- 15.12.2011, 09:35:01
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Pirker: Keine Monster-LKW in Österreich
EU-Parlament überlässt es den Mitgliedstaaten, ob sie Gigaliner einführen wollen oder nicht
Straßburg, 15. Dezember 2011 (OTS) "Eine EU-weite Zulassung der
60-Tonnen schweren und rund 25 Meter langen Gigaliner ist ab heute
vom Tisch. Mit dem heutigen Beschluss haben sich die Gigaliner-
Gegner durchgesetzt. Die Riesen-LKW lösen keine Probleme, sondern
schaffen neue Schwierigkeiten, Kosten und Umweltprobleme", so
Hubert Pirker, ÖVP-Verkehrssprecher im Europäischen Parlament zum
heutigen Beschluss des "Fahrplans zu einem einheitlichen
europäischen Verkehrsraum". ****
"Es ist völlig klar, dass wir die Monster-LKW in Österreich
nicht gebrauchen können. Wenn aber bestimmte Mitgliedstaaten die
Gigaliner - beispielsweise zum Holztransport in Nordschweden, wo
das Schienennetz nicht ausgebaut ist - verwenden wollen, dann soll
ihnen das freigestellt sein. Geografie und Infrastruktur sind in
der EU so unterschiedlich, dass dies nicht zentral festgelegt
werden muss", so Pirker.
Gigaliner sind um ein Drittel länger und doppelt so schwer wie
herkömmliche LKW. "Die Einführung der Riesen-LKW hätte nicht nur
negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, sondern wäre ein
glatter volkswirtschaftlicher Unfug. Es ist davon auszugehen, dass
allein in Österreich bis zu eine Milliarde Euro an Umbaukosten
entstehen würden, wenn Brücken, Nothaltestellen, Autobahnparkplätze
oder Kreisverkehre für den Einsatz der Riesen-LKW umgerüstet werden
müssten", so Pirker. "Betriebswirtschaftlich gesehen mag es
vordergründig scheinen, dass durch Gigaliner der Gütertransport
billiger wird. Volkswirtschaftlich würden sie den Güterverkehr in
Österreich aber verteuern."
Rückfragen: Dr. Hubert Pirker, MEP, Tel.: +32-2-284-5898
([email protected])
Daniel Köster M.A., EVP Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
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