- 22.12.2011, 09:18:43
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ARBÖ: 2011 wird zum Rekordsteuerjahr für Autofahrer
MöSt, NoVA und motorbezogene Versicherungssteuer spülen knapp fünf Milliarden Euro in die Kassen der Finanzministerin
Wien (OTS) - Das zu Ende gehende Jahr 2011 wird zum automotiven
Rekordsteuerjahr: Finanzministerin Dr. Maria Fekter kann sich
aufgrund noch nie dagewesener Rekordeinnahmen durch die
Autofahrerinnen und Autofahrer die Hände reiben. "Eine derartige
Kostenbelastung hat es in diesem Bereich noch nie gegeben", so der
ARBÖ und rechnet vor: Allein drei Steuern - Mineralölsteuer (MöSt),
Normverbrauchsabgabe (NoVA) und motorbezogene Versicherungssteuer -
haben in den ersten zehn Monaten 5,1 Milliarden Euro in die Kassen
der Finanzministerin gespült. "Das sind um 417 Millionen Euro mehr
als im Vergleichszeitraum des Vorjahres", kritisiert
ARBÖ-Generalsekretärin Mag. Lydia Ninz und fordert einen
Belastungsstopp für Autofahrerinnen und Autofahrer.
Die saftige Erhöhung der MöSt gleich zu Beginn des Jahres (4,8
Cent bei Eurosuper und 6 Cent bei Diesel, inkl. MwSt.) brachte dem
Staat um sage und schreibe 326 Millionen Euro mehr an MöSt ein, als
2010. "Diese höhere Mineralölsteuer bekommen die Autofahrerinnen und
Autofahrer bei jedem einzelnen getankten Liter Sprit auch in Zukunft
zu spüren. Betroffen von dieser massiven Steuererhöhung sind vor
allem Pendlerinnen und Pendler, die für die Fahrt in die Arbeit auf
das Auto angewiesen sind. Zur hausgemachten MöSt-Erhöhung kamen 2011
noch massive Verteuerungen der Spritpreise durch die international
angezogenen Preise aufgrund der Rohölpreisentwicklungen: Eurosuper
verteuerte sich pro Liter im Schnitt um 15 Cent, Diesel wurde gar um
20 Cent im Vergleich zum Vorjahr teurer. In Kombination steuern auch
die Spritpreise 2011 auf einen neuen Rekord hin.
Die NoVA machte sich für den Staat ebenfalls bezahlt: Fekter
kassierte über 19 Millionen Euro mehr. Die NoVA ist eine
Sondersteuer, die bei der Neuzulassung eines Fahrzeuges in Österreich
anfällt und die es in dieser Form in ganz Europa nicht gibt. "Durch
das Bonus-Malus-System werden Autos mit höherem CO2-Ausstoss massiv
verteuert", fügt der ARBÖ hinzu. Ein ähnliches Bild bei der
motorbezogenen Versicherungssteuer, die gleichzeitig mit der
Versicherungsprämie einbezahlt werden muss: Hier flossen der
Finanzministerin stolze 72 Millionen Euro mehr zu als im
Vergleichszeitraum 2010.
Für das gesamte heurige Jahr rechnet der ARBÖ mit sechs Milliarden
Einnahmen allein durch diese drei Steuerarten. Als weitere
Belastungen für die Autofahrerinnen und Autofahrer kommen u.a. noch
höhere Mauten hinzu oder Mehrwertsteueranteile beim Kauf von Pkw,
sodass für 2011 mit automotiven Gesamteinnahmen von rund 12,4
Milliarden gerechnet werden muss.
Vergleich der Einnahmen aus MöSt, NoVA und motorbezogener
Versicherungssteuer 2010 und 2011:
(in Mio. Euro)
Jahr 2010 2011
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Mineralölsteuer ................ 2.942,4 3.268,3
Normverbrauchsabgabe ........... 379,4 398,7
motorbez. Versicherungsteuer ... 1.248,5 1.320,1
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