- 16.12.2011, 12:38:35
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Vorweihnachtliche Einigung über Digitalisierungsmodell zwischen Verleihern und Kinos
ARGE Film und Kino stellt freiwilliges Rabattmodell für die Digitalisierung der Kinos vor. Start ab Jänner 2012
Wien (OTS/PWK922) - "Für dieses Ergebnis haben wir innerhalb
der Verleiher und mit den Kinos lange verhandelt", stellt Ferdinand
Morawetz, Obmann der Berufsgruppe der Verleiher im FV der Film- und
Musikindustrie fest. Franz Lampesberger, Sprecher der Kinos in der
WKÖ, ist ebenfalls mit den Verhandlungen im Interesse der einzelnen
Kinos sehr zufrieden.
Nun ist es vollbracht: ab 1. Jänner 2012 wird es ein
österreichspezifisches, innovatives Kostenbeteiligungsmodell der
Verleiher an den Digitalisierungskosten der Kinos geben. Bisher gab
es hierzulande - so wie in fast allen anderen europäischen Ländern -
für die Kinos nur die Möglichkeit, über Drittfinanzierer (sogenannte
"Integratoren") die finanzielle Last der Digitalisierung mit den
Verleihern zu teilen oder - alternativ dazu - die
Digitalisierungskosten allein zu tragen.
Ziel des zwischen Verleihern und Kinobetreibern konsensual
erarbeiteten freiwilligen VPF (Virtual Print Fee)-Modells der
Verleiher ist es, in Ergänzung der von Frau Bundesminister Schmied
und Kulturstadtrat Mailath-Pokorny im Oktober präsentierten
Bundes-/Landesdigitalisierungsförderung jenen rund 70 Kinos den
Umstieg von analoger zu digitaler Projektion zu ermöglichen.
"Diese Möglichkeit zur Refinanzierung mit Unterstützung der
Verleiher soll auch den kleineren Kinos die Möglichkeit geben, trotz
der schwierigen Kinosituation die notwendigen Investitionen des
digitalen Relaunch zu finanzieren", lobt Morawetz das beschlossene
Modell. Diese Kosten werden alleine für die neuen Projektionsanlagen
auf rund Euro 70.000 pro Saal geschätzt.
Die Administration übernimmt die in der WKÖ angesiedelte
Arbeitsgemeinschaft Film und Kino (ARGE Film und Kino). Das Modell
zeichnet sich im Vergleich zu anderen, in Europa diskutierten
Vorschlägen durch innovative Ansätze aus, wie beispielsweise die
Integration der sogenannten First Mover (Kinos, die bereits in
digitale Projektoren investiert haben), differenzierte
Berücksichtigung der Gegebenheiten kleinerer Kinos und klein
gestarteter Filme sowie eine individuelle Berechnung der
Refinanzierung pro Kino, wodurch sich die Übersichtlichkeit und
Transparenz für die mitfinanzierenden Verleiher wesentlich erhöht.
Bis zum Endes des Jahres 2012 soll die Digitalisierung der heimischen
Kinos weitestgehend abgeschlossen sein. Der logistisch schwierige und
für die Verleiher kostenintensive Hybridbetrieb mit 35mm-Kopien und
digitalen Festplatten wird dann der Vergangenheit angehören.
"Dieses Modell wird im Hinblick auf die internationale Entwicklung
die notwendige schnelle Umstellung unterstützen und die für die
Verleiher logistischen Vorteile des digitalen Kopiensystems zum Wohle
der gesamten Film- und Kinowirtschaft ermöglichen", stellt Morawetz
fest. "Während die wenigen Länder, die sich bisher zu einer
flächendeckenden Lösung durchringen konnten, gesetzlich
verpflichtende Modelle eingeführt haben, ist als österreichischer Weg
ein freiwilliges Modell als Angebot an die Verleiher und Kinos zur
freiwilligen Teilnahme angedacht".
"Eine rege Teilnahme an dieser Aktion liegt im Interesse der Kinos
und sichert langfristig das Überleben der kleinen Kinos im digitalen
Zeitalter, aber auch eine vielfältige Kinolandschaft in Österreich",
stellt Franz Lampesberger fest. "Eine rege Teilnahme ist natürlich
auch im Interesse der Verleiher und garantiert eine breite
Abspielbasis für den digitalen Film".
Damit wird nachhaltig die Kinokultur abseits des Populärkinos für
das österreichische Filmschaffen erhalten, sind sich alle betroffenen
Kinobetreiber, Filmproduzenten und Verleiher einig.
Ab 1.1.2011 ist die Anmeldung bei Administrationsstelle, Herrn Mag.
Michael Dietrich, Grant Thornton Unitreu GmbH, T: +43 (0) 1 26262 -
431, E: [email protected] möglich. (us)
Nähere Informationen:
http://www.filmandmusicaustria.at/kinodigitalisierung.html
http://www.kino-kultur-vergnuegen.at
Rückfragehinweis:
Fachverband der Film- und Musikindustrie Austrian Association of Film - and Music Industry Tel: +43 (0)5 90900 3010 +43 664 5447258 EMail: [email protected],at www.filmandmusicaustria.at
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