• 19.12.2011, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Fekter macht unsicher"

Ständig neue Sparzahlen zu nennen, ist verantwortungslos.

Wien (OTS) - Die Journalisten in Brüssel lieben Maria Fekter -
weil sie, im Gegensatz zu ihren Amtskollegen, nicht schweigt oder
eiert. Sie macht im Ausland das, was sie im Inland stets praktiziert
hat: frei von der Leber reden. Das mag mitunter erfrischend und
erhellend sein, ihre Aussagen zum Staatshaushalt sind das nicht. Da
preist Fekter ihr Budget für das kommende Jahr als "starkes Signal an
die Finanzmärkte" - um kurz darauf zu verkünden, dass darin
"deutlich über zwei Milliarden" fehlen. Daraufhin rücken der
SPÖ-Kanzler und sein ÖVP-Vize zur Klarstellung aus: Zwei Milliarden
müssten 2012 hereingebracht werden. Fünf Tage später brüskiert Fekter
die beiden, indem sie die Summe revidiert: 2,8 Milliarden seien
gefragt. Wieder ist Parteifreund Spindelegger in Erklärungsnot.
Fekter dürfte noch nicht verinnerlicht haben, dass sie nicht als
"Schotter-Mitzi" spricht. Sie ist die oberste Finanzerin der
Republik. Als solche sollte sie sorgfältig rechnen, sich mit den
Regierungskollegen akkordieren, dann an die Öffentlichkeit gehen.
Fekter moderiert kein Zahlenlotto; sie hat ein Sparpaket zu befüllen.
Den Bürgern ist bang wegen dem, was auf sie zukommt. Sie brauchen
Aufklärung, keine Verunsicherungsministerin.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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