• 21.12.2011, 14:01:03
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AK: Hochschulplan darf kein Hürdenplan sein!

Tumpel verlangt mehrjähriges Strategie- und Finanzierungskonzept für Hochschulsektor auf Basis konkreter Daten - Vage Absichtserklärungen und "Insider-Gremium" zu wenig

Wien (OTS) - "Die zusätzlichen Finanzmittel für den
Hochschulbereich sind erfreulich. Es fehlt allerdings nach wie vor
ein Hochschul-Ausbauplan mit konkreten Verbesserungen für
berufstätige und sozial schwächere Studierende", reagiert AK
Präsident Herbert Tumpel auf Wissenschaftsminister Töchterle. "Dass
der Hochschulplan in der Praxis nur zu zusätzlichen Hürden für
Studierende wie Zugangbeschränkungen und Studiengebühren führt - das
darf nicht sein", sagt Tumpel. Er ist vehement dagegen, dass die
Hochschulen die Zahl der Studierenden und die Studiengebühren autonom
festlegen sollen. "Hochschulbildung ist ein gesellschaftliches
Anliegen. Es geht um die Bildungs- und Berufschancen von jungen
Menschen", so Tumpel.

"Ein österreichweiter Hochschulplan wurde schon mehrfach
angekündigt. Jedoch wur-den die dafür notwendigen Ist-Zahlen und
konkrete, überprüfbare Ausbauschritte zur Zahl der Studienanfänger
sowie zur Verbesserung der Studienbedingungen noch immer nicht
vorgelegt", kritisiert Tumpel. Eine klare Absage erteilt die AK
Studiengebühren und Zu-gangsbeschränkungen.

Konkret verlangt die AK:

+ Das Wissenschaftsministerium muss konkrete Daten zu den derzeitigen
Studienkosten vorlegen. Nur so kann geklärt werden, welchen
Finanzbedarf die Unis haben.

+ Der Hochschulplan muss gesellschaftliche Zielsetzungen enthalten,
wie etwa einen Ausbauplan für berufsbegleitende Studien und Maßnahmen
zur besseren Vereinbarkeit von Studium und Beruf.

+ Der FH-Sektor muss deutlich ausgebaut werden.

+ Beim Hochschulplan müssen die Sozialpartner eingebunden werden -
aber auch andere Vertreter wie zum Beispiel die
HochschülerInnenschaft. Ein "Insider-Gremium" nur aus Vertretern der
Hochschuleinrichtungen und des Wissenschaftsministeriums jedenfalls
ist zu wenig.

+ Der Hochschulplan muss auch mit dem Unterrichtsministerium wegen
der LehrerInnen-ausbildung abgestimmt werden.

+ Außerdem müssen die Stipendien umfassend reformiert werden. Es
müssen ausrei-chende Stipendienhöhen und eine Ausweitung des
BezieherInnenkreises festgelegt wer-den.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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