- 19.12.2011, 11:59:01
- /
- OTS0114 OTW0114
Köstinger: Grundaufgabe der Landwirtschaft bleibt Lebensmittelversorgung
EU-Agrarreform auf dem Prüfstand der Wissenschaft
Brüssel, 19. Dezember 2011 (OTS) "Die
Lebensmittelversorgung der EU-Bevölkerung kann nicht
allein dem freien Markt überlassen werden", fordert die
Agrarsprecherin der ÖVP im EU-Parlament Elisabeth
Köstinger heute anlässlich der Wissenschaftler-Anhörung
zur geplanten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU
(GAP). "Die Grundaufgabe der Landwirtschaft ist und
bleibt die Lebensmittelversorgung. Das muss bei den
Reformvorschlägen zur weiteren Ökologisierung der
Landwirtschaft, zu Flächenstilllegungen und zur
Neustrukturierung der Förderprogramme zur ländlichen
Entwicklung Vorrang haben. Die EU steht in der
Verantwortung, alle ihre Bürgerinnen und Bürger zu
ernähren und das ist nur durch eine produktive und
wettbewerbsfähige Landwirtschaft möglich", betont
Köstinger. Die heutige Aussprache mit Wissenschaftlern
bildet im Landwirtschaftsbereich den Abschluss der
polnischen Ratspräsidentschaft. Sie bringt die drei
Verhandler der Agrarreform, den Rat, den Agrarausschuss
des EU-Parlaments und die Kommission, vertreten durch
Agrarkommissar Dacian Ciolos, an einen Tisch, so
Köstinger. ****
"Für eine sichere und nachhaltige
Lebensmittelversorgung ist es notwendig, etwas gegen
stark schwankende Agrar- und Marktpreise zu tun.
Wesentliche Unsicherheitsfaktoren sind Ernteausfälle,
Spekulationen und eine ausgeprägte Marktkonzentration im
Lebensmittelhandel", erklärt Köstinger und fordert "dass
die Leistungszahlungen im Rahmen der Gemeinsamen
Agrarpolitik der EU weiterhin ein unabdingbarer
Stabilitätsfaktor bleiben. Problemen wie Marktmissbrauch
und Spekulationstransaktionen muss ein Riegel
vorgeschoben werden", so Köstinger. Skeptisch zeigt sich
die EU-Abgeordnete gegenüber den Vorschlägen, dass die
Landwirte 7 Prozent ihrer Agrarfläche zum Schutz der
Biodiversität stilllegen müssen: "Das ist ein
beträchtlicher Teil des nutzbaren Bodens, der so verloren
geht. Die Vorschläge der Kommission dürfen nicht dem
Prinzip der Absicherung der Versorgung widersprechen."
Jede landwirtschaftlich nutzbare Fläche in der EU müsse
genutzt werden können.
Bei der heutigen Anhörung analysieren
Agrarwissenschaftler aus Italien, Frankreich,
Deutschland, Polen und Spanien die Reformvorschläge der
EU-Kommission. Hauptthemen sind dabei außer der
Lebensmittelversorgung die Wettbewerbsfähigkeit der
landwirtschaftlichen Betriebe, die Nachhaltigkeit und die
Ausgewogenheit der territorialen Entwicklung und der
Landnutzung.
Rückfragehinweis: Elisabeth Köstinger, MEP, Tel.: +32-2-
284-5211 [email protected]
Daniel Köster M.A., EVP Pressedienst, Tel.: +32-487-
384784 [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVP






