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OTS0186   16. Dez. 2011, 13:46

Energie AG weiter am Erfolgsweg: Erneut hervorragendes Geschäftsergebnis erreicht


Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft
waren im Geschäftsjahr 2010/2011 ähnlich herausfordernd wie in den
vorangegangenen Krisenjahren. Die Energie AG Oberösterreich hat schon
mit dem Halbjahresergebnis gezeigt, dass man den Auswirkungen der
Krise erfolgreich begegnet ist. Das konnte auch mit dem Ergebnis des
am 30. September zu Ende gegangenen Geschäftsjahres eindrucksvoll
bestätigt werden.

* Der Umsatz konnte auf mehr als 2,2 Milliarden Euro (+12,2 %)
gesteigert werden
* Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf
125,6 Millionen Euro und liegt damit deutlich über dem Plan für das
Geschäftsjahr 2010/2011
* Alle Geschäftsbereiche konnten bei Umsatz und Ergebnis zulegen und
erwirtschaften nachhaltig stabile Beiträge zur Konzernbilanz

Im Jahr 2010 hat sich die Weltwirtschaft von der Rezession des
Vorjahres teilweise erholt und die Hauptmärkte des Konzerns, allen
voran Österreich, konnten von dieser positiven Gesamtentwicklung
profitieren. Auch die für den Geschäftsverlauf relevanten CEE-Länder
zeigten eine positive wirtschaftliche Dynamik, die sich mit dem
allgemeinen Trend ab der zweiten Hälfte 2011 abgeschwächt hat.

Unter diesen anspruchsvollen Rahmenbedingungen konnte im
Geschäftsjahr 2010/2011 (01.10.2010 bis 30.09.2011) mit einem Umsatz
von 2.219,9 Mio. Euro (Plan: 2.010,9 Mio. Euro) ein Ergebnis (EBIT)
von 125,6 Mio. Euro (Plan: 123,6 Mio. Euro) erwirtschaftet werden.
Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr (1.978,8 Mio. Euro) um
241,1 Mio. Euro (+12,2 %) ist auf Zuwächse in allen drei
Geschäftssegmenten der Energie AG zurückzuführen.

Das EBIT lag mit 125,6 Mio. Euro knapp unter dem Vorjahreswert von
128,9 Mio. Euro. Die niedrige Wasserführung belastete das operative
Ergebnis allerdings mit rund 21,8 Mio. Euro genauso wie die
Bezugskosten für Brennstoffe der thermischen Kraftwerke.

Die Investitionssumme belief sich im Geschäftsjahr 2010/2011 auf
169,1 Mio. Euro. Der Großteil der Investitionen (139,1 Mio. Euro)
wurde im Segment Energie in Österreich getätigt, um die nachhaltige
Energieversorgung des Kernmarktes sicherzustellen.

Investitionshighlights aus dem Geschäftsjahr 2010/2011:

* Inbetriebnahme Laufkraftwerk Oflek
* Neue Wasserkraftwerke in Stadl-Paura und Kleinarl werden gebaut
* Umbau des Netzes zum Stromnetz der Zukunft mit dem Flächenrollout
der intelligenten Stromzähler läuft (derzeit mehr als 80.000 Zähler
installiert)
* Testnetz eines intelligenten Stromnetzes in Eberstalzell als
Pilotprojekt in Betrieb genommen
* Betriebsbeginn des Erdgas-Speichers 7-Fields
* Errichtung von Biogasanlagen im benachbarten Ausland
* Erfolgreiche Erschließungsbohrungen für das Geothermieprojekt
Mehrnbach / Ried
* Beginn des Fernwärmeversorgungsprojektes für die Stadt Steyr
gemeinsam mit der EVN
* Machbarkeitsstudie für Pumpspeicherkraftwerk Ebensee abgeschlossen,
Vorbereitung Umweltverträglichkeitsprüfung läuft
* Tauerngasleitung: Machbarkeitsstudie als Vorbereitung der
Umweltverträglichkeitsprüfung läuft

Anspruchsvolle Rahmenbedingungen dank engagierter
Konzern-Neuausrichtung gemeistert

