ÖGNI: Linz verändert die Nachhaltigkeit im Bestand - BILD
Wien (OTS) - Erstmals wurde kein neues, sondern ein
revitalisiertes Gebäude von der ÖGNI ausgezeichnet. AK-Präsident Dr.
Johann Kalliauer und der stellvertretende AK-Direktor Franz Molterer,
MAS, nahmen das Zertifikat der ÖGNI gemeinsam mit dem
verantwortlichen Projektteam entgegen. In Anwesenheit von Stadträtin
Susanne Wegscheider (Stadt Linz) überreichte ÖGNI-Gründungspräsident
Philipp Kaufmann die Auszeichnung mit den Worten: "Als Linzer ist es
für mich eine besondere Ehre, diese Auszeichnung zu überreichen. Linz
verändert die Nachhaltigkeit und die Arbeiterkammer zeigt als
Interessensvertretung auf, dass Visionen Taten folgen müssen: das
Gebäude vereint neu und alt und schafft ein Umfeld, welches modernes
arbeiten, beraten und ganz einfach gesundes Leben ermöglicht."
Der denkmalgeschützte Teil der AK-Zentrale in der Linzer
Volksgartenstraße stammt aus den 1930er Jahren. In Abstimmung mit dem
Denkmalamt wurde das Gebäude ab Ende 2006 vom Architekturbüro Riepl &
Riepl saniert und durch Neubauten ergänzt. Das 2009 fertiggestellte
Gesamtprojekt erhielt nun als erstes revitalisiertes Projekt in
Österreich das DGNB Gütesiegel der ÖGNI in Bronze. Mit dieser
Pionierzertifizierung wird ein Zeichen dafür gesetzt, dass
Nachhaltigkeit auch bei Sanierung und Revitalisierung möglich ist.
Modernes Haus zum Wohlfühlen
"Wir wollten ein modernes Haus der Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer schaffen, das beste Bedingungen bietet und in dem sich
sowohl unsere Mitglieder als auch unsere Beschäftigten wohlfühlen",
erklärte AK-Präsident Dr. Kalliauer. "Dass uns dies gelungen ist und
wir dabei den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit, Funktionalität,
Ökologie und denkmalgeschützter Bausubstanz geschafft haben, freut
uns besonders", so Franz Molterer, stellvertretender AK-Direktor und
verantwortlich für den Umbau.
Best-Practice-Beispiel
Bei der Zertifikatsverleihung anwesend waren auch Vertreter der
Baufirma Porr, e7, bauXund und dem Bauherrenberater M.O.O.CON.
"Nachhaltige Qualität bedeutet, dass der Bauherr diese bestellt, weil
er von kurzfristiger Kostenoptimierung hin zu langfristigem
Wirtschaftlichkeitsdenken umgedacht hat", betonte
M.O.O.CON-Geschäftsführer Mag. Karl Friedl.
Über die ÖGNI
Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige
Immobilienwirtschaft (ÖGNI) ist ein gemeinnütziger Verein der
österreichischen Bau- und Immobilienwirtschaft, um ganzheitliche
Nachhaltigkeit zu etablieren. Der Verein wurde am 29.09.2009 von 125
Gründungsmitgliedern gegründet. Die ÖGNI handelt nach dem 3P-Ansatz,
welcher Produkte (Immobilien und Baustoffe), Prozesse in Unternehmen
und Personen umfasst. Der Verein bietet das DGNB
Gebäudebewertungssystem, aber auch die BlueCard für die Analyse von
Bestandsgebäude und die ICG Zertifizierung für ethisches Handeln an.
Darüber hinaus werden Veranstaltungen, wie die blueBUILT, der
Bauherrkongress oder die BUILD2GETHER, organisiert.
ÖGNI zeichnet Blue Buildings aus, welche als neue Generation von
Gebäuden und Quartieren in ökologischer, ökonomischer und
sozio-kultureller Sicht höchste Anforderungen entsprechen und
Zukunftsfähigkeit sicherstellen.
















