1990er Jahre. Er wurde im
Februar 2008 in Syrien
          umgebracht.
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Die Anwälte wiesen darauf hin, es sei wichtig, zu verstehen, dass
der Iran, die Hisbollah und Al Kaida in den frühen 90er Jahren eine
Terror-Allianz gegründet hatten. Die Anwälte zitierten ihre
nationalen Sicherheitskräfte und Geheimdienst-Experten, darunter Dr.
Patrick Clawson, Dr. Bruce Tefft, Clare Lopez, Kenneth Timmerman, Dr.
Ronen Bergman, Edgar Adamson und die Mitglieder der 9/11 Commission,
Dietrich Snell, Dr. Daniel Byman und Janice Kephart, ebenso wie die
veröffentlichten Schriften von Robert Baer, die erläuterten, wie die
pragmatischen Terrorchefs die Spaltung der Schiiten und Sunniten
überwunden hatten, um gegen die USA (den "Grossen Satan") und Israel
(den "Kleineren Satan") zu kämpfen. Der Iran und die Hisbollah
bildeten Al Kaida-Mitglieder unter anderem für die Zerstörung grosser
Gebäude aus. Die Allianz aus Iran, Hisbollah und Al Kaida führte zu
Terroraktionen gegen die USA mit der Sprengung der Khobar-Türme in
Saudi-Arabien (1996), den gleichzeitigen Bombardierungen der
US--Botschaften in Kenia und Tansania (1998) und der USS Cole (2000).
Kurz nach dem Cole-Angriff erleichterte der Iran den Entführern des
11. September das Reisen.

"Es war ein guter Tag. Ein bedeutender Tag, an dem die Wahrheit
endlich mit schwerwiegenden Beweisen vor Gericht zutage kam. Der
Richter erlaubte uns die Präsentation aller unserer Beweise, die wir
direkt oder unter Verschluss eingereicht hatten, er akzeptierte sie
und fällte ein Urteil zu unseren Gunsten", so Dennis Pantazis, einer
der Havlish-Anwälte. "Wir machen jetzt damit weiter, die Schäden
jeder einzelnen Familie zu beweisen", fügte er hinzu.

Der Fall heisst Fiona Havlish, et al gegen Usama Bin Laden, et al,
03-CV-9848 (GBD), und ist Teil des konsolidierten Verfahrens mit dem
Titel "In Re Terrorist Attacks on September 11, 2001" ("Betreff:
Terrorangriffe vom 11. September 2001"), Zivilverfahren Nr. 03 MDL
1570 (GBD).

Für ausführlichere Informationen, Hintergrund-Dokumente und Links
zum Broadcast-Qualitätsfilmmaterial, darunter auch Originaltöne der
Havlish-Anwälte und -Kläger, finden Sie auf der Webseite des Falls
unter http://www.Iran911case.com.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0004 2011-12-27 08:22 270822 Dez 11 PRN0002 1464



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Rückfragehinweis: Thomas E. Mellon,
Jr.,
Esq.,
+1-215-348-7700,
Timothy B. Fleming,
Esq,
+1-202-263-3683,
Dennis G. Pantazis,
Esq.,
+1-205-314-0500,
Walter
Batty,
Esq.,
+1-610-544-6791

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