- 19.12.2011, 14:46:22
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Euregio "Senza Confini": Gemeinsam als Freunde in die Zukunft
LH Dörfler, Präsident Tondo (Friaul-Julisch Venetien) und Präsident Zaia (Veneto) unterzeichneten trilaterale Kooperationsvereinbarung
Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Euregio "Senza Confini" ist von einer
freundschaftlichen Beziehung zwischen den Menschen und Politikern
Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und des Venetos geprägt. Heute,
Montag, verlängerten Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der Präsident
Friaul-Julisch Venetiens, Renzo Tondo, und der Präsident des Veneto,
Luca Zaia, durch ihre Unterschrift das am 11. Jänner 2007 gefasste
Protokoll zur trilateralen Zusammenarbeit. Damals waren
Landeshauptmann Jörg Haider und die Präsidenten Riccardo Illy
(Friaul-Julisch Venetien) und Giancarlo Galan (Veneto) die
Unterzeichner. Wie Dörfler, Tondo und Zaia betonten, wurden seitdem
viele grenzüberschreitende Projekte umgesetzt, Höhepunkt war der
gemeinsame Einsatz für die Baltisch-Adriatische Achse in Brüssel.
Dörfler sagte, dass es in den letzten zehn Jahren 666 gemeinsame
Arbeitstermine gegeben habe: 123 zwischen Veneto und Kärnten, 103
trilaterale Treffen inklusive den trilateralen Regierungssitzungen,
27 Treffen mit Vertretern anderer italienischer Regionen, 36 Treffen
zwischen Kärnten und Rom sowie 377 Treffen zwischen Kärnten und
Friaul-Julisch Venetien. "Wir wollen ein vitales, kleines, kräftiges
Europa schaffen. Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, dass die
Regionen gemeinsam Projekte umsetzen", so Dörfler. Er verwies darauf,
dass auch Slowenien und Regionen Kroatiens der Euregio beitreten
sollen: "Gemeinsam als Freunde werden wir uns in die Zukunft
bewegen."
Als größten europäischen Erfolg der Zusammenarbeit nannte der
Landeshauptmann den Einsatz um die Baltisch-Adriatische Achse. Diese
berge ein enormes Potential für Wirtschaft und Tourismus. Man habe
vereinbart, im nächsten Jahr eine große Veranstaltung in Venedig oder
Triest zu organisieren. Gastgeber würden Dörfler, Tondo und Zaia
sein, Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, und
Verkehrskommissar Siim Kallas würden die Patronanz übernehmen. Alle
Regionen entlang der Achse, von Helsinki bis Bologna, sollen daran
teilnehmen.
Die beiden Regionspräsidenten Tondo und Zaia dankten dem
Landeshauptmann für die persönliche Freundschaft sowie für sein
großes Engagement um die guten Nachbarschaftsbeziehungen.
Tondo sagte, dass die Rolle der Regionen sehr wichtig sei. Es
gehe vorrangig um die Schaffung von Arbeitsplätzen, das würden sich
die Menschen erwarten. Auch die vielen Unternehmer-Treffen zwischen
den Regionen würden einen Mehrwert ergeben. Auch Tondo bestätigte,
dass der Erfolg der Baltisch-Adriatischen Achse, die in das
prioritäre Core-Network seitens der EU-Kommission aufgenommen wurde,
ohne gute persönliche Kontakte nicht erreicht worden wäre. "Wir sind
das Herz Europas und müssen konkrete Projekte umsetzen", so Tondo. Er
wies auf die enorme Rolle der Adria-Häfen im Zusammenhang mit der
Baltisch-Adriatischen Achse hin. Viele große und auch kleine Projekte
seien realisiert worden, es sei nun notwendig, die Kooperation
zwischen den Regionen weiter auszubauen.
Zaia wies ebenfalls auf die Erfolge hin, die es bislang gab und
betonte, dass man nun aufgerufen sei, rund sieben Millionen Bürgern
innerhalb der drei Regionen Antworten zu geben und neue Projekte
umzusetzen. Die Kooperation mit den Grenzregionen sei übrigens auch
verfassungsmäßig ein Muss, so Zaia. "Die Euregio ist für uns alle
sehr wichtig, wir müssen die Kooperation aufrechterhalten",
unterstrich der Präsident. Es sei auch festzustellen, dass Staaten
untereinander nicht immer ihre Vereinbarungen einhalten würden, umso
wichtiger sei es, dass es zwischen den Regionen gut funktioniere.
Einzeln sei man als Region vielleicht schneller, aber gemeinsam könne
man einen weiteren Weg zurücklegen, sagte Zaia.
Die beiden Präsidenten trugen sich auch in das Gästebuch des
Landes Kärnten ein und es wurden Gastgeschenke ausgetauscht. Bei der
Vertragsunterzeichnung war auch Petra Oberrauner dabei, die alle
gemeinsamen Projekte und Arbeitstermine begleitet hat. Dörfler dankte
ihr und nannte sie die "charmante Außenministerin der Euregio".
Anwesend waren zudem viele Medienvertreter aus Friaul-Julisch
Venetien und dem Veneto.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
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