Ferkelschutzkorb bleibt - NÖ startet Investitionsoffensive
Schultes: Dank an Schweinhalter für Geduld in der Sache
St. Pölten (OTS) - Maximal 98 Tage pro Jahr im Ferkelschutzkorb
und sonst in Gruppenhaltung - auf diesen Kompromiss läuft nun die
zwischen Gesundheitsminister Stöger und Landwirtschaftsminister
Berlakovich "im Einvernehmen" zu erstellende neue Haltungsverordnung
für Zuchtsauen hinaus. Seit knapp einem Jahr verhandeln die Minister
unter dem Sperrfeuer veganer Organisationen über die Neuregelungen.
Am Mittwoch, 21. Dezember 2011, haben Stöger und Berlakovich einen
unterschriftsreifen Verordnungsentwurf präsentiert. Dieser soll per
1. Jänner 2013 in Kraft treten.
In einer ersten Reaktion zeigt sich NÖ Bauernbundobmann Hermann
Schultes erleichtert über die sich nun abzeichnende Lösung des
Problems. Schultes: "Die Bauern und die mit ihnen verbundenen
Wirtschaftssektoren brauchen Rechtssicherheit. Diese muss nun wieder
in dem für die Landwirtschaft und die Volksernährung wichtigen Sektor
der Schweinehaltung einkehren. Die langen Verhandlungen haben die
Geduld der Betroffenen arg strapaziert. Mein Dank gilt den Bauern und
Bäuerinnen, die in dieser schwierigen Situation ausgehalten haben und
die darüber hinaus mit Positivaktionen der Öffentlichkeit die
Wichtigkeit und den Wert der heimischen Produktion vermittelt haben."
Schultes dankte in diesem Zusammenhang auch NÖ Bauernbunddirektorin
Klaudia Tanner, die in Sachen Öffentlichkeitsarbeit das Thema "Das
beste Schnitzel kommt aus Österreich" erfolgreich kampagnisiert hat.
In der Sache würdigt Schultes den Einsatz von Bundesminister
Nikolaus Berlakovich. Dieser habe "Klarheit und Konsequenz für eine
marktorientierte und zukunftsfähige Positionierung der
österreichischen Schweinehaltung" bewiesen. Das Land NÖ, so der
Bauernbundobmann, werde mit einem Sonderinvestitionsprogramm in die
Offensive gehen. Damit soll den schweinehaltenden bäuerlichen
Betrieben die Überwindung des seit einem Jahr herrschenden
Stillstands beim Stallbau erleichtert werden. Hermann Schultes dankte
in diesem Zusammenhang NÖ Agrarlandesrat Stephan Pernkopf, der sich
für diese Offensive in der für Niederösterreich wichtigen
Ferkelproduktion besonders eingesetzt hat.
NÖ Bauernbund / Presse
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