• 22.12.2011, 09:57:40
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Weihnachten und Silvester: gefährliche Feiertage für Tiere

VIER PFOTEN rät Tierhaltern zu besonderer Vorsicht

Wien (OTS) - Weihnachtsbaum, glänzende Kugeln, Lametta und
Kerzenschein - was uns festlich stimmt, kann für Heimtiere schnell
gefährlich werden. Dagegen lösen Knaller, Raketen und Co. am
Silvesterabend bei ihnen großen Stress aus. Heimtierexpertin Birgitt
Thiesmann von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gibt Tipps, wie
Heimtiere die Weihnachtstage sowie die Silvesternacht unbeschadet
überstehen können.

"Die Weihnachtsdekoration stellt für viele Hunde, Katzen,
Kleintiere und Vögel einen ganz besonderen Reiz dar. Gern wird sie
genau untersucht, beleckt oder benagt. Daher sollten nur ungiftige
und unzerbrechliche Artikel gewählt werden", rät Thiesmann. Auch der
Baumschmuck birgt viele Risiken: Von schnell splitternden Glaskugeln
und bleihaltigem Lametta ist dringend abzuraten. Tiergerechte
Alternativen sind dagegen Dekorationen aus Holz oder Stroh. Vorsicht
auch mit Wachskerzen: Bereits eine leichte Berührung des Baumes durch
das Tier kann zu einem Feuer oder zu Verbrennungen führen. Sicherer
für Mensch und Tier sind elektrische Lichterketten. Für Katzen und
lebhafte Junghunde ist der Weihnachtsbaum von besonderem Interesse -
Sprünge ins Astwerk sind keine Seltenheit. Ein schwerer, stabiler
Baumständer und ein sicherer Standort sind daher unerlässlich.
Grundsätzlich sollten Tiere niemals ohne Aufsicht in der Nähe des
Weihnachtsbaumes bleiben. "Besonders viele Verlockungen gehen von der
Festtagstafel aus. Essensreste wie splitternde Geflügelknochen oder
Fischgräten sollten unbedingt tiersicher entsorgt werden. Auch der
Verzehr von Schokolade ist eine Gefahr für Heimtiere: Fast alle
Sorten enthalten Theobromin, einen für Hunde und Katzen
lebensgefährlichen Inhaltsstoff", warnt die Heimtierexpertin.
Pflanzen wie zum Beispiel Misteln, Stechpalmen oder Weihnachtssterne
können bei Heimtieren zu schweren Vergiftungen führen, wenn sie
angeknabbert werden. Auch Duftöle oder Schneespray für die
Fensterscheiben werden von einigen Vierbeinern gern abgeleckt. Auch
sie können jedoch giftige Substanzen enthalten und gehören deshalb
nicht in die Reichweite von Tieren.

"Am Silvestertag sollten weder Hunde noch Katzen unbeaufsichtigt
nach draußen", warnt Birgitt Thiesmann. "Wenn sich die Tiere
erschrecken und davon laufen, finden viele nicht wieder nach Hause
zurück." Kleintiere, Katzen oder Vögel überstehen die Silvesternacht
am besten, wenn sie in einem ruhigen Zimmer mit geschlossenen und
verdunkelten Fenstern untergebracht werden. Hunde fühlen sich in der
Nähe ihrer Menschen am sichersten. Trotzdem sollten sie während des
Feuerwerks keinesfalls mit ins Freie genommen werden - die anhaltende
Knallerei ist für sie eine viel zu große Belastung. "Unseren
Heimtieren tun wir sicherlich den größten Gefallen, wenn wir
Silvester mit ihnen gemeinsam in vertrauter und ruhiger Umgebung
verbringen", rät Thiesmann. Beim Bleigießen sollten Heimtierhalter
darauf achten, dass ihr Tier nicht mit dem dafür verwendeten Wasser
in Berührung kommt, da dies schwere Bleivergiftungen hervorrufen
kann. Die Silvesterknallerei belastet auch die Tiere in Wald und
Flur. Daher sollten keine Feuerwerke an Waldrändern, -lichtungen oder
in Parkanlagen angezündet werden. Wer einen Beitrag zum Tier- und
Naturschutz leisten möchte, sollte auf Raketen und Feuerwerkskörper
ganz verzichten - das so gesparte Geld kann für sinnvolle Zwecke
eingesetzt werden.

Rückfragehinweis:
Anita Hauser
Programs AT
0664 848 55 65

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