Der Geschäftsverlauf war über das ganze Jahr von globalen, teils
gegenläufigen Entwicklungen geprägt: Einerseits spiegelten sich der
wirtschaftliche Aufschwung und die positive Dynamik in den
Marktgebieten in den Absatzmengen in allen Segmente wider,
andererseits gestalteten sich die Rahmenbedingungen insbesondere für
die Stromeigenaufbringung als sehr turbulent. Die politischen Unruhen
im nordafrikanischen und arabischen Raum sowie die nukleare
Katastrophe von Fukushima verbunden mit dem Atomausstieg in
Deutschland sorgten für deutliche Preisanstiege für Öl und Erdgas an
den internationalen Primärenergiemärkten. Gleichzeitig stieg der
Strompreis aber nicht wie zu erwarten an, was eine wesentlich
geringere Gewinnspanne pro verkaufter Kilowattstunde zur Folge hatte.
Aber auch im lokalen Umfeld wirkten sich unvorhersehbare
Rahmenbedingungen aus: Die Wasserführung der Flüsse erreichte im
Berichtsjahr einen historischen Tiefststand, was sich auch in der
Erzeugungsstatistik der Wasserkraftwerke widerspiegelt: Die
Produktion von Strom aus Wasserkraft lag im Durchschnitt über das
gesamte Geschäftsjahr um rund 21% unter dem langjährigen
Durchschnitt.

Eine gute Bonität und ein starkes Rating sichert dem Energie
AG-Konzern hohe Flexibilität in der Finanzierung und den leichteren
Zugang zu den Finanzmärkten. Das Rating des Unternehmens wurde von
Standard & Poor s im Jänner 2011 wieder mit der sehr guten
Bonitätsnote "A" bestätigt. Gleichzeitig wurde der Rating-Outlook von
"Negative" wieder auf "Stable" angehoben. Gerade im Hinblick auf die
seit Ausbruch der Finanzmarktkrise geänderten Rahmenbedingungen an
den Kapitalmärkten hat eine gute Bonität eine herausragende Bedeutung
in der Sicherstellung von optimalen Konditionen in der
Mittelbeschaffung am Kredit- und Kapitalmarkt für ein
kapitalintensives Unternehmen wie die Energie AG Oberösterreich.
Gleichzeitig konnte trotz der schwierigen und volatilen Umstände der
Unternehmenswert auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Der durchschnittliche Personalstand in allen voll- und
quotenkonsolidierten Konzernunternehmen hat sich von 7.294 auf 7.754
Mitarbeiter (in FTE) im Geschäftsjahr 2010/2011 erhöht. Das
entspricht einem Plus von 6,3%. Im Geschäftsjahr waren im Konzern mit
3.117 die meisten Mitarbeiter nach wie vor in Österreich beschäftigt
(Vorjahr 3.171), gefolgt von Tschechien mit 3.013 (Vorjahr 2.952),
Ungarn mit 983 (Vorjahr 852), der Slowakei mit 194 (139), Deutschland
mit 140 (170) und Slowenien mit 9 (10) Mitarbeitern.

Das personalintensivste Segment stellt nach wie vor die Entsorgung
dar, in dem mit 3.870 Mitarbeitern rund die Hälfte der
Konzernmitarbeiter beschäftigt ist. Im Segment Energie waren
durchschnittlich 2.181 (Vorjahr 2.169) und im Segment Wasser 1.703
(Vorjahr 1.643) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Stichtag 30.09.2011 sind
im Konzern 7.933 Mitarbeiter (Kopfquote) beschäftigt.

Aufschwung der Wirtschaft sorgt für deutliche Erholung im Segment
Energie

Wesentliche Einflussfaktoren auf den Geschäftsverlauf 2010/2011 im
Segment Energie waren einerseits die unterdurchschnittliche
Wasserführung der Flüsse und die verschlechterten
Erzeugungsbedingungen für die thermische Erzeugung. Andererseits
sorgten die Ausweitung des Gashandels, Bewirtschaftungseffekte und
höhere Abgabemengen insbesondere an Großkunden im Strom-, Gas- und
Wärmebereich für positive Effekte im Geschäftsverlauf.

Mit einem Umsatz von 1.640,3 Mio. Euro wurde im Segment Energie im
abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBIT von 105,4 Mio. Euro
erwirtschaftet. Das EBIT lag damit um -15,9% unter dem Wert des
Vorjahres (125,3 Mio. Euro), was hauptsächlich auf die niedrige
Wasserführung zurückzuführen ist. Eine ähnlich geringe Erzeugung aus
Wasserkraft gab es zuletzt im Jahr 1991.

