- 20.12.2011, 13:10:34
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So pflegt Vorarlberg
LH Wallner und LR Schmid präsentierten Schwerpunkte und Vorhaben im Jahr 2012
Bregenz (OTS/VLK) - Bei der Weiterentwicklung der Pflege und
Betreuung ist Vorarlberg gut gerüstet, betonten Landeshauptmann
Markus Wallner und Soziallandesrätin Greti Schmid am Dienstag (20.
Dezember) im Pressefoyer: "Unter dem Motto 'Hinschauen und Helfen'
arbeitet das Land Vorarlberg seit Jahren gezielt daran, dort
Unterstützung zu bieten, wo Hilfe notwendig ist."
"Über 90 Prozent der Menschen haben den Wunsch, zu Hause in ihrem
gewohnten Umfeld alt werden zu können. Das ist ein Auftrag an alle
Pflege- und Betreuungseinrichtungen und an die Politik", sagte LH
Wallner: "Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, den Menschen, die
es brauchen, auch in Zukunft bestmögliche Pflege und Betreuung zu
bieten." Dank eines hohen Maßes an Familiensolidarität, des
flächendeckend ausgebauten Pflege- und Betreuungsnetzes und einer
hohen Bereitschaft zur Kooperation im ambulanten und stationären
Bereich und in den Gemeinden seien die Voraussetzungen in Vorarlberg
gut, so Landesrätin Schmid.
Angebotssteuerung und Fallmanagement
Gemeinsam mit dem Gemeindeverband und mit finanzieller
Unterstützung aus dem Pflegefonds des Bundes wurden weitere wichtige
Entwicklungsschritte gesetzt - die Landesrätin listete sie auf:
- Regionaler Masterplan: Unter dem Grundsatz des Vorranges der
ambulanten vor der stationären Pflege und Betreuung wird die
Regionalisierung der Entwicklungsplanung vorangetrieben.
- Über ein Care Management (Angebotssteuerung) sollen die notwendigen
Angebote sichergestellt und alle Einrichtungen der ambulanten,
stationären und teilstationären Altenpflege einschließlich der
Gemeinden miteinander vernetzt werden. Wo noch nicht vorhanden, soll
eine Trägerorganisation (Sozialsprengel) geschaffen werden, bei der
das Care Management angesiedelt wird. Dadurch wird sichergestellt,
dass es einen laufenden Austausch zwischen den Gemeinden und den
Anbietern von Betreuungs- und Pflegediensten in einer Region gibt.
Schmid: "Wir verfolgen dabei das Ziel, dass dem Bedarf der
Pflegebedürftigen entsprechend, alle relevanten ambulanten,
teilstationären und stationären Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten
zur Verfügung stehen."
- Im Rahmen des Case Management (Fallbegleitung) wird sichergestellt,
dass Menschen, die Betreuung und Pflege benötigen, eine Anlaufstelle
haben. "Pro Region wird ein sogenannter 'Kümmerer' eingesetzt",
erklärte die Landesrätin. Der Pflegebedürftige bzw. deren Angehörige
sollen somit in ihrer Gemeinde bzw. Region eine qualifizierte
Beratung erhalten und wenn nötig konsequent weitervermittelt bzw.
weiter begleitet werden. Derzeit beteiligen sich bereits 15 Regionen
(das sind 55 Gemeinden) an dieser Entwicklung. Die Kosten dafür
bezifferte die Landesrätin mit rund 700.000 Euro pro Jahr.
Eine große Rolle spielt auch die direkte Unterstützung der
pflegenden Angehörigen wie der Pflegezuschuss des Landes, Urlaub von
der Pflege und die Förderung der 24-Stunden-Betreuung. Im Jahr 2010
erhielten 15.785 Personen ein Pflegegeld, insgesamt 11.725 Personen
wurden von der Hauskrankenpflege und den Mobilen Hilfsdiensten
betreut. Aktuell gibt es 2.216 Pflegeplätze in den 50 Vorarlberger
Pflegeheimen.
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