Wlodkowski: SPÖ-Belastungslawine vernichtet Bauerneinkommen
SP-Vorschläge gehen von falschen Annahmen aus
Wien (OTS) - "Die SPÖ-Belastungslawine ist ein Frontalangriff auf
200.000 österreichische Bauernfamilien, wie es ihn bisher nicht nicht
gegeben hat. Die Bauern sollen nicht nur voll und ganz jene
Sparmaßnahmen mittragen, die jeden Österreicher treffen werden, ihnen
sollen nach dem Willen der SPÖ noch extra Millionen-Beträge
abgenommen werden. Dabei geht die SPÖ von Grundlagen aus, die
einerseits aus der Luft gegriffen sind und andererseits die heimische
Landwirtschaft im freien EU-Markt schwerstens benachteiligen würden.
So will die SPÖ das Arbeitsgerät der Bauern, die Traktoren, mit EUR
110 Mio. besteuern, sie will eine Zusatzsteuer auf Düngemittel, auch
Schnaps und Fett sollen besteuert werden. Wir werden uns mit allen
Mitteln gegen dieses Bauern-Vernichtungsprogramm zur Wehr setzen",
erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zu den
jetzt bekannt gewordenen Steuerplänen der SPÖ.
Pauschalierung hat sich bewährt
"Es ist erstaunlich, dass ein Staatssekretär des
Finanzministeriums die Abschaffung der Pauschalierung verlangt,
obwohl er ganz genau weiß, dass dieses Instrument den Bauern und der
Finanz sparen hilft. Mit der Abschaffung wird zwar kein Cent Steuern
mehr bezahlt werden, weil die überwiegende Anzahl der bäuerlichen
Einkommen auch bei einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung die Steuergrenze
nicht erreichen wird, doch die Kosten für den einzelnen Bauern und
den Staat werden steigen. Wie hier die SPÖ auf EUR 300 Mio. Plus
kommt, ist selbst unabhängigen Experten ein absolutes Rätsel. Und die
höhere Besteuerung von Grund und Boden ist - mit Ausnahme der
Spekulationsgewinne, über die wir bereit sind, zu reden - ebenfalls
nichts anderes als ein Bauern-Belastungsprogramm. Denn die Landwirte
leben nicht vom Verkauf ihrer Äcker oder Wiesen, sondern vom Ertrag,
den sie dort erwirtschaften", ergänzte Wlodkowski.
"Was der Grund für diesen Angriff auf den Bauernstand ist, kann
nur vermutet werden, im sachlichen Bereich ist er jedenfalls nicht zu
finden. Denn weder die Abschaffung der Pauschalierung noch die
Kfz-Steuer für bäuerliche Arbeitsgeräte, die auf Traumziffern beruht,
und schon gar nicht die Düngemittelabgabe bringen dem Staat das, was
die SPÖ vorgibt zu erwarten. Denn sie kosten im Umweg der
Allgemeinheit mehr als sie bringen, sie vernichten Arbeitsplätze im
ländlichen Raum und verursachen Mehrkosten für alle Steuerzahler. Wir
sind bereit, über vernünftige Sparpläne zu diskutieren, jedoch
keinesfalls bereit, ein Bauern-Vernichtungsprogramm abzunicken, das
tausende Bauernexistenzen vernichten würde", so Wlodkowski
abschließend.
(Schluss)
Dr. Josef Siffert,
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