• 23.12.2011, 14:08:56
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Blecha: Nur altersgerechte Arbeitswelt ermöglicht längeres arbeiten

Förder-Aus für unlukrative Grasser-Rente muss kommen

Wien (OTS) - "Alle reden vom höheren Pensionsantrittsalter.
Vorrangig ist dabei, dass es für Menschen über 50 Jahre geeignete
Jobs gibt!", erklärte Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha in
seiner Weihnachtsaussendung.

"Wir müssen die Arbeitswelt grundsätzlich verändern. Sie muss
altersgerecht werden, damit ältere Menschen überhaupt in der Lage
sein werden, länger zu arbeiten. Da sind in erster Linie die Betriebe
gefordert, altersgerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen, die nicht
krank machen", so Blecha. Dass "einseitig" die Arbeitnehmer durch
höhere Abschläge dafür bestraft werden, wenn Betriebe ihre älteren
Beschäftigten hinausmobben oder hinausschmeißen, ist für Blecha nicht
vorstellbar.

Förder-Aus für Grasser-Rente

Blecha begrüßt die Initiative von Staatssekretär Schieder, dass
für die unattraktive "Grasser-Rente" kein Steuergeld mehr
verschwendet wird. Blecha unmissverständlich: "Kein Sparpaket ohne
die Streichung der sinnlosen Subventionierung der
Privatpensions-Polizzen, die als "Grasser-Renten" traurige
Berühmtheit erlangt haben.

Kampf gegen Teuerung

Der Pensionistenverband hat sich ganz dem Kampf gegen die Teuerung
verschrieben. "Hier geschieht zu wenig, der Wirtschaftsminister als
oberster Hüter eines fairen Wettbewerbs unternimmt zu wenig. Alle
stöhnen unter den steigenden Preisen, vor allem bei Energie und
Lebensmitteln", so Blecha. Konkret fordert Blecha drastische und
rasche Preiskontrollen, vor allem auch um der Tatsache
entgegenzuwirken, dass ein und dieselben Produkte in deutschen
Supermärkten erheblich billiger sind als in Österreich. Blecha: "Alle
wissen, dass es einen 'Österreich-Aufschlag' gibt. Die Menschen
wollen endlich sehen, dass den multinationalen Lebensmittelerzeugern
und den heimischen Supermarktketten auf die Finger geschaut wird."

Zwt.: Finanzmarktregulierung

Der Pensionistenverbands-Präsident forderte auch ein Ende des
Wildwuchses bei den Bankspesen. "Die Banken holen sich permanent ein
Körberlgeld bei Überweisungen etc. und zocken, wo es nur geht, die
Leute ab. Damit muss Schluss sein!" Auch hier fordert Blecha ein
stärkeres Eingreifen der Behörden. "Auf europäischer Ebene sollen
zudem klare Regeln gegen Spekulation geschaffen werden. Dringend
notwendig ist die Trennung von normalen Geschäftsbanken und
Investmentbanken, das Verbot von Leerverkäufen von Wertpapiere und
der Derivatehandel. Notwendig sind Finanztransaktionssteuer und
Finanzmarktregulierung", so Blecha abschließend.

Rückfragehinweis:
Pensionistenverband Österreichs, Andy Wohlmuth
Tel.: 0664-48 36 138

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