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Neues Volksblatt: "Weltfremd" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 20. Dezember 2011
Linz (OTS) - Wenn es ums Geld geht, agiert die SPÖ in der kleinen
Welt des Salzkammergutes nicht anders als in der großen Welt der
Republik - nämlich weltfremd.
Der mit roten Funktionären durchsetzte Salzkammergut-Konsum wurde
abgewirtschaftet, bei einer Quote von fünf Prozent schauen die
Gläubiger mit ihren Forderungen ziemlich durch die Finger. Und jetzt
jubeln die Genossen auch noch, dass viele Genossenschafter aus ihrer
Haftungspflicht entlassen sind. Das ist erfreulich für die
Betroffenen, denn sie haben wirklich oft nur das Nötigste zum Leben.
Aber dass sich jene zu Wohltätern aufspielen, die vorher die
wirtschaftliche Misere zu verantworten hatten, ist ein starkes Stück.
Aber nach Ansicht der SPÖ-Strategen ist es nun einmal gerecht, eine
gewisse Klientel zur Kasse zu bitten. Die "Gutverdiener", die
"Unternehmer", die "Großgrundbesitzer": sie alle haben so viel Geld
zu viel, dass sie den Staatshaushalt sanieren können - suggeriert die
SPÖ. Lieber zerbricht man sich den Kopf über Steuerideen als darüber,
das Geld der Steuerzahler effizienter einzusetzen. Doch es ist
realitätsfern zu glauben, dass ein paar Reiche die Kohlen aus dem
Feuer holen werden. Will man an so viel "Kohle" wie die SPÖ, wird der
Mittelstand bluten - alles andere ist weltfremd.
Rückfragehinweis:
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