OTS0188   15. Dez. 2011, 13:02

Grünewald zu Hochschulmilliarde: Billiges Täuschungsmanöver der Regierung

Grüne: Von frischem Geld für Zukunftsinvestitionen keine Rede


"Schon in der letzten Regierungserklärung vor drei
Jahren wurde versprochen, für Universitäten und Fachhochschulen zwei
Prozent des BIP bereitzustellen. Zwischenzeitlich wurden die Budgets
der Universitäten allerdings nominell wie real gekürzt. Die vage
versprochenen Raten einer 'virtuellen' Uni-Milliarde werden also
gerade einmal ausreichen, um diese Lücken schließen", kommentiert der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die jüngste
Kanzler-Zusage zur Uni-Milliarde. Als Beispiele für die klaffenden
Lücken nennt Grünewald die Reduktion der Familienbeihilfe bei
Studierenden, die Streichung der Publikationsförderung, reduzierte
Investitionen in studentisches Wohnen und erzwungene Einschnitte im
Personalbereich der Universitätskliniken.
"Man hat den Unis und Fachhochschulen in den letzten Jahren
sukzessive Geld weggenommen. Mit der Hochschulmilliarde gibt man
ihnen lediglich einen Teil davon wieder zurück. Das ist ein billiges
Täuschungsmanöver", kritisiert Grünewald. Auch die
Universitäten-Konferenz (UNIKO) betonte, dass mit 300 Millionen
jährlich, gerade einmal der unbefriedigende Status Quo erhalten
werden kann. "Von 'wirklich' frischem Geld für Zukunftsinvestitionen
kann daher nicht die Rede sein."
Zudem befürchtet Grünewald, dass die Hochschulmilliarde nur im
Austausch zu harten, hochschulpolitischen Forderungen kommen wird.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0188 2011-12-15 13:02 151302 Dez 11 FMB0005 0193



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