• 21.12.2011, 10:20:30
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Der Schiedsrichter aus der Türkei und die Trainerin aus Bosnien?

Graz (OTS) - Migrant/innen sind wichtige Leistungsträger in den
heimischen Sportorganisationen, aber häufig noch unterrepräsentiert.
Das Mentoring-Projekt des Österreichischen Integrationsfonds
"Mentoring im Sport" schafft Abhilfe.

Hemmschwellen abbauen

Qualifizierte Trainer/innen, Schiedsrichter/innen oder
Funktionär/innen sind in Österreichs Sportorganisationen immer
willkommen. Migrant/innen bringen oft aus ihren Herkunftsländern
Erfahrungen aus Sportorganisationen mit, sind sich aber noch selten
in heimischen Sportvereinen vertreten. Das Integrationszentrum
Steiermark des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) startet
deshalb das innovative Projekt "Mentoring im Sport". Unterstützt wird
der ÖIF vom Sportministerium, der Diözesansportgemeinschaft
Steiermark und der Sportunion Steiermark.

"Die SPORTUNION Steiermark möchte beim Abbau von Hemmschwellen
sowohl auf Seiten der Migrant/innen und wie auch auf Seiten des
organisierten Sports in Österreich helfen, damit gegenseitige
Kontakte, Netzwerke und Benefits zum Wohle einer interkulturellen
Sportlandschaft entstehen", erklärt Christian Jopp von der Sportunion
Steiermark.

Mentor/innen führen in die Vereinswelt ein

Menschen, die bereits in ihren Herkunftsländern aktiv in
Sportorganisationen tätig waren, arbeiten vier Monate mit erfahrenen
Persönlichkeiten aus dem steirischen Sport, so genannten
Mentor/innen, zusammen. Sie lernen den österreichischen Sportalltag
mit Trainings, Wettkämpfen und organisatorischen Aufgaben kennen.
Mentor/innen können durch den Kontakt mit ihren Mentees Erfahrungen
austauschen und ihre interkulturellen Fähigkeiten erweitern. "Von
diesem Austausch profitieren beide Seiten: Mentees bringen ihre
Erfahrungen und Sicht von außen ein und profitieren im Gegenzug von
den bestehenden Netzwerken der Mentor/innen" so Veronika Thanner,
Leiterin des Integrationszentrums Steiermark und selbst ehemalige
Spitzensportlerin.

Gemeinsam erfolgreich

Als Mentees kommen vor allem interessierte Hobbysportler/innen
sowie Personen in Frage, die in ihrem Herkunftsland bereits als
Trainer/innen, Funktionär/innen oder Schiedsrichter/innen tätig
waren. Eine Teilnahme ist bereits ab dem Alter von 17 Jahren möglich.

"Das Gesellschaftsleben im urbanen Raum wird in Zukunft immer
interkultureller werden, vor dieser Tatsache dürfen wir nicht unsere
Augen schließen. Je schneller wir es schaffen, diese Situation
anzunehmen - und hier gehört auch die Eingliederung von Migranten in
unsere Sportvereine und somit auch in unser Freizeit dazu - desto
harmonischer und bunter wird das Zusammenleben verschiedener Kulturen
werden", betont Bernd Kindermann von der DSG Steiermark.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Integrationsfonds
   Integrationszentrum Steiermark
   Mag. Veronika Thanner 
   Reitschulgasse 19, 8010 Graz
   mailto:[email protected] 
   Tel:+43 (0) 316 / 841720 - 110    
   
   Sportunion Steiermark
   Mag. Christian Jopp
   Gaußgasse 3, 8010 Graz     
   Tel: +43 (0)316 / 324 430
   mailto:[email protected] 
   
   Diözesansportgemeinschaft Steiermark
   Mag. Bernd Kindermann
   Bischofsplatz 4, 8010 Graz
   Tel: +43 (0)316 / 8041 - 238
   mailto:[email protected]

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