OTS0133   19. Dez. 2011, 12:31

Klima- und Energiefonds: Pilotprojekt gegen Energiearmut gestartet - BILD

Konsortium unter Führung des Österreichischen Instituts für Nachhaltige Entwicklung erhält 430.000 Euro-Zuschlag - Wissenschaftliche Begleitung garantiert Nachhaltigkeit


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BILD zu OTS - www.apa-fotoservice.at/galerie/2635/ ANTI.Energiearmut: Energie gerecht verteilen - im Bild v.l.n.r.: Ao Univ.Prof.Dr. Karl-Michael Brunner (Wu Wien), Dipl. Ing. Theresia Vogel (Klima- und Energiefonds), Dipl.Ing. Michael Paula (Bmvit), Mag. Barbara Reiterer (Caritas).

Eine Million Menschen in Österreich sind
armutsgefährdet. 313.000 davon können laut Statistik Austria
(Statistik 2010) ihre Wohnungen im Winter nicht angemessen heizen.
Mit dem "Pilotprojekt gegen Energiearmut", ausgeschrieben im Rahmen
des Forschungsförderprogrammes "Neue Energien 2020", hat der Klima-
und Energiefonds für 2012, dem "Internationalen Jahr für nachhaltige
Energie für alle" der UNESCO, das Thema zu einem Förderprojekt
gemacht. Eine heute statt findende Veranstaltung des Klima- und
Energiefonds und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und
Technologie (BMVIT) in Wien diskutiert die Zusammenhänge zwischen
energiepolitischen Maßnahmen und Fragen der sozialen Verteilung.

"Unser Schwerpunkt ist die Erforschung und Entwicklung
innovativer, nachhaltiger und leistbarer Energien. Wir haben jedoch
die Zeichen der Zeit erkannt und sehen, dass diese Maßnahmen aktuell
und akut nicht ausreichen, um heute Energiearmut zu verringern. Daher
haben wir uns entschlossen, das Pilotprojekt gegen Energiearmut
auszuschreiben. Unser Ziel ist die innovative und soziale
Energiewende, denn nur so können die Klimaziele erreicht werden",
erklärt Theresia Vogel, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds.

Das "Pilotprojekt gegen Energiearmut" soll Anknüpfungspunkte und
Maßnahmen entwickeln, die milieu- und alltagstauglich umgesetzt und
deren Kosten und Nutzen wissenschaftlich evaluiert werden. Die
wissenschaftliche Begleitung ist Vogel dabei von besonderer
Bedeutung: "Um als Klima- und Energiefonds das Thema weiter verfolgen
und punktgenau fördern zu können, brauchen wir empirische Daten.
Diese werden auch für andere Institutionen und Organisationen zur
Verfügung stehen und - so beabsichtigen wir - auch deren Maßnahmen
schärfen."

Das Pilotprojekt

Die international besetzte Expertenjury des Klima- und
Energiefonds hat das vom Österreichischen Institut für Nachhaltige
Entwicklung, dem Institut für Soziologie und empirische
Sozialforschung an der Wirtschaftsuniversität Wien, der
Österreichische Energieagentur und der Caritas Österreich, Feldkirch
und Wien eingereichte Projekt aus insgesamt vier Anträgen ausgewählt.
Die Gründe waren die langjährige Expertise des Konsortiums mit
verwandten Initiativen wie dem VERBUND-Stromhilfefonds oder dem dem
"Stromspar Check" der Caritas Vorarlberg sowie der innovative Ansatz
für Energieberatung einkommensschwacher Haushalte. Besonders
hervorgehoben wurde von der ExpertInnen-Jury das Konzept der
"Grätzleltern", wo interkulturelle Teams aus lokalen "Grätzl" die
Menschen in Wohnungs- und Energiefragen beraten. Das Projekt wird mit
insgesamt 433.355 Euro vom Klima- und Energiefonds finanziert und
wird über 30 Monate laufen.

Unterlagen zur Veranstaltung sind in Kürze unter www.klimafonds.gv.at
abrufbar.

Weitere Bilder unter:
www.apa-fotoservice.at/galerie/2635/

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0133 2011-12-19 12:31 191231 Dez 11 KEF0001 0395



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presse@klimafonds.gv.at
01/5850390-23
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