OTS0191 / 20.12.2011 / 14:32 / Channel: Politik / Aussender: ÖVP Bundesparteileitung
Stichworte: EU / EU-Austritt / EVP / Europa / Karas / Volksbegehren / ÖVP


Karas: Wer EU-Austritt propagiert schadet bewusst Österreich


   Utl.: Situation ist politisch und wirtschaftlich zu 
fragil für PR-Gags =
    Brüssel, 20. Dezember 2011 (OTS) "Das 
verantwortungslose Spiel mit oberflächlichen Schlagworten 
schadet Österreich", sagte der Leiter der ÖVP-Delegation 
im Europäischen Parlament, Othmar Karas, in einer ersten 
Reaktion auf die Initiative für ein EU-Austritts-
Volksbegehren in Österreich. "Die EU, der europäische 
Binnenmarkt und der Euro sind wesentliche Eckpfeiler für 
den Wohlstand, den wir uns in den letzten Jahren in 
Österreich und der EU erarbeitet haben, und für den 
Frieden, den wir uns gemeinsam gesichert haben. Wer so 
tut, als ob Österreich irgendetwas gewinnen könnte, wenn 
wir uns isolieren und die Gemeinschaft verlassen, handelt 
verantwortungslos", so Karas. Die eigentliche Frage sei, 
"was tun wir, damit Österreich in der EU seine 
Verantwortung verstärkt wahrnimmt und wie können wir 
gemeinsam die EU in der Welt stärken". **** 
    Karas fordert, dass das Jahr 2012 endlich ein Jahr 
der Wahrhaftigkeit in der Europapolitik werden müsse. 
"Wenn Europa in Zukunft global noch irgendeine Rolle 
spielen soll, wenn wir unseren Wohlstand in Europa nicht 
dramatisch verlieren wollen, dann müssen wir jetzt einen 
Quantensprung zu einem viel stärkeren Zusammenschluss der 
EU machen", so Karas. Zulange habe man auch in Österreich 
so getan, als sei die EU "bloß ein gutes Instrument, um 
ein paar Wirtschaftprojekte voranzutreiben". Es sei aber 
unehrlich, eine gemeinsame Währung zu befürworten, 
gleichzeitig aber keine gemeinsame Haushaltspolitik zu 
wollen. "Mit der alten Argumentation muss jetzt Schluss 
sein: Offene Grenzen ja, aber bloß keine gemeinsame 
Migrations- und Arbeitsmarktpolitik! Gemeinsame 
Außenpolitik ja, aber keinesfalls auf die eigene 
Sonderrolle verzichten! Massiv vom Außenhandel 
profitieren, aber sich selbst als "Nettozahler" 
bezeichnen! Gemeinsame Entscheidungen und Institutionen 
auf EU-Ebene ja, aber bloß kein Abbau der Strukturen und 
Verwaltung im Inland!" Diese Inkonsequenz der Politik sei 
der Nährboden für "Populisten, die mit einfachen Parolen 
auf Stimmenfang gehen wollen", sagte Karas abschließend.
Rückfragen: Mag. Othmar Karas, MEP, Tel.: +32-2-284-5627 
(othmar.karas@europarl.europa.eu)
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-
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