Strom

* Strom-Eigenerzeugung: Die gesamte Eigenerzeugung (thermisch und
hydraulisch) war mit einem Volumen von rund 3.137 GWh um 5% niedriger
als im Vorjahr (3.297 GWh). Der geringeren Wasserkraftproduktion
steht ein verstärkter Einsatz der Wärmekraftwerke (+2%) und einem
höheren Fremdstrombezug (11.478 GWh, + 3,4%) gegenüber.

* Stromabgabe an Kunden betrug 6.814 GWh. Der Anstieg gegenüber dem
Vorjahr um 458 GWh oder 7,2% ist vor allem auf die Mehrabgabe an
Industriekunden zurückzuführen.

* Speicherkapazitäten für Energie rücken in den Mittelpunkt der
Energiezukunft: Der europaweite Ausbau der Stromerzeugung aus
erneuerbarer Energie, hier vor allem aus Wind- und Sonnenenergie, hat
mittlerweile erheblichen Einfluss auf die Leistungsanforderungen
konventioneller Kraftwerke, insbesondere auf moderne, erdgasbefeuerte
Gas- und Dampf-Kraftwerke sowie Pumpspeicherkraftwerke. Die Energie
AG ist Partner beim Pumpspeicherprojekt Reißeck II (Ausbaugröße 430
MW) und beim Gasspeicher 7-Fields.

* Höchste Versorgungssicherheit und -qualität sind Aufgabe des
Netzbetreibers, der Energie AG Oberösterreich Netz GmbH. Ein erstes
Testnetz für die Integration dezentraler Erzeugungsanlagen wurde im
September 2011 in Eberstalzell in Betrieb genommen. Große
Investitionsprojekte waren die Verkabelung von besonders
störungsanfälligen Mittelspannungsfreileitungen, die Inbetriebnahme
des neuen Netzführungszentrums Wattstraße und die Ertüchtigung
mehrere Umspannwerke.

* Intelligentes Stromnetz: Die Energie AG Oberösterreich ist das
führende Unternehmen der Branche, wenn es um den Umbau des
Stromnetzes zum modernen, mitdenkenden Stromnetz der Zukunft geht:
Mit nunmehr rund 80.000 installierten intelligenten Stromzählern und
dem dazugehörenden vollintegrierten Abrechnungssystem gehört die
Energie AG zu den Vorreitern in Mitteleuropa. Bei der Fachtagung
"Smart Grids Week 2011" des Bundesministeriums für Verkehr Innovation
und Technologie (bmvit) wurde die Energie AG für die
Pionierleistungen auf dem Gebiet der Smart Grids mit dem Preis "Smart
Grids Pionier" ausgezeichnet.

Wärme

* Energieeffizienz bei der Fernwärmeversorgung: Im Geschäftsjahr
2010/2011 konnte durch die Gewinnung und den Anschluss von Neukunden
das Vorjahresniveau gehalten werden, gleichzeitig sank der
Wärmeverbrauch durch Effizienzmaßnahmen pro Kundenanlage.

* Geothermieprojekt Ried: Das Projekt läuft nach Erschließung der
Heißwasserquellen wie geplant. Somit können nach dem Ausbau des
Fernwärmenetzes in der Heizsaison 2012/2013 die ersten Objekte im
Stadtgebiet mit umweltfreundlicher Fernwärme aus dem Erdinneren
beliefert werden.

Erdgas

* Das Leitungsnetz der OÖ. Ferngas AG ist im abgelaufenen
Geschäftsjahr auf eine Länge von ca. 5.200 Kilometer angewachsen.
Über das Netz wurden rund 28.335,7 GWh (2.532,2 Mio m3) Erdgas
transportiert. Die Steigerung der Mengenabgabe von 1.015,6 GWh
gegenüber dem Vorjahr resultiert einerseits aus dem Kundenzuwachs im
Niederdruckbereich und andererseits aus konjunkturell bedingten
Mehrmengen im Industriebereich.

* Erfolgreiche Neukundengewinnung: 979 neue Hausanschlüsse
(2009/2010: 796) konnten in Oberösterreich gewonnen werden. Die OÖ.
Gas-Wärme GmbH konnte im vergangenen Jahr rund 2.100 Neukunden mit
einer Jahresabsatzmenge von 86 GWh in Österreich und über 100
Kundenanlagen mit einer Jahresabsatzmenge von 28 GWh in Deutschland
gewinnen.

