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OTS0194   19. Dez. 2011, 15:50

Jank: 24 "Ideen" sind Steuerbelastungswelle für die Wirtschaft

Rotes Steuerbelastungspaket: Verunsicherung der heimischen Unternehmen nimmt zu - Jank: Gruppenbesteuerung ist wirtschaftspolitischer Anreiz und kein Steuerprivileg!


Die SPÖ hat ein umfangreiches Steuerbelastungspaket
im Ausmaß von vier Mrd. Euro angekündigt. "Ohne auch nur mit einem
Wort über Einsparungen des Bundes nachzudenken, werden die
Unternehmer einmal mehr zur Ader gelassen", sagt Brigitte Jank,
Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, "Die Politik ist
aufgefordert, endlich Vorschläge für Einsparungen zu machen - so wie
es jeder Unternehmer in schwierigen Zeiten tut - anstatt immer nur
neue Belastungen auszudenken."

Von den 24 Ideen würden die Wirtschaft die Erhöhung der
Körperschaftssteuer auf Unternehmensgewinne, die Streichung des
Gewinnfreibetrages, eine Abschaffung der Pauschalierungen,
Einschränkungen bei der Gruppenbesteuerung und Steuern auf
wertsteigernde Grundstücksumwidmungen besonders hart treffen. "Diese
Ideen bringen den heimischen Wirtschaftsstandort auf die
Verliererstraße. Schon bisher ist Österreich in den Standortrankings
nach hinten gerutscht. Mit den geplanten Steuerbelastungen würde sich
dieser Trend beschleunigen", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der
Wirtschaftskammer Wien.

Besonders harte Kritik übt Jank an der geplanten Einschränkung der
Gruppenbesteuerung: "Zu glauben, dass sich über Änderungen bei der
Gruppenbesteuerung Profit für den Staatshaushalt schlagen lässt,
zeugt von volkswirtschaftlicher Unkenntnis. Denn eines ist klar: Die
Vorteile der Gruppenbesteuerung wirken als Wirtschaftsmotor. Sollte
die kolportierte Steuerbelastungswelle über die heimische Wirtschaft
hereinbrechen, so wird Österreich nachhaltig viele Plätze im
internationalen Ranking der attraktivsten Wirtschaftsstandorte
verlieren."

Wiens Wirtschaft wäre von Äderungen besonders betroffen
Eine gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium durchgeführte Studie
der Wirtschaftskammer Wien zeigt deutlich die Vorteile der
bestehenden Gruppenbesteuerung für den Standort Wien: Die
Gruppenbesteuerung ist ein Instrument, das entgegen der oft
geäußerten Kritik nicht nur ausländischen Großkonzernen nützt,
sondern vor allem für inländische Unternehmen relevant ist. Daher
würden Änderungen bei der Gruppenbesteuerung oder deren Abschaffung
gerade das Rückgrat der heimischen Wirtschaft treffen: die kleinen
und mittleren Betriebe. Zugleich erwartet der Großteil der
internationalen Headquarters eine Verlagerung ihres Standorts in ein
anderes Land, wenn der Steuervorteil gestrichen werden würde. Gerade
diese sorgten mit 75 Mrd. Euro Direktinvestitionen in den
Wirtschaftsstandort Wien in den letzten Jahren für ein kräftiges
Ankurbeln der Wirtschaftsleistung. Die 1.400 in Wien ansässigen
ausländischen Investoren sichern 100.000 Arbeitsplätze und machen
Wien zum führenden Headquarter-Standort für den CEE-Raum.

"Unternehmen, die hunderttausende Arbeitsplätze schaffen und sichern,
über Nacht zur Budgetsanierung zu bitten, kann nicht der Weisheit
letzter Schluss sein. Die Politik ist auf dem Irrweg, wenn sie
unserer vom Export abhängigen Wirtschaft eine entscheidende Grundlage
entzieht", erklärt Jank, "Zudem hat die Stadt Wien für die Wiener
Wirtschaftstreibenden erst vor kurzem ein Belastungspaket geschnürt,
das insbesondere die Klein- und Mittelbetriebe kaum noch verkraften
können."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0194 2011-12-19 15:50 191550 Dez 11 WHK0001 0439



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