• 16.12.2011, 14:31:47
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FP-Lasar/Frigo: Wehsely muss Rechnungshofempfehlungen sofort umsetzen

Sind Vampire im AKH für fehlende Blutkonserven verantwortlich?

Wien (OTS/fpd) - Der vorliegende Rechnungshofbericht zum Thema
Institut für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin zeigt große
Organisationsschwächen auf. "Im AKH liegt derzeit keine
Betriebsbewilligung für dieses Institut vor! Dabei muss jeder
Kleinbetrieb in Österreich eine solche besitzen", kritisiert heute
der Stadtrat der FPÖ-Wien, David Lasar.

"Trotz sinkender Bluttransfusionen sind wir trotzdem Spitzenreiter in
Europa. Es wird daher Zeit dieses Thema ernsthaft anzugehen. Auch
gibt es in diesem Bereich nur einen Anbieter, ein zweiter billigerer
Anbieter wurde durch das nicht EU-konforme Arzneimitteleinfuhrgesetz
(2010) eliminiert. Der Rechnungshof fordert daher eine Änderung des
Arzneimitteleinfuhrgesetzes nach EU-Norm und eine europäische
Ausschreibung für Wien und Graz", berichtet der
FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Univ.Prof. Dr. Peter Frigo.

Es ist außerdem ein Skandal, dass das AKH durch den Ausschluss des
Zweitanbieters fast drei Millionen verloren hat. Mittel sind ja genug
vorhanden, doch durch Fehlmanagement wird viel Geld vernichtet. In
den Jahren 2008/2009 sind im AKH Wien 1125 Blutkonserven
verschwunden, was einen Verlust von etwa 100.000 Euro bedeute. Der
Rechnungshof empfiehlt den Verbleib der verschollenen Blutkonserven
aufzuklären." Scheinbar gibt es im AKH Vampire, denn es gilt ja die
Unschuldsvermutung", so die Mandatare.

Laut Rechnungshofbericht wurden 2009 im AKH 3000 Blutkonserven
verworfen bzw. nicht gebraucht. Das sind etwa 9,2 Prozent bzw.
390.000 Euro. Damit ist diese Rate höher als im LKH Graz. Der
Rechnungshof empfiehlt daher eine eingriffsbezogene
Blutbedarfsstatistik. Schlussendlich ist auch die telefonische
Bestellung obsolet, aber immer noch Usus. Stadträtin Wehsely ist
gefordert, die Rechnungshofempfehlungen in ihrem Bereich unverzüglich
umzusetzen, so Lasar und Frigo abschließend. (Schluss) hn

Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle

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