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OTS0113   19. Dez. 2011, 11:58

Mitterlehner: "Österreichischer Filmpreis eröffnet neue Chancen für unsere Filmwirtschaft"

Wirtschaftsministerium unterstützt 2. Österreichischen Filmpreis - Standort Österreich und Tourismus profitieren von positiver Entwicklung der Kreativwirtschaft


Das Wirtschaftsministerium unterstützt den 2.
Österreichischen Filmpreis am 27. Jänner 2012, um die großen
Leistungen der heimischen Filmbranche sichtbarer zu machen und um die
daraus entstehenden Chancen optimal zu nützen. "Der weltweite Trend
ist eindeutig. Moderne Volkswirtschaften rücken die Leistungen der
Kreativwirtschaft stärker in den Mittelpunkt. Daher unterstützt auch
das Wirtschaftsministerium die heimische Filmwirtschaft beim Ausbau
ihrer Wettbewerbsfähigkeit", betonte Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner am Montag bei einer Pressekonferenz zu den
Filmpreis-Nominierungen mit dem Präsidenten der Akademie des
Österreichischen Films Karl Markovics, Kulturministerin Claudia
Schmied, Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny sowie
WKO-Wien-Präsidentin Brigitte Jank.

Der von der Akademie des Österreichischen Films organisierte Preis
wird in 13 Kategorien - von "bester Spielfilm" bis "beste
Tongestaltung" - vergeben. Die 24 nominierten Spiel- und 15
Dokumentarfilme wurden am Montag im Rahmen der Veranstaltung
präsentiert. Gleichzeitig wurde erstmals die von Valie Export
gestaltete Statue, die an die Preisträger im Jänner vergeben wird,
enthüllt. Details zu den Filmprojekten sind auf der Webseite
www.oesterreichische-filmakademie.at abrufbar.

Wie groß der Mehrwert einer gezielten Unterstützung der
Filmwirtschaft ist, zeigt für Mitterlehner insbesondere der Erfolg
des Fördermodells Filmstandort Österreich (FISA). Seit dem Start von
FISA Mitte 2010 wurden 35 Filme und Dokumentationen unterstützt. Mit
Förderungen von 9,8 Millionen Euro konnten Projekte mit einem
kumulierten Volumen von 84,1 Millionen Euro ermöglicht werden. Die in
Österreich alleine aus der Herstellung erzielte Wertschöpfung beläuft
sich mit 41,9 Millionen Euro auf etwa die Hälfte. "Durch unsere
Kreativitätsprämie stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer
Filmwirtschaft und machen den Filmstandort Österreich noch
attraktiver für ausländische Produktionen mit inländischen Partnern.
Zugleich profitiert auch der Tourismus von diesen Erfolgen. Laut
Studien lassen sich bis zu 20 Prozent der Touristen von Filmen bei
ihrer Urlaubsplanung beeinflussen", so Mitterlehner.

Spitzenfinanzierung zu objektiven Kriterien

Bei FISA handelt es sich um eine Spitzenfinanzierung nach dem Vorbild
des Deutschen Filmförderungsfonds (DFFF). Eine Spitzenfinanzierung
schließt am Ende, wenn in der Regel bereits ein bzw. mehrere
Basisfinanzierer das Projekt für förderungswürdig halten, die Lücke
zur Vollfinanzierung für Filmprojekte, die gewisse kulturelle und
wirtschaftliche Voraussetzungen erfüllen und die ohne dieser
Förderung undurchführbar oder nur in unzureichendem Umfang
durchführbar wären. Nur jener Teil wird gefördert, der noch nicht
durch andere Förderstellen bzw. durch den Eigenanteil des Produzenten
aufgebracht werden konnte.

Zu den im Rahmen von FISA unterstützten Projekten zählen
Erstlingswerke wie "Michael" von Markus Schleinzer und "Atmen" von
Karl Markovics, die nicht nur mehrere internationale Erfolge feiern
konnten, sondern am Montag auch für den Filmpreis nominiert wurden.
Aber auch internationale Koproduktionen wie "360" von Regisseur
Fernando Meirelles, "Ludwig II" unter der Regie von Peter Sehr und
Marie Noelle sowie die in 3D produzierte Verfilmung des Daniel
Kehlmann Romans "Die Vermessung der Welt" von Regisseur Detlev Buck
konnten unterstützt werden.

FISA ist insgesamt mit 20 Millionen Euro dotiert. Die Vergaberegeln
sind durch objektive kulturelle und wirtschaftliche Kriterien anhand
eines Kataloges in den Förderungsrichtlinien festgehalten. Etablierte
Produzenten können ihre Förderanträge online über
www.filmstandort-austria.at einreichen. Eine zentrale Voraussetzung
ist, dass die österreichischen Herstellungskosten einen bestimmten
Mindestanteil der Gesamtherstellungskosten aufweisen und die
eingereichten Projekte den Anforderungen des von der Europäischen
Union geforderten "kulturellen Eigenschaftstests" entsprechen. Die
Bearbeitung der Förderungsanträge erfolgt in der Reihenfolge ihres
Einlangens durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und die
Location Austria, einer Abteilung der Austria Business Agency (ABA).
Über vollständig eingereichte Projekte wird binnen längstens sieben
Wochen entschieden.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0113 2011-12-19 11:58 191158 Dez 11 MWA0001 0609



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