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OTS0030   22. Dez. 2011, 09:25

Diakonie Katastrophenhilfe: Hungerkrise in Ostafrika noch lange nicht vorbei


In der Region um die äthiopische Hauptstadt Djibouti
und in Teilen Somalias hat es erneut viel zu wenig geregnet. Ein Ende
der seit Sommer 2011 akuten Hungersnot ist deshalb noch lange nicht
in Sicht. Der erste Regen nach der langen Trockenheit hat in Teilen
des Dürregebiets Ostafrikas zwar etwas Entspannung gebracht, er fiel
aber regional sehr unterschiedlich aus.

"Viele Menschen in der Region werden sich auch in den nächsten
Monaten noch nicht aus eigener Kraft versorgen können," betont Dagmar
Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe. "Um die Folgen der
Dürre zu bewältigen, brauchen die Menschen in den betroffenen
Gebieten bis weit ins nächste Jahr hinein unsere Unterstützung", so
Lassmann weiter.

Seit Monaten sind die Hilfskräfte der lokalen Partner der Diakonie
Katastrophenhilfe im Dauereinsatz, um das Überleben der hungernden
Menschen zu sichern. Zehntausende Dürreopfer haben in den letzten
Monaten lebensrettendes Trinkwasser, Medikamente, Nahrungsmittel
erhalten.

UN warnen: Schlimmste Hungerkrise seit den 90er Jahren

Die Vereinten Nationen warnen vor der schlimmsten Ernährungskrise
im Land seit den 90er Jahren. "Die Bevölkerung in Somalia leidet
zweifach: Unter der Dürre und dem andauernden Bürgerkrieg. 250.000
Menschen sind auch jetzt noch akut vom Verhungern bedroht", so
Lassmann.

Die anhaltende Gewalt und Unsicherheit erschwert die Arbeit der
Hilfsorganisationen. Fast täglich werden Bombenanschläge und Kämpfe
aus der Hauptstadt Mogadischu und anderen Landesteilen gemeldet.
Gleichzeitig fliehen weiter Tausende aus dem Bürgerkriegsland in die
Nachbarstaaten.

Somalische Partnerorganisationen der Diakonie können weiterhin helfen

"Die somalische Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe
ist unter den wenigen Organisationen im Land, die ihre Arbeit bis
jetzt fortsetzen können. Ihre strikte Neutralität und langjährige
Präsenz sichert ihnen die Akzeptanz und den Respekt aller lokalen
Autoritäten," berichtet Dagmar Lassmann.
Mit einer gewaltigen Kraftanstrengung ist es dem somalischen Team
gelungen, in den letzten Monaten mehr als 100.000 Menschen in
Banadir, Galguduud und Lower Shabelle mit Trinkwasser,
Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern zu versorgen. Allein von Juli
bis Oktober wurden mehr als 800 Tonnen Reis, Bohnen und Speiseöl
ausgeteilt.

"Bei den Verteilungen erhalten die Betroffenen Trinkwasser sowie
Rationen mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln für die Ernährung
einer sechsköpfigen Familie", erläutert Lassmann die Arbeit der
Diakonie Katastrophenhilfe. "In Galguduud wird die
Nahrungsmittelhilfe bis Mai für weitere 12.000 Menschen fortgesetzt."

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden!

Spendenkonto
PSK 23.13.300
BLZ 60.000
Kennwort: Somalia
Online Spende: http://www.diakonie.at/katastrophenhilfe

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OTS0030 2011-12-22 09:25 220925 Dez 11 DIK0001 0408



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