- 21.12.2011, 12:53:58
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Jugendbeschäftigung, Qualifizierung, Facharbeit
Land und AMS fixieren arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte 2012
Bregenz (OTS/VLK) - Jugendbeschäftigung fördern, Hilfe beim
Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt für Menschen mit
Qualifikationsproblemen, Maßnahmen zur Behebung des Fachkräftebedarfs
- das sind die wichtigsten arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkte, die
Land Vorarlberg und AMS im kommenden Jahr setzen.
Land und AMS stellen dafür knapp 20 Millionen Euro zur Verfügung,
informierten Landeshauptmann Markus Wallner, Landesstatthalter
Karlheinz Rüdisser und AMS-Chef Anton Strini beim Pressegespräch am
Montag (21. Dezember) im Landhaus. Die schon bisher ausgezeichnete
Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Zum Vergleich: 2011 waren es rund 17
Millionen Euro.
AMS-Chef Strini zog eine positive Bilanz über das ablaufende Jahr
2011: "Die Zahl der Beschäftigungslosen ist im Jahresvergleich um
knapp 16 Prozent gesunken." Für das Jahr 2012 erwarten die
Wirtschaftsforscher zwar wieder eine Eintrübung der wirtschaftlichen
Entwicklung mit entsprechenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt,
aber "mit den heute fixierten Maßnahmen stellen AMS und Land
Vorarlberg die entsprechenden Weichen, um dieser Entwicklung
bestmöglich entgegen zu treten," betonte Strini.
Drei arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte
Land und AMS Vorarlberg haben drei arbeitsmarktpolitische
Schwerpunkte fixiert - 70 Prozent der Kosten übernimmt in der Regel
das AMS, 30 Prozent werden vom Land getragen.
Beibehaltung eines ausreichenden Maßnahmenangebotes für
Jugendliche: "Wir halten an der Beschäftigungs- und
Ausbildungsgarantie fest, wonach jeder Jugendliche im Alter von 15
bis 25, der länger als drei Monate ohne Arbeit ist, innerhalb der
nächsten drei Monate eine Beschäftigung oder eine
Ausbildungsmöglichkeit erhält," betonte Landeshauptmann Wallner. Die
Unterstützungsangebote für Jugendliche sind vielseitig und zahlreich:
Überbetriebliches Ausbildungszentrum (für 150 Jugendliche),
Überbetriebliche Lehrgänge nach dem BAG (200 Jugendliche) - LSth.
Rüdisser: "eine Art Schnupperlehre auf ein Jahr", Produktionsschulen
Bregenz und Bludenz (Vorbereitung auf die Lehrlingsausbildung,
Nachholen des Hauptschulabschlusses für rund 160 Jugendliche),
Bewerbungscoaching, Brücke zur Arbeit und JobHouse.
Für diesen arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkt werden für über
2000 Jugendliche insgesamt gut 8,6 Millionen Euro eingesetzt,
informiert Landesstatthalter Rüdisser: "Daneben wird die Finanzierung
für niederschwellige Beschäftigungsprojekte wie Job Ahoi!, Startbahn
Feldkirch und Bludenz sowie Werkstadt Bregenz vom Land auch für das
Jahr 2012 sichergestellt." Diese Kosten im Ausmaß von 1,2 Millionen
Euro werden zur Gänze vom Land übernommen.
Arbeitsmarktpolitische Projekte für vom Strukturwandel betroffene
Arbeitnehmer: Hilfe für psychisch und physisch beeinträchtigte
Personen oder solche, bei denen aufgrund ihres fortgeschrittenen
Alters oder niedriger Qualifikation Arbeitslosigkeit befürchtet
werden muss. Die Hilfsmaßnahmen umfassen insbesondere die
"Arbeitsstiftung Vorarlberg" (100 Stiftungsplätze), für Arbeitnehmer,
die von Insolvenzen oder Betriebseinschränkungen betroffen sind und
deren Arbeitsmarktchancen durch Qualifizierung verbessert werden
können sowie Beschäftigungsprojekte für mindestens 650 betroffene
Langzeitarbeitslose. Neu hinzugekommen sind Arbeitsprojekte für
Empfänger der Mindestsicherung und für Langzeitarbeitslose mit dem
Ziel, Arbeitsplätze mit niedrigen Qualifikationsanforderungen
anbieten zu können. "Für diesen arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkt
werden für rund 775 betroffene Arbeitslose knapp 8,9 Millionen Euro
eingesetzt", informierte der Landeshauptmann.
Fachkräftemangel: Unabhängig von der konjukturellen Entwicklung
wird die Nachfrage nach Fachkräften kaum abnehmen. Mit Hilfe von
Projekten wie dem Kooperationsprojekt "Aufstieg", der Vorarlberger
Pflegestiftung, Fachkursangeboten des AMS oder der Vorarlberger
Branchenstiftung "Metall-Elektro" erhalten Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer die Möglichkeit sich besser zu qualifizieren - dies
kommt auch der heimischen Wirtschaft zu Gute.
Rückfragehinweis:
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