- 15.12.2011, 11:54:13
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Waldner: Mehr Hilfe für Ostafrika
Zwei Millionen Euro an CARE Österreich, Caritas Österreich, Licht für die Welt und Österreichisches Rotes Kreuz
Wien (OTS) - Mitte Oktober beschloss die österreichische
Bundesregierung eine Versechsfachung der Soforthilfe für die
Hungerregion in Ostafrika. Insgesamt stehen nun 8,5 Millionen Euro
zur Verfügung. Zwei Millionen davon fließen jetzt über die Austrian
Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit, an die erfahrenen humanitären
Hilfsorganisationen CARE Österreich, Caritas Österreich, Licht für
die Welt und das Österreichische Rote Kreuz - für Soforthilfe und
langfristig wirksame Projekte gegen Hunger und Dürre. Schwerpunkte
sind Ernährungssicherung, ländliche Entwicklung und medizinische
Versorgung.
Zwei Millionen Euro für Äthiopien und Kenia
"Österreich ist moralisch verpflichtet, am Horn von Afrika zu helfen.
Nach der Versechsfachung der Hilfsgelder auf 8,5 Millionen Euro vor
einigen Wochen stellen wir davon nun zwei Millionen Euro für
wirkungsvolle Programme und Projekte von CARE Österreich, Caritas
Österreich, Licht für die Welt und dem Österreichischen Roten Kreuz
zur Verfügung. Diese Organisationen sorgen als starke Partner dafür,
dass sich die Situation für mehr als 70.000 Menschen in Äthiopien und
Kenia in naher Zukunft verbessern wird", so Wolfgang Waldner,
Staatssekretär im Außenministerium.
"Wir vertrauen auf das über Jahrzehnte aufgebaute, wertvolle
Know-how österreichischer Hilfsorganisationen, die den effektiven und
effizienten Einsatz der Hilfsgelder garantieren. Dabei wird unter
anderem auf langfristige Ernährungssicherung, Verbesserung in der
Landwirtschaft und medizinische Versorgung abgezielt, um bessere
Lebensbedingungen für die Menschen zu schaffen. Es wird aber auch
daran gearbeitet, dass die Menschen in der Region künftig besser
gegen Hungerperioden gerüstet sind", so Brigitte
Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der ADA, die für die Auswahl
der Projekte verantwortlich zeichnet.
Unterstützung für viele Monate
Die neuen Initiativen von CARE Österreich, Caritas Österreich, dem
Österreichischen Roten Kreuz und Licht für die Welt bauen teilweise
auf bestehenden Projekten auf und sind auf ein bis eineinhalb Jahre
angelegt.
So konzentriert sich CARE auf die Sicherung der Existenzgrundlage
kleinbäuerlicher Familien und die Stärkung von Frauen in der Region
Oromia in Äthiopien. "Der Großteil der dort lebenden Menschen ist von
der Landwirtschaft abhängig. Wir unterstützen insbesondere Bäuerinnen
mit Saatgut, Schafen, Ziegen und Geflügel, aber auch mit Wissen über
ertragreiches Wirtschaften. Und wir machen sie widerstandsfähiger
gegenüber Dürre und Ernteausfällen", berichtet Andrea Wagner-Hager,
Geschäftsführerin von CARE Österrreich.
Auch die Caritas Österreich unterstützt die Region Oromia in
Äthiopien. "Unser Programm läuft in drei Phasen. Nach der bereits
erfolgten Soforthilfe durch die Verteilung von Nahrungsmitteln geht
es nun darum, die Menschen für kommende Katastrophen besser zu
rüsten. Etwa mit adäquaten Lagermöglichkeiten für die Ernte, mit dem
Aufbau von Viehzuchten oder dem Anbau von Getreide. Ein weiterer
Schwerpunkt ist die Verbesserung der sanitären und hygienischen
Standards", so Franz Küberl, Präsident der Caritas Österreich.
Licht für die Welt leistet Nahrungsmittelhilfe und stärkt die
medizinische Versorgung in der Somali Region und der Borana Zone in
Äthiopien. "In Zusammenarbeit mit zwei lokalen Partnern verteilen wir
Medikamente und hochenergetische Nahrung an die seminomadische
Bevölkerung. Wir helfen vor allem Kindern, schwangeren und stillenden
Frauen, die besonders durch den Hunger geschwächt sind. Ganz wichtig
ist uns auch die Versorgung von Menschen mit Behinderungen, die noch
viel schwerer Zugang zu lebensnotwendiger Nahrung haben", sagt Rupert
Roninger, Geschäftsführer von Licht für die Welt.
Das Rote Kreuz ist in Mandera im Nordosten Kenias im Einsatz.
"BäuerInnen und ViehhüterInnen haben nach den langen Dürremonaten
ihre Existenzgrundlage verloren. Mit einem integrierten Ansatz helfen
wir, gemeinsam mit den BäuerInnen, die landwirtschaftliche Produktion
nachhaltig wiederaufzubauen und gegen Überschwemmungen als Folge von
Erosion vorzusorgen", betont Max Santner vom Österreichischen Roten
Kreuz.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in
Afrika, Asien, Zentralamerika, Südost- und Osteuropa bei ihrer
nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien. Die
Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit, setzt Programme und Projekte gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Mag. Alexander Schallenberg, Pressesprecher des Außenministers Tel.: T: ++43(0)50 1150-3265, F: ++43(1)535 50 91 mailto:[email protected] http://www.aussenministerium.at Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit Information und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Heidi Liedler-Frank Tel.: +43 (0)1 90399-2400 [email protected] www.entwicklung.at
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