Zwischenbilanz: Wiener Weihnachtsgeschäft auf Rekordniveau des Vorjahres
Letzte Woche: Late-Shopper als Turbo für Weihnachtsgeschäft - Wiener Handel rechnet mit Umsatzplus von 1,5 Prozent - Geschäft mit Lederwaren, Uhren & Schmuck lief bisher am besten
Wien (OTS) - "Konsumentenfrequenz und Umsatz haben sich
kontinuierlich gesteigert und erreichten am 4. Einkaufssamstag ihren
bisherigen Höhepunkt. Derzeit liegen wir auf dem Rekordumsatzniveau
vom Vorjahr - bis Ende Dezember rechnen wir mit einem Plus von rund
1,5 Prozent bzw. einem Gesamtumsatz von 365 Mio. Euro", sagt Brigitte
Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Mit durchschnittlich
370 Euro geben die Wiener mit Abstand am meisten für
Weihnachtsgeschenke in Österreich aus.
Kontinuierliche Umsatzsteigerungen
Am 4. Einkaufssamstag waren mit 850.000 Menschen um 25 Prozent mehr
Kunden in den Wiener Einkaufsstraßen unterwegs als am 1.
Einkaufssamstag. Noch stärker stiegen die Umsatzzahlen: So lag der
Umsatz am 4. Samstag um 70 Prozent höher als zu Beginn der
Adventzeit. "Wir rechnen damit, dass das Weihnachtsgeschäft diese
Woche noch kräftig Fahrt aufnimmt - speziell der 23. Dezember, der
heuer auf einen Freitag fällt, wird von vielen Late-Shoppern zum
Einkaufen genutzt werden", sagt Jank.
Weihnachtsgeschäft nach Branchen
Am besten verlief das bisherige Wiener Weihnachtsgeschäft für den
Handel mit Lederwaren und die Juweliere. Beide Branchen bilanzieren
derzeit mit einem Umsatzplus von 7 Prozent im Vergleich zum
Vorjahresgeschäft. Bekleidung, Kosmetika und Möbel verzeichnen ein
Plus von rund 2 Prozent, Papier & Bücher sowie der Handel mit
Elektronik erreichen das hohe Vorjahresniveau. Nach einem kalten
Dezember und viel Schnee im Vorjahr liegen der Sportartikel- und der
Schuhhandel in diesem Jahr im Weihnachtsgeschäft noch leicht hinter
den Erwartungen. Das Ergebnis in diesen Branchen sollte sich aber bis
Ende Dezember noch verbessern.
Silberschmuck als Renner
Die Renner im diesjährigen Wiener Weihnachtsgeschäft sind im
Schmuckhandel Uhren und Silberschmuck - Goldschmuck ist heuer weniger
gefragt. Bei den Büchern werden Kinder- und Sachbücher bzw.
Belletristik gekauft. Bei den elektronischen Produkten führen
TV-Geräte und Kaffeemaschinen die Hitliste an, während elektrische
Haushaltsgeräte als Weihnachtsgeschenke unbeliebt sind. Im
Spielwarenhandel setzen die Konsumenten auf klassische Produkte von
Lego und Playmobil. Über alle Branchen hinweg werden
Einzelhandelswaren aus dem mittleren Preissegment am häufigsten
gekauft - 64 Prozent der Weihnachtsgeschenke kommen aus dieser
Preisklasse.
Frequenzbonus Weihnachtsmarkt
Einen Bonus haben Geschäftsstraßen in unmittelbarer Nähe zu
Adventmärkten. Denn viele Konsumenten entspannen nach dem
Weihnachtseinkauf bei Punsch und Lebkuchen. Die Wiener Adventmärkte
dürfen sich heuer über 1,25 Millionen Wiener freuen, die im Schnitt
dreimal einen Weihnachtsmarkt besuchen. Rechnet man die Gäste aus den
Bundesländern und dem Ausland dazu, werden die Wiener Adventmärkte
heuer rund 7,8 Millionen Mal besucht. Für nahe liegende
Einkaufsstraßen bedeutet das natürlich einen wichtigen Frequenzbonus.
Martin Sattler
Presse & Medienmanagement
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