- 16.12.2011, 13:10:01
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Generika: Fakten statt Zahlenspielereien
Wien (OTS) - Die österreichische Pharmaquote liegt unter dem
EU-Durchschnitt: 13 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben werden
für Arzneimittel ausgegeben. Kostendämpfungserfolge bei den
Krankenversicherungsträgern sind auf Senkungen der Ausgaben für
Arzneimittel zurückzuführen.
Die Ausgaben für Arzneimittel liegen in Österreich mit 13 Prozent
gemessen an den gesamten Gesundheitsausgaben unter dem europäischen
Durchschnitt. Dabei sei die Generikaquote nur ein Aspekt, betonte Dr.
Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, im Hinblick auf die
Aussage des Acatavis CEOs Albrecht. Durch den im EU-Vergleich
unterdurchschnittlichen Arzneimittelverbrauch in Österreich, die
unter der Inflationsrate liegende Teuerung bei Medikamenten, das
Auslaufen von Patenten sowie die freiwilligen Rabattleistungen der
Pharmawirtschaft durch den Rahmen-Pharmavertrag werden bereits jetzt
60 Prozent des Kassensanierungsvolumens über die Einsparungen bei
Arzneimitteln lukriert. Auch der Rechnungshof konstatierte jüngst,
dass die Kostendämpfungen bei Medikamenten in der Höhe von 294
Millionen Euro auf das Auslaufen von Patenten bei besonders
umsatzstarken Medikamenten zurückzuführen seien, so Huber.
Aus all diesen Gründen sei der länderübergreifende Vergleich von
Generikaquoten nur bedingt geeignet, Aussagen über
Einsparungspotentiale zu untermauern. " Die Generika-Preisregelungen
sind in den einzelnen Ländern zu unterschiedlich. Dass die Quote im
Hinblick auf den Gesamtmarkt 12 Prozent beträgt, ist nur einer von
mehreren Parametern im Hinblick auf die Beschreibung des Marktes der
Generika", betonte Huber. So verwende etwa der Hauptverband im Bezug
auf den generikafähigen Markt eine Definition, die für 2010 43
Prozent Generikaquote ergibt, bezogen auf einzelne Wirkstoffgruppen
betrage die Quote bis zu 100 Prozent. Außerdem trage die
österreichische Regelung, der zufolge ab dem dritten Generikum auch
das Originalmedikament zum Generikum-Preis abgegeben werden muss,
wesentlich zu den Kostensenkungen bei. Das gleichpreisige
Originalpräparat werde aber nicht in die Generikaquote mit
einbezogen.
Bei medikamentösen Therapien gehe es vor allem darum, den
größtmöglichen Behandlungserfolg bei den Patientinnen und Patienten
sicherzustellen, sei es mit innovativen oder bewährten Arzneimitteln.
Das Verfolgen irgendwelcher Quoten bedeute nicht automatisch eine
Verbesserung der Versorgungsqualität im Gesundheitswesen, so Huber
abschließend.
Eine Darstellung der Einsparungen durch die Generika-Preisregelung
finden Sie auf www.pharmig.at im Bereich Publikationen / Daten &
Fakten.
Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband 120 Mitglieder (Stand November 2011), die den
Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die
Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca.10.000
Beschäftigte.
Rückfragehinweis:
Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Communication & PR, Mag. Barbara Grohs
Tel. 01/40 60 290-20
mailto:[email protected]
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