- 15.12.2011, 13:44:11
- /
- OTS0206 OTW0206
Erhöhte Wohnbauförderung forciert Passivhausstandard
Sobotka: Neue Richtlinie setzt Schwerpunkt in Richtung Umwelt, Energie und Familien
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Rahmen einer Pressekonferenz unter dem
Titel "Passivhaus - das Wohnkonzept der Zukunft" ging
Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka heute,
Donnerstag, 15. Dezember, in St. Pölten auf die neue Ausrichtung der
NÖ Wohnbauförderung ein, die ab dem Jahr 2012 einen Schwerpunkt in
Richtung Umwelt, Energie und Familie setzt.
"Drei Dinge sind an einem Gebäude zu beachten: Dass es am rechten
Fleck steht, dass es wohlgegründet ist und vollkommen ausgeführt",
betonte Sobotka in seiner Stellungnahme. Dieses Zitat von Johann
Wolfgang von Goethe habe wohl auch heute noch seine Gültigkeit und
sei für die niederösterreichische Wohnbauförderung eine Richtschnur.
"Am richtigen Fleck zu stehen beginnt bei der Widmung und endet wie
man das Haus am Grundstück positioniert", so der
Landeshauptmann-Stellvertreter. Dazu komme noch eine bestmögliche
Qualität nach den aktuell gültigen Qualitätsstandards, um den
energiesparenden Baukörper unter dem Motto "Mein Haus, mein
Kraftwerk" langfristig nutzen zu können.
Die NÖ Wohnbauförderung setze auf Energieeffizienz und
Energiesparen, informierte Sobotka. "Laut dem Bundesumweltamt hat
Niederösterreich im Gebäudesektor in der Zeit zwischen 1990 und 2008
rund 21 Prozent des Kohlendioxidausstoßes eingespart, obwohl
entsprechend des Kyoto-Ziels nur 13 Prozent notwendig wären." Dies
sei nur möglich gewesen, da Niederösterreich die Standards beim
Neubau möglichst energiesparend festgelegt habe und gleichzeitig
einen Schwerpunkt auf die Sanierung setze, führte Sobotka weiter aus
und nannte dabei insbesondere die über 2.000 Gebäude mit
Passivhausstandard, mit denen Niederösterreich im
Bundesländervergleich an der Spitze liege, sowie die Änderungen bei
der Wohnbauförderungsrichtlinie für das nächste Jahr.
Bei der Errichtung eines Eigenheims in Passivhausbauweise werde
beim Erreichen einer Energiekennzahl von jährlich 10 Kilowattstunden
pro Quadratmeter ein Darlehen auf 27 Jahre in der Höhe von 50.000
Euro gewährt, wofür keine Einkommensgrenze gelte, führte der
Landeshauptmann-Stellvertreter weiter aus und ergänzte: "Beim Bau
eines Passivhauses kann bei Unterschreitung der Einkommensgrenze,
welche für 2012 erhöht wurde, zusätzlich auch die Familienförderung
zuerkannt werden. Eine Familie mit zwei Kindern erhält 22.000 Euro
Familienförderung, bei der Errichtung in Zentrumszone weitere 4.500
Euro und einer Photovoltaikanlage nochmals 10.000 Euro, was in Summe
86.500 Euro ergibt." Auch im eigenen Bereich gehe man mit gutem
Beispiel voran und habe nach diesen hohen Standards in Großrust einen
Kindergarten geplant, in St. Valentin eine Turnhalle sowie den Neubau
des Landesklinikums in Baden, meinte Sobotka abschließend.
Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. (FH) Eberhard
Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221, e-mail
[email protected].
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
www.noe.gv.at/nlk
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






