OTS0156   19. Dez. 2011, 13:47

Wlodkowski: Heizölmangel treibt Dieselpreis und Energieimporte in die Höhe

Rechenbeispiele zu Einsparungseffekten von Ölbrennwertgeräten irreführend


Die derzeit hohen Dieselpreise an den heimischen
Tankstellen würden nicht unwesentlich von der starken Nachfrage nach
Heizöl beeinflusst, welches praktisch ident mit Diesel ist.
Trügerische Aussagen von Instituten, die am Gängelband der
Mineralölindustrie hängen, bezüglich "unrealistischer" Einsparungen
bei neuen Ölheizungen würden diese Situation weiter verschärfen - die
Preisfalle werde um viele Jahre verlängert, übte Gerhard Wlodkowski,
Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, in einer Aussendung
Kritik an den Aussagen und Rechenbeispielen des Instituts für Wärme
und Öltechnik. Besonders ärgerlich sei dabei, dass "mit
Halbwahrheiten, Falschaussagen und Förderaktionen gezielt die
Abhängigkeit der Konsumenten von politisch instabilen Ländern und
Marktsystemen mit intransparenten Preisbildungssystemen geschürt und
prolongiert wird", so der Präsident weiter.

Das ehemalige Institut für wirtschaftliche Ölheizung - jetzt
Institut für Wärme und Öltechnik - habe erzielbare Einsparungen von
30 bis 40% nur durch Kesseltausch angeführt. Der Löwenanteil entfalle
in Wirklichkeit aber auf Sanierungsmaßnahmen und Wärmedämmung, und
nur einen winzig kleinen Teil mache der Kesseltausch aus, stellte
Wlodkowski richtig.

"Letztendlich zahlt man dabei mehrfach drauf - die Kosten für
Heizöl steigen unaufhörlich und sind gerade in der kühleren
Jahreszeit besonders hoch. Zudem wird der Dieselpreis an der
Tankstelle durch das zusätzlich entstehende Angebotsloch bei
Mitteldestillaten extra nach oben angeschoben und nicht zuletzt geht
die Kaufkraft in beträchtlichem Ausmaß durch den Devisenabfluss für
Energieimporte verloren", unterstrich der Präsident.

Nur heimische Biomasse hat wirklich Zukunft

Im Gegensatz zu fossilem Heizöl habe nur Biomasse wirklich
Zukunft, weil sie regional, erneuerbar und vor allem umweltfreundlich
sei. Gerade im Raumwärmesektor seien die Voraussetzungen für die
totale Verbannung fossiler Brennstoffe besonders gut.

"Die stationäre Dieselverbrennung ist schlichtweg aus der
Steinzeit. Heute wird Dieselkraftstoff dringend für mobile
Anwendungsformen benötigt. Heimischer Biomasse mit lokalen
Wertschöpfungseffekten über die gesamte Produktionskette, angefangen
von der Biomassegewinnung, der Kesselproduktion bis hin zum
Biomassehof als regionalem Brennstoffanbieter, gehört daher die
Zukunft. Denn nur dadurch können wir unsere Abhängigkeit von
Energieimporten aus Krisen- und Kriegsgebieten verringern und
nachfolgenden Generationen den Weg zur Energieunabhängigkeit
aufbereiten", stellte Wlodkowski abschließend fest.
(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0156 2011-12-19 13:47 191347 Dez 11 AIM0001 0358



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