• 15.12.2011, 15:30:37
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EU-Energiekommissar Oettinger fordert bindende Ziele für Erneuerbare bis 2030

Erneuerbare Energie Szenario und Effizienz Szenario sind der billigste Weg in die Zukunft

Wien (OTS) - Der heute vom EU-Energiekommissar Günther Oettinger
präsentierte Energiefahrplan 2050 zeigt den Weg auf, wie die
Energieproduktion in Europa nahezu CO2-frei werden kann. Ein
Vergleich der verschiedenen Szenarien zeigt, dass ein Energiemix mit
97% der Stromproduktion durch Erneuerbare, inklusive 49% Windenergie,
im Jahr 2050, zu gleichen Gesamtkosten des Energiesystems führt, wie
andere Szenarien, und dies obwohl der Energiefahrplan sehr
konservative Annahmen trifft. In allen Szenarien ist die Windenergie
jene Energietechnologie die den größten Anteil an Strom produzieren
wird.

Im Energiefahrplan 2050 werden neben einem Buisiness-as-usual
Szenario fünf verschiedene Szenarien präsentiert, die alle eine
Reduktion des C02-Ausstoßes im Energiebereich um 85% bis zum Jahr
2050 erreichen. Dabei werden unterschiedliche Technologien und
Energieeffizienzszenarien miteinander verglichen. Die Atomenergie
wird ebenso in die Betrachtungen einbezogen, wie die CCS-Technologie
(die Abscheidung von CO2 und deren anschließenden Speicherung), die
fossilen Energieträger und die Erneuerbaren. Energiekommissar Günther
Oettinger erklärte dazu: "Nur ein neues Energiemodell wird
langfristig dafür sorgen, dass unser System sicher, wettbewerbsfähig
und nachhaltig ist. Wir verfügen jetzt über einen europäischen Rahmen
dafür, dass die politischen Maßnahmen zur Sicherung der notwendigen
Investitionen getroffen werden." In den nächsten zwei Jahren sollen
laut Oettinger diese Szenarien diskutiert werden und er erwartet sich
bis 2014 verbindliche Ausbauziele für erneuerbare Energiesysteme bis
ins Jahr 2030.

In allen Szenarien wird aber eines deutlich: Die Windenergie wird
2050 jene Stromerzeugungstechnologie sein, die in Zukunft den größten
Anteil an Strom liefert. Selbst in einem Szenario welches die
derzeitige Situation fortführt.

Bei genauer Betrachtung des Energiefahrplanes 2050 zeigt sich, dass
"sehr viel Energie offenbar aufgewendet wurde um aufzuzeigen, dass
erneuerbare Energien teurer sind als Fossil- oder Atomenergie."
kommentiert Christian Kjaer, Geschäftsführer des Europäischen Wind
Energie Verbandes (EWEA). Dabei wurden überraschende Annahmen
getroffen, wie etwa: Ein sinkender Ölpreis von über 100$ heute auf
70$ im Jahr 2050; Offshore-Anlagen (Windkraftanlagen am Meer) kosten
so die Annahme 2050 gleich viel wie heute. Hingegen sollen die
Atomenergiekosten sinken und kein Infrastrukturausbau bei Gas und CCS
(CO2 Abscheidung und Speicherung) in den nächsten 40 Jahren notwendig
sein. "Selbst neben all diesen Annahmen bestätigen die Szenarien,
dass eine Zukunft mit erneuerbaren Energien keine höheren Kosten
verursacht. Ein Szenario mit starkem Ausbau der erneuerbaren Energien
und der Energieeffizenz ist somit die billigeste Variante." erklärt
Kjaer.

Rückfragehinweis:
IG Windkraft
Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
Tel.: Mobil: 0699 / 188 77 855
mailto:[email protected]
http://www.igwindkraft.at

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