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OTS0235   21. Dez. 2011, 17:01

Wlodkowski: Tragfähige Lösung für heimische Ferkelhaltung erreicht

Haltung im Ferkelschutzkorb wird auf rund ein Viertel des Jahres reduziert


"Mit dem Kompromiss bei der Zuchtsauenhaltung haben
unsere überwiegend kleinstrukturierten heimischen Schweinehalter
wieder eine Zukunftsperspektive. Alle bisher erreichten
Verbesserungen im Bereich des Tierschutzes als auch die fachlichen
Standards in Europa sind die Basis der neuen Verordnung. Einseitig
radikale Verschärfungen, verbunden mit zusätzlichen
Investitionskosten, und auch Importe von Billigfleisch aus jenen
Ländern, in denen es keine vergleichbaren Tierschutzregelungen so wie
bei uns gibt, können damit verhindert werden. Auch die
Investitionsblockade in den bäuerlichen Betrieben, ausgelöst durch
die intensive Tierschutzdiskussion der letzten Monate, wurde somit
gelöst und Österreichs Schweinezüchter können wieder investieren,
weil sie nun sichere Rahmenbedingungen haben", begrüßt Gerhard
Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, den Kompromiss zwischen
Landwirtschafts- und Gesundheitsminister betreffend der Zuchtsauen-
und Ferkelhaltung in Österreich.

Endlich Kompromiss erreicht

Die Einigung der beiden zuständigen Minister trifft auch die
Erwartungen der Bevölkerung voll und ganz. Denn laut neuester
Oekonsult-Umfrage zum Thema Schweinehaltung in Österreich erwarten
sich rund 81% der befragten Bürger von Tierschutzminister Stöger und
Landwirtschaftsminister Berlakovich eine Lösung für die
Schweinehaltung, die dem Tierschutz gerecht wird, ohne die Existenz
der österreichischen Bauern aufs Spiel zu setzen.

"Im nun vorliegenden Kompromiss wurde für alle
Schweinezuchtbetriebe festgelegt, dass die Muttersauen maximal fünf
Wochen im Ferkelschutzkorb verbringen dürfen. Nach Schweden ist
Österreich nun das zweite EU-Land, das so weitreichende Schritte mit
konkreten Enddaten in der Schweinezucht festlegt. Ab 2013 müssen alle
Neu- und Umbauten von Schweineställen wesentlich höhere Standards
bringen. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte 'Deckzentrum'. Die
Haltung im Ferkelschutzkorb wird künftig auf rund ein Viertel des
Jahres reduziert", so Wlodkowski weiter.

Wie berichtet, gibt es für die ersten Wochen nach dem Abferkeln
zur Fixierung der Sau den sogenannten Ferkelschutzkorb, damit ganz
junge Ferkel nicht von der Muttersau in der Säugephase erdrückt
werden und das Betriebsmanagement leichter wird. Die durch den
Ferkelschutzkorb vorübergehende Bewegungseinschränkung der Zuchtsau
kurz vor und nach der Geburt rettet laut Expertenschätzung allein in
Österreich bis zu 500.000 Ferkel pro Jahr. "Auf diese Weise werden
die Geburts- und Erdrückungsverluste der Ferkel so substanziell
reduziert, dass die zeitliche Bewegungseinschränkung der Muttersauen
in der internationalen Nutztierhaltung auch aus ethologischer Sicht
als vertretbarer Kompromiss angesehen wird", stellte Wlodkowski
abschließend fest.
(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0235 2011-12-21 17:01 211701 Dez 11 AIM0001 0382



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