- 15.12.2011, 12:52:20
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LR Ragger: Diskussion um Zukunft des bfz versachlichen
Wichtige sozialpolitische Aufgabe im kommenden Jahr
Klagenfurt (OTS/LPD) - "Eine der wichtigsten Aufgaben des
Sozialreferates zu Beginn des kommenden Jahres ist die Versachlichung
der Diskussion über die Zukunft des Sozialpädagogischen Zentrum (bfz)
in Klagenfurt. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Enquete des
Landtages, welche Anfang Februar stattfinden wird", erklärte heute,
Donnerstag, Sozialreferent LR Christian Ragger. Er appellierte auch
heute im Landtag an alle Parteien, mit diesem Thema keine
Parteipolitik zu betreiben. "Es wäre auch denkbar, hierbei eine
basisdemokratische Entscheidung herbeizuführen, wenn alle Argumente
auf dem Tisch liegen", sagte Ragger.
Die Hauptfrage laute, ob beeinträchtigte Kinder wie bisher aus
allen Landesteilen in ein Zentrum nach Klagenfurt gebracht werden
oder ob sie wohnortnah in noch zu schaffenden Schul-Inklusionszentren
in ihrem Bezirk betreut werden. Diese wohnortnahe Versorgung würde
jedenfalls den Anforderungen der UN-Behindertenkonvention
entsprechen, während die bisher praktizierte zentrale Lösung
derselben widerspreche. Aus diesem Grund bevorzuge er diese Änderung,
so Ragger. "Ich will nicht, dass sich Kärnten der Kritik aussetzt, es
würde die Anforderungen der UN-Behindertenkonvention dauerhaft
ignorieren".
Diese Umstellung könne auch nicht von heute auf morgen kommen,
sondern dafür sei eine mehrjährige Übergangsphase bis 2015
vorgesehen. Die Zeit, in welcher der bisherige Betrieb weiterlaufe,
könne man nützen, um die Inklusionszentren in den Bezirksstädten
einzurichten. Das größte davon würde auch in Klagenfurt eingerichtet,
in dem auch jene Kinder betreut werden, deren Eltern eine Integration
für nicht sinnvoll halten.
"Verständlicherweise sorgen sich Eltern, weil eine gewohnte
Versorgung auf hohem Niveau geändert wird. Gerade bei
beeinträchtigten Kindern sind solche Umstellungen mit großer
Behutsamkeit vorzunehmen", erklärte Ragger.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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