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OTS0111   23. Dez. 2011, 15:25

Brosz: Pelinkas Wechsel erzeugt eine mächtig schiefe Optik

Fliegende Übertritte vom Stiftungsrat in das Unternehmen untersagen


"An sich wäre die Neubesetzung der Büroleitung des
ORF-Generaldirektors keine große Sache. Der Chef des größten
Medienunternehmens des Landes hat so wie alle Spitzenmanager
natürlich das Recht, seine engsten persönlichen Mitarbeiter selbst
auszuwählen. Die Bestellung des bisherigen SPÖ-Fraktionschefs im
Stiftungsrat erzeugt aber ein mächtig schiefe Optik", so der
Mediensprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Wrabetz schnallt sich mit der Ernennung Pelinkas einen Rucksack um.
Es wird beiden klar sein, dass das Agieren seines Büroleiters unter
besonderer öffentlicher Beobachtung stehen wird. Wrabetz wird gut
beraten sein, die Kompetenzen Pelinkas exakt festzulegen und darauf
zu achten, dass es zu keinen Überschreitungen kommt. Offene
parteipolitische Einflussnahme würde angesichts der kritischen
Stimmung im Hause wohl rasch das Licht der Öffentlichkeit erblicken",
so Brosz.

"Die Möglichkeit eines direkten Wechsels vom Stiftungsrat als
Aufsichts- und Wahlgremium in das Unternehmen sollte rechtlich
unterbunden werden. Unabhängig von der Qualifikation der Person wird
sich bei einem solchen Wechsel immer die Frage von Deals im
Hintergrund stellen", so Brosz. Er erinnert daran, das erst vor
kurzem der ehemalige ÖVP-Abgeordnete und Parteimanager Helmuth
Krieghofer auf Wunsch und Druck der ÖVP direkt vom Stiftungsrat auf
den Posten des Tiroler Landesdirektors wechselte.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0111 2011-12-23 15:25 231525 Dez 11 FMB0002 0216



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