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Neues Volksblatt: "Unwissenheit" von Markus EBERT
Ausgabe vom 15. Dezember 2011
Linz (OTS) - In den letzten Wochen des Jahres dreht sich
insbesondere in den Gemeinden alles ums Geld. Die Budgets für das
nächste Jahr werden beschlossen, und je nach Finanzlage ist das
entweder ein Grund für Zufriedenheit oder ein eher gefürchteter
Abstimmungsakt. Auffallend ist in OÖ jedenfalls eines: Aus vielen
Kommunen kommen positive Rückmeldungen auf jüngst gesetzte Maßnahmen
zur Entlastung der Gemeindebudgets - sei es der Pflegefonds, sei es
die Spitalsreform.
Nur aus Linz, wo man bekanntlich einen besonderen Umgang mit dem Geld
der Steuerzahler pflegt, kommen andere Töne. Für SPÖ-Finanzstadtrat
Mayr sind die Transferleistungen an das Land die alleinige Wurzel des
Übels, sprich eines Abgangs. Die Frage ist nur, ob Mayr und Genossen
die glaubwürdigsten Zeugen für diese Behauptung sind. Auf die
Journalistenfrage nach der Höhe der städtischen Verschuldung musste
er gestern erst im Voranschlag blättern, um Auskunft geben zu können.
Egal, ob das Koketterie oder Unwissenheit war: Vertrauenerweckend ist
für einen Finanzreferenten beides nicht. Wobei Unwissenheit in der
Linzer Finanzpolitik zum guten Ton gehört, denn von den
Swap-Malversationen will die rote Rathausspitze ja auch lange nichts
gewusst haben.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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