• 23.12.2011, 09:53:16
  • /
  • OTS0025 OTW0025

Telekom Austria: Regierung, ÖIAG, AK und Gewerkschaft sind für den Erhalt des Staatsanteils.

TA-Belegschaftsvertretung begrüßt die gemeinsame Linie der Regierungsparteien und will den Staatsanteil verfassungsrechtlich festschreiben.

Wien (OTS) - Regierung, ÖIAG, Arbeiterkammer und Gewerkschaft
sprechen sich für den Erhalt des Staatsanteils (28,42 %) bei der
Telekom Austria aus. Rund um den Einstieg des Finanzinvestors Ronny
Pecik bei der TA werden die Stimmen gegen eine "unfreundliche"
Übernahme lauter. Pecik, der offiziell knapp 16 % der TA besitzt,
will weiter zukaufen. Gerüchteweise soll er sich bereits bis zu 29 %
der Telekom gesichert haben.

Die Regierung hat in den vergangenen Tagen unmissverständlich klar
gemacht, dass es keinen Verkauf von Staatsanteilen geben wird.
ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter bezeichnet die Übernahmeaktivitäten
von Pecik als "unfreundlich". Auch SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas
Schieder plädiert angesichts der Vorgänge bei der TA für eine
Verteidigung des Staatsanteils. Bereits Anfang Dezember hat
AK-Direktor Werner Muhm erklärt, dass die Telekom Austria eines der
wichtigsten Infrastrukturunternehmen Österreichs ist, und in einem
Interview mit der Wiener Zeitung vor einer drohenden Übernahme
gewarnt. Die Gewerkschaft und die Telekom Belegschaftsvertretung
haben in der Vergangenheit immer wieder auf die Wichtigkeit der TA
für den Wirtschaftsstandort Österreich hingewiesen. Auch ÖIAG-Chef
Markus Beyrer hat mehrmals verlautbart, dass er die ÖIAG als stabilen
österreichischen Kernaktionär sieht und die langfristige Beteiligung
an der Telekom Austria industriepolitisch notwendig und sinnvoll ist.

Die Telekom Belegschaftsvertreter bewerten die gemeinsame Linie
der beiden Regierungsparteien und die Äußerungen von ÖIAG und AK als
positive und richtige Signale. Zentralbetriebsrat Walter Hotz dazu: "
Am liebsten wäre mir, wenn der Bund die Anteile aufstocken würde,
damit die Kontrolle auch sicher im Land bleibt." Auch
TA-Holding-Betriebsrat Alexander Sollak spricht sich für einen
starken staatlichen Kernaktionär aus: " Wichtig ist, dass die
ÖIAG-Anteile nicht verwässert werden. Standort- und
sicherheitspolitisch ist ein starker öffentlicher Eigentümer sehr
sinnvoll."

Darüber hinaus fordern die Telekom Belegschaftsvertreter eine
"Privatisierungsbremse" bei wichtigen Infrastrukturbetrieben: "
Telekommunikation, Energie, Wasser und andere wichtige Bereiche
gehören gesetzlich abgesichert. In der Schweiz, aber auch in anderen
europäischen Ländern ist das ganz selbstverständlich. Der
Staatsanteil der Telekom Austria gehört daher auch in Österreich
verfassungsrechtlich verankert."

Rückfragehinweis:
Telekom Austria AG (Holding)
Mag. (FH) Alexander Sollak
Vorsitzender der Personalvertretung
mobile: +43 664 66 39138
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel