- 15.12.2011, 11:17:18
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KUNST HAUS WIEN: Jahresprogramm 2012
Politische Plakate aus 100 Jahren - Elliott Erwitt: Mensch im Hund - Foto-Automaten-Kunst
Wien (OTS) - Am Donnerstag präsentierten Wien
Holding-Geschäftsführer Peter Hanke und Kunst Haus Wien-Direktor
Franz Patay das Programm der Wechselausstellungen für das Jahr 2012.
Mit dem Jahr 2012 geht das KUNST HAUS WIEN in seine fünfte Saison als
Museum der Wien Holding. "In den letzten Jahren ist uns gelungen,
dieses Haus als idealen Ort für die Kunst des 20. Jahrhunderts zu
etablieren. Das KUNST HAUS WIEN ist nicht nur durch seine Architektur
ein buntes, abwechslungsreiches und spannendes Haus, sondern es
widmet sich mit seinen Ausstellungen ganz konsequent der Kunst einer
spannenden Epoche. Und diesen eingeschlagenen Weg setzen wir auch im
Jahr 2012 konsequent fort", so Wien Holding-Geschäftsführer Peter
Hanke.
Bei der Programmgestaltung 2012 setzt das Haus auch weiterhin die
Beschäftigung mit thematischen Ausstellungen fort, die die
Kontinuität großer Personalen ergänzen. "Während 2011 ein Jahr der
Eigenproduktionen war, präsentiert sich 2012 als ein Jahr der
Ausstellungen, die wir in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in
Wien realisieren. Kooperationen und strategische Partnerschaften sind
2012 für das KUNST HAUS WIEN von größter Bedeutung. Gemeinsam mit
internationalen Partnern wollen wir unseren Standort dauerhaft und
nachhaltig festigen", so KUNST HAUS WIEN-Direktor Franz Patay.
Mit seinen Fotografieausstellungen möchte das KUNST HAUS WIEN einen
wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit diesem so wesentlichen
Medium leisten, wobei die hohe Akzeptanz dieser Ausstellungen - wie
etwa aktuell bei "Henri Cartier-Bresson. Der Kompass im Auge" - diese
Ausrichtung bekräftigt.
Das Programm im Überblick:
Ab 8. März 2012 läuft die Ausstellung Head 2 Head: Politik und Image,
die politische Plakate aus 100 Jahren von Lenin bis Guevara, von
Schwarzenegger bis Timoschenko zeigt. Ab 14. Juni 2012 steht Elliott
Erwitt: "Mensch im Hund" auf dem Ausstellungsplan. Die Schau zeigt
Erwitts Fotografien aus den Jahren 1949 bis 2001. Weltberühmt haben
Erwitt seine liebevollen Fotos gemacht, die den Hund von einer
durchaus menschlichen Seite zeigen.
Die dritte Wechselausstellung im Jahr 2012 ist der Kunst aus dem
Fotoautomaten gewidmet. Diese Automaten waren noch vor wenigen Jahren
fast überall zu finden, auf Bahnhöfen oder in Einkaufszentren. Viele
Künstler - von den Surrealisten bis Warhol und Rainer - haben das
Potenzial der Fotoautomaten für die Kunst genutzt. Ihre
"maschinellen" Werke sind in dieser Ausstellung ab 11. Oktober zu
sehen. Und noch bis 26. Februar 2012 läuft die im November 2011
gestartete Schau "Henri Cartier-Bresson: Der Kompass im Auge:
Amerika-Indien-Sowjetunion", die den Bildern des legendären
Mitbegründers der Fotoagentur Magnum gewidmet ist.
Head 2 Head: Politik und Image - Politische Plakate aus 100 Jahren
Von Lenin bis Guevara, von Schwarzenegger bis Timoschenko
(8. März bis 3. Juni 2012)
Politiker ringen mit Krisen ebenso wie mit dem eigenen Image.
Werbewirksame Inszenierung soll Wählervertrauen bringen und
Machterhalt sichern. Die Ausstellung zeigt die wichtigsten Strategien
der Imagebildung und die Bildformeln, die sie nutzen: vom "Mann von
nebenan", der sich vermeintlich von der abgehobenen Politikerklasse
abgrenzt, bis zum Typus des einer höheren Mission zugewandten
"Visionärs". Beispiele politischer Plakate aus den letzten 100 Jahren
beleuchten den gesamten "Lebenszyklus" einer Politikergestalt von der
Kampagne über die Repräsentation bis zur bissigen Satire der
politischen Demontage. Fallstudien aus verschiedenen Epochen und
Systemen zeigen den Wandel des Politikerbildes: von Lenin und Che
Guevara bis zu Arnold Schwarzenegger und Julia Timoschenko.
Die Ausstellung wurde vom Museum für Gestaltung Zürich entwickelt und
schöpft aus dessen Plakatsammlung, die zu den weltweit bedeutendsten
zählt. Politische Plakate aus Diktaturen und Demokratien stehen
Ikonen der politischen Satire - von John Heartfield bis Klaus Staeck
- gegenüber, ergänzt um exemplarische fotografische Serien und
Kunstprojekte - wie etwa den Bildessay von Nicolas Righetti über den
absolutistischen Herrscher Turkmenistans oder die berühmten Fotos von
Angela Merkel, die Herlinde Koelbl über mehrere Jahrzehnte hinweg
gemacht hat. Bezüge zur österreichischen Politik werden natürlich
auch nicht fehlen.
Eine Ausstellung des Museum für Gestaltung Zürich in Zusammenarbeit
mit dem KUNST HAUS WIEN.
Elliott Erwitt: Mensch im Hund. Fotografien 1949 bis 2001
(14. Juni bis 30. September 2012)
Besonders seine augenzwinkernden und liebevollen Fotos von der
durchaus menschlichen Seite der Hunde haben Elliott Erwitt
weltberühmt gemacht. In den Fotografien Erwitts, der Hunde und Kinder
als Modelle bevorzugt, verbinden sich ein ironischer Blick und ein
wacher Geist voll tiefgründiger Leichtigkeit. Diese umfassende
Retrospektive zeigt einen höchst aktiven und vielseitigen Fotografen,
der auch als "Woody Allen der Fotografie" charakterisiert wurde: den
"unsichtbaren Insider", dessen Bilder von Chruschtschow und Nixon im
Streitgespräch 1960 um die Welt gingen, den sozialrealistischen
Dokumentaristen und insbesondere den Schöpfer humorvoller Bilder
unseres Lebens, die dieses oft ein Stück leichter machen.
Der 1928 als Sohn russischer Einwanderer in Paris geborene Elliott
Erwitt wuchs in Mailand auf, konnte 1939 mit dem letzten Schiff in
die USA fliehen, ging in Los Angeles zur Schule und lebt seit vielen
Jahren in New York. Neben Jahrzehnten höchst erfolgreicher Arbeit als
Fotograf für Werbung und Reportagen und der Regie zahlreicher
Fernsehfilme blieb Erwitt stets auch ein "Amateur", also ein
"Liebender" der Fotografie, der seine listenreiche Beobachtungsgabe
dem Tierischen ebenso gerne widmet wie dem Menschlichen und
Allzumenschlichen.
Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit Magnum Photos statt.
Foto-Automaten-Kunst: Die Ästhetik hinter dem Vorhang
Von den Surrealisten bis Warhol und Rainer (11. Oktober 2012 bis 13.
Jänner 2013)
Fotoautomaten waren noch bis vor wenigen Jahren auf jedem Bahnhof und
an vielen Stellen in den Städten zu finden, heute sind sie eine
aussterbende Gattung. Als 1928 die ersten Fotoautomaten in Paris
aufkamen, stürzte sich nicht nur das Publikum, sondern auch die
Künstler auf die für wenig Geld innerhalb von Minuten erhältlichen
maschinellen Selbstporträts. Die Surrealisten waren die ersten, die
das Potenzial der Fotoautomaten für die Kunst erkannten, viele andere
Künstler sollten ihnen folgen: Cindy Sherman, Arnulf Rainer, Andy
Warhol, Thomas Ruff zählen zu ihnen.
Die Ausstellung erlaubt mit mehr als 300 Exponaten von rund 60
internationalen Künstlern einen umfassenden Einblick in die "Ästhetik
hinter dem Vorhang". Dabei wird die Maschine selbst und ihre Funktion
auch in der Herstellung "offizieller" Passfotos ebenso gezeigt wie
das künstlerische Spiel mit Identitäten, das Erzählen kurzer
Geschichten auf den kleinen Bildstreifen oder das Schaffen eigener
Welten. Die Ausstellung wurde vom Musée de l'Elysée Lausanne
entwickelt und wird nur dreimal in Europa gezeigt - in Lausanne,
Paris und Wien.
Ausstellungskuratoren:
Clément Chéroux, Kurator Musée national d'art moderne - Centre
Pompidou
Sam Stourdzé, Direktor Musée de l'Elysée
Anne Lacoste, Kuratorin Musée de l'Elysée
Andreas Hirsch, Kurator KUNST HAUS WIEN
Eine Ausstellung des Musée de l'Elysée Lausanne in Zusammenarbeit mit
dem KUNST HAUS WIEN.
Das KUNST HAUS WIEN ist Pilotpartner des Fluxguide-Projekts
Nicht nur informieren sondern auch kommentieren und diskutieren
Mit Fluxguides bekommen Besucher nicht nur multimediale Informationen
zur Ausstellung, sondern können Exponate kommentieren und mit anderen
diskutieren. So entsteht eine offen-diskursive Atmosphäre, in der
Besucher sich aktiv und konstruktiv mit der Ausstellung
auseinandersetzen.
Wie Besucher zu einem Fluxguide kommen:
o Ausleihe eines der mobilen Geräte (iPod touch inkl. Hülle, Umhängeband & Kopfhörer) o Über das eigene Smartphone o An einem der Fluxguide-Terminals (iPad 2) o www.fluxguide.com
Begleitveranstaltung zu "Henri Cartier-Bresson. Der Kompass im
Auge"am Dienstag, den 24. Jänner 2012, 19:00 Uhr
Das KUNST HAUS WIEN lädt im Rahmen der Ausstellung "Henri
Cartier-Bresson. Der Kompass im Auge" zu folgender Veranstaltung ein:
"Monsieur Henri, wie haben Sie das gemacht?
Arbeitsweise, Ästhetik und Philosophie von Henri Cartier-Bresson"
Gespräch und Dialogführung durch die Ausstellung mit Fotohistoriker
Hans-Michael Koetzle und Ausstellungskurator Andreas Hirsch.
Führungsbeitrag inkl. Eintritt: 9 Euro (für Besitzer einer KUNST HAUS
WIEN-Jahreskarte EUR 4,50)
Anmeldung unbedingt erforderlich:
Fr. Böhm, Tel. 01-712 04 95-12, [email protected]
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres
Eintreffens bearbeitet.
o Ausstellungspartner des KUNST HAUS WIEN 2012: Museum für Gestaltung Zürich Magnum Photos Musée de l'Elysée
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
BADER & TEAM GmbH
Astrid Bader & Bernhard Mayer
Telefon: 01 524 05 42-12
E-Mail: [email protected]
Wolfgang Gatschnegg
Wien Holding - Konzernsprecher
Telefon: 01 408 25 69-21
Mobil: 0664 82 68 216
E-Mail: [email protected]
www.wienholding.at
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