- 19.12.2011, 14:07:07
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Jauschnegg: Wirtschaftlichkeit hat mit einer Ölheizung nichts zu tun
Heizölpreis im November 30 Prozent über dem Vorjahresniveau
Wien (OTS) - "22 Jahre hat es gedauert, bis die
Interessensvertretung der Mineralölindustrie IWO das Wort
wirtschaftlich aus ihrem Namen verbannt hat - höchste Zeit", befindet
Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen
Biomasse-Verbandes, und rechnet vor: "Ein Blick auf den aktuellen
Heizkostenvergleich bestätigt die Entscheidung zum Namenswechsel,
denn gegenüber Heizöl liegt der Kostenvorteil bei Pellets bei 52
Prozent, bei Hackgut sind es sogar 64 Prozent." Die höheren
Investitionskosten eines biogenen Heizsystems werden bereits nach
wenigen Jahren eingespielt. Am Beispiel eines Haushalts mit 15.000
kWh Wärmeverbrauch amortisiert sich eine Pelletsanlage in etwa fünf
Jahren. "Wer bereits auf ein biogenes Heizsytem umgestellt hat, zählt
neben der Mineralölindustrie zu den Gewinnern des steigenden
Ölpreises. Ein Betrieb, der 2006 auf Pellets umgestellt hat und
jährlich etwa sechs Tonnen verbraucht, hat im Vergleich zu einem
Ölheizer fast 20.000 Euro Heizkosten gespart."
Kostenfalle Heizöl
Die Kostenschere öffnet sich weiter zugunsten der Biomasse. Im
Vergleich zum November des Vorjahres ist der Heizölpreis um etwa 30
Prozent gestiegen und hat im November die 1-Euro-Marke überschritten.
"Wer auf Biomasse als Energieträger setzt, kann sich dieser
Entwicklung entziehen. Der Pelletspreis liegt heuer
inflationsbereinigt auf derselben Höhe wie vor zehn Jahren. Der
Heizölpreis hat sich im selben Zeitraum beinahe verdoppelt",
analysiert Jauschnegg. Die Unzufriedenheit der Menschen, die noch auf
Öl als Brennstoff angewiesen sind, steigt rapide.
Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von Meinungsforscher
Peter Hajek sehen 82 Prozent der befragten Ölheizer die Heizkosten
als große oder sehr große Belastung für ihren Haushalt an. "Die
Mineralölindustrie versucht mit allen Mitteln weitere Konsumenten auf
Jahrzehnte an sich und damit an rasant steigende Ölpreise zu binden.
"Wer sich auf Lockangebote wie die Ölkesselförderung einlässt, läuft
sehenden Auges in die Kostenfalle. Auch der oft zitierte
Brennwerteffekt entpuppt sich als Mär. Die wenigen Prozent an
Effizienzsteigerung, die auf das Heizsystem zurückzuführen sind,
werden durch die Preissteigerungen schlicht pulverisiert", klärt
Jauschnegg auf.
Heizkostenrechner
Für ein neues Heizsytem sind hohe Investitionen notwendig. Umso
wichtiger ist professionelle Beratung und der Vergleich verschiedener
Heizungssysteme. Der Heizkostenvergleich des Österreichischen
Biomasse-Verbandes soll hier Unterstützung leisten. Er steht auf www.
biomasseverband.at zur freien Verfügung. Im Unterschied zu anderen
Vergleichs-Rechnern können wichtige Parameter wie Investitionskosten,
Brennstoffpreise und Betriebskosten etc. individuell angepasst
werden. Der Österreichische Biomasse-Verband bildet zudem seit
Jahrzehnten Biowärme-Installateure und -Rauchfangkehrer aus, die
Konsumenten bei der Anschaffung neuer Systeme vor Ort beraten. Eine
Liste von Biowärme-Partnern ist auf der Homepage des Verbandes unter
http://www.biomasseverband.at/seminare/biowaermepartner/
veröffentlicht.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Biomasse-Verband Franz Josefs-Kai 13, A-1010 Wien Tel: +43-1-533 07 97-0 Fax: +43-1-533 07 97-90 E-Mail: [email protected] Web: www.biomasseverband.at
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