- 16.12.2011, 11:28:25
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Energieabgabenvergütung: ÖHV geht bis zum VfGH
Wellness: Belebt ganze Regionen, soll aber totgespart werden
Wien (TP/OTS) - Die ÖHV tritt aktiv und kompromisslos gegen die
Streichung der Energieabgabenvergütung auf: Es geht um fünf- bis
sechsstellige Beträge. Für das Jahr 2006 muss der Antrag noch vor
Jahreswechsel gestellt werden!
Der Rechnungshof hat 599 vernünftige Sparvorschläge ausgearbeitet.
Anstatt aber nur einen davon umzusetzen, soll noch einmal der
Tourismus die Staatskassen füllen. Der Versuch, dem Tourismus die
Energieabgabenvergütung zu streichen, der Industrie aber nicht, ist
schon einmal gescheitert. "Das ist und bleibt schlichtweg
Diskriminierung. Wir wollten allen Beteiligten einen aufwändigen
Prozess ersparen, aber die Regierung pokert lieber. Wir sehen uns vor
Gericht", so Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV). "Die Bankenkrise war teuer, die Politik
braucht Geld. Aus Angst vor den Großen holt man es sich von den
Kleinen."
"Für die Jahre vor 2011 können noch fünf Jahre rückwirkend Anträge
auf Rückvergütung gestellt werden, also aktuell für die Jahre 2006
bis 2010", empfiehlt Reisenzahn, noch vor Jahreswechsel tätig zu
werden.
Hoteliers sind nicht die Zahlmeister der Nation!
Viele Betriebe wenden sich an die ÖHV, die deren Vorgangsweise
koordiniert und Musterbeschwerden durch alle Instanzen führt. "Das
Interesse daran ist so groß wie der Zorn über Diskriminierung und
fortgesetzte Ausbeutung", so Reisenzahn. Das ist verständlich, geht
es doch um fünf- bis sechsstellige Euro-Beträge. Verstärkt wird der
Eindruck dadurch, dass es für Kurzarbeit in der Industrie unbegrenzt
Mittel gibt, während vom Tourismus abkassiert wird: "Dass Hotels
keine Steuerflucht betreiben wird schamlos ausgenutzt, siehe die
Ortstaxen in ganz Ostösterreich. Wir sind doch nicht die Zahlmeister
der Nation", so Reisenzahn.
Wellness schafft Arbeitsplätze
Doch das schadet mehr als es nutzt: Wird doch das energieintensive
Wellness-Angebot immer wichtiger für die Urlaubsentscheidung. Ganze
Regionen profitieren von der Saisonverlängerung durch das
wetterunabhängige Wellness-Angebot und Kurzurlauben. "Ohne Wellness
und Thermen hätte die Nächtigungsbilanz in der verregneten ersten
Sommerhälfte traurig ausgesehen", so Reisenzahn. Im Burgenland haben
die Zuwächse in der Thermenregion die Rückgänge rund um den
Outdoor-lastigen Neusiedlersee fast wettgemacht. Die Steiermark mit
besonders hoher Thermendichte hat sogar profitiert, die höchsten
Verluste gab es in weniger wellness-intensiven Regionen. "Bei
Wellness sind unsere Hotels hervorragend positioniert: Für 70 % ist
es zentraler Bestandteil des Angebots. Wir schädigen also einen
wichtigen Wirtschaftszweig, der bereits unter zu wenig Wettbewerb auf
dem Strommarkt leidet. Damit tun wir uns keinen Gefallen."
Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige
Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die
Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200
Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und
Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und
Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der
Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als
40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen
Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und
Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010
über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5.
Vollarbeitsplatz.
Eine Grafik können Sie hier downloaden:
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Rückfragehinweis:
Thomas Reisenzahn Generalsekretär Tel.: +43 (0)1 533 09 52 Fax: +43 (0)1 533 70 71 [email protected] http://www.oehv.at
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