- 16.12.2011, 18:34:03
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Wr. Gemeinderat - SP-Spitzer: "Anpassung der Hundeabgabe kommt gutem Miteinander von Mensch und Hund zu gute"
Anpassung der Hundeabgabe ist Umsetzung einer Empfehlung des Wiener Kontrollamts
Wien (OTS/SPW-K) - "Die Erhöhung der Hundeabgabe ist die Umsetzung
einer Empfehlung des Kontrollamts", stellt SP-Gemeinderat Gerhard
Spitzer gleich zu Beginn seiner Rede im Rahmen der heutigen Sitzung
des Wiener Gemeinderates klar. Bisher habe Wien nur 60 Prozent des
gesetzlich möglichen Rahmens in Anspruch genommen, was zur Folge
hatte, dass die Einnahmen aus der Hundeabgabe bei weitem nicht
kostendeckend waren. "Tatsächlich belaufen sich die durch
Hundehaltung in Wien verursachten Kosten aktuell auf rund 7,5 Mio.
Euro jährlich, die Einnahmen aus der Hundeabgabe lagen 2011 bei 2,3
Millionen Euro", so Spitzer.
"Durch die aktuelle Anpassung der Hundeabgabe - im Übrigen die erste
Anpassung seit 1989 - stehen den Ausgaben für die Hundehaltung in
Wien künftig rund 3,9 Mio. Euro an Einnahmen gegenüber, die in
weitere Maßnahmen reinvestiert werden", erklärt Spitzer, der darauf
hinweist, dass im Falle einer jährlichen Indexanpassung die
Hundeabgabe deutlich höher gewesen wäre als nach der nun erfolgten
Anpassung. "Selbstverständlich gibt es auch bei der Neuregelung der
Hundeabgabe Ermäßigungen und Ausnahmen. Sozialhilfeempfänger bzw.
Mobilpass-BesitzerInnen zahlen nur einen ermäßigten Betrag,
Blindenhunde gänzlich sind von der Abgabe befreit. Und auch nach
Absolvierung des freiwilligen Hundeführscheins, ist im ersten Jahr
keine Hundeabgabe zu entrichten", betont der Gemeinderat.
Auch mit der neuen Preisstaffelung - 72 Euro jährlich für einen Hund,
105 Euro für jeden weiteren Hund - sei Wien im europaweiten Vergleich
weiterhin günstig. In München würden HundebesitzerInnen 77 Euro
bezahlen, die HalterInnen sogenannter Kampfhunde sogar 614 Euro. Noch
deutlicher sei der Unterschied zur deutschen Bundeshauptstadt Berlin,
in der für den ersten Hund 120 Euro, für jeden weiteren je 180 Euro
fällig würden, informierte Spitzer.
"Uns ist das gute Miteinander von Mensch und Hund ein zentrales
Anliegen, daher haben wir das Angebot an die Hundebesitzer in den
letzten Jahren massiv ausgeweitet und weiter attraktiviert. Dazu
gehören etwa die über 140 Hundezonen auf über 850 000 m2 sowie das
umfassende Gratis-Angebot der rund 2.800 Sackerl-Spendern. Natürlich
sind die Reinigungskosten in Sachen Hundekot ein wesentlicher
Kostenpunkt, denn schließlich müssen die vielen Hundezonen,
Parkanlagen und Straßen regelmäßig gereinigt und betreut werden.
Alleine für das 'Sackerl fürs Gackerl' wendet Wien pro Jahr 20 Mio.
Euro auf", betont der SP-Politiker, der unterstreicht, dass von einer
sauberen, hundekotbefreiten Stadt alle Wienerinnen und Wiener
profitierten.
Mit den zusätzlichen Mitteln durch die Anpassung der Hundeabgabe
werden auch in Zukunft Veranstaltungen und Projekte rund um das Thema
Hund investiert: "So organisiert die Stadt zahlreiche kostenlose
Veranstaltungen für Hundebesitzer und Interessierte, unterstützt
Schulprojekte wie beispielsweise 'Schulhund.at', wo schon den Kindern
der richtige Umgang mit den Vierbeinern vermittelt wird. Daneben
bietet Wien seit kurzem auch ein neues Tierkrematorium und den ersten
Tierfriedhof der Stadt, der dem oft geäußerten Wunsch vieler
Wienerinnen und Wiener entsprechend errichtet wurde", führt Spitzer
aus. Daneben leiste die Stadt Wien im Rahmen eines umfassenden
Leistungsvertrages mit einer jährlichen Unterstützung von 800.000
Euro an den Wiener Tierschutzverein einen wichtigen Beitrag zur
Versorgung entlaufender und herrenloser Tiere. (Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Mag. Louis Kraft
Tel.: (01) 4000-81 943
mailto:[email protected]
www.rathausklub.spoe.at
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