* Drei Biogasanlagen konnten in Tschechien in Betrieb genommen
werden, die als Generalunternehmen von ENSERV GmbH errichtet wurden.
Zum Bilanzstichtag befanden sich vier Anlagen in der
Fertigstellungsphase und neun weitere Anlagen in Bau. In Österreich
wurde die Einspeiseanlage für aufbereitetes Biogas ins Erdgasnetz in
Engerwitzdorf erfolgreich in Betrieb genommen.

Als heimischer Wirtschaftsmotor bekennt sich die OÖ. Ferngas AG seit
Jahrzehnten auch zu ihrer Verantwortung gegenüber der Region und der
Gesellschaft. Die OÖ. Ferngas Netz GmbH ist das erste Unternehmen in
ganz Österreich, das im Geschäftsjahr 2010/2011 nach ISO 26000 bzw.
nach ONR 192500 zertifiziert wurde. Die ISO 26000 ist die erste
international gültige Definition von gesellschaftlicher Verantwortung
und legt fest, was gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln
ausmacht und formuliert Empfehlungen, wie Corporate Social
Responsibility in einer Organisation implementiert werden sollte.

Positive Entwicklung im Segment Entsorgung durch erfolgreiche
Effizienzsteigerungsmaßnahmen

Der Umsatz im Segment Entsorgung konnte im Geschäftsjahr 2010/2011
mit 468,5 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
(395,7 Mio. Euro) deutlich gesteigert werde. Wertstoffpreise auf
anhaltend gutem Niveau und die ganzjährige Einbeziehung von
Beteiligungsunternehmen in Tschechien, Slowakei, Italien und Rumänien
in den Konsolidierungskreis haben diese Entwicklung positiv
beeinflusst. Das EBIT in Höhe von 12,9 Mio. Euro liegt deutlich über
dem Vorjahresniveau (Verlust von -1,5 Mio. Euro) und ist bereits um
den Abgangsverlust aus der Veräußerung der operativen Aktivitäten in
Bayern bereinigt.

* Die umgeschlagenen Abfallmengen sind neuerlich um 5,5% auf eine
Gesamtsumme von 5,49 Millionen Tonnen gestiegen.

* Die thermisch verwerteten Abfälle stiegen im vergangenen
Geschäftsjahr von 590.000 auf 626.000 Tonnen an. Das entspricht einem
Zuwachs von 6,1%.

Nach dem offensiven Wachstumskurs der letzten Jahre konzentriert sich
der Geschäftsbereich Entsorgung konsequent auf die Konsolidierung der
bestehenden Struktur, Integration der in den vergangenen Jahren
erworbenen Unternehmen und Absicherung der erreichten Position. Teil
dieser Optimierung war auch der Rückzug aus dem deutschen Markt.

Stabiles Wachstum im Segment Wasser: Umsatz und EBIT weiterhin
deutlich im Plus

Im Segment Wasser konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz
von 134,0 Mio. Euro (+12,8 %) erwirtschaftet werden. Das Ergebnis
stieg gegenüber Vorjahr um 43,1% auf 7,3 Mio. Euro. Insgesamt wurden
im abgelaufenen Geschäftsjahr 53,6 Mio. m3 Trinkwasser und 44,4 Mio.
m3 Abwasser fakturiert. Das entspricht einem Zuwachs von 1,9 Mio. m3
/ 3,7% bei Trinkwasser und 1,4 Mio. m3 / 3,3% bei Abwasser. Per
30.09.2011 werden 1,05 Mio. Einwohner mit Trinkwasser versorgt und
für 695.000 Kunden die Abwasserentsorgung durchgeführt.

* Großes Geschäftspotenzial bei spezifischen Wasserdienstleistungen
in den kommenden Jahren durch den Sparzwang der Gemeinden aufgrund
der Wirtschaftskrise.

* Hoher Reinvestitionsbedarfs in die Infrastruktur bei gleichzeitiger
Budgetmittel-Verknappung der Gemeinden bringt neue Perspektiven für
alternative Modelle bei Betrieb und Finanzierung. Dieser Trend könnte
durch die Umstellung des bisherigen Förderregimes ab 2014 noch
verstärkt werden.

* Prüfung von Möglichkeiten für Markteintritt in die Slowakei und
Slowenien.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0186 2011-12-16 13:46 161346 Dez 11 ENO0001 1796



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Rückfragehinweis: Michael Frostel MSc
T 05/9000-3993
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E michael.frostel@energieag.